SEITENWECHSEL
Auf herkömmlichen Werbeflächen zeigt Peter Piller die auffällig strikte Trennung auch der sozialen Milieus, die die A40 als kaum überwindbare Barriere zwischen Dückerweg und Vietingstraße vollzogen hat. Von da, wo D&W mit viel nackter Haut wirbt, führt er in nur 10-minütigem Fußweg entlang seiner Bilderstrecke vom Motodrom ins Gartenidyll.
Seine Arbeiten schreiben sich dabei äußerst subtil in den räumlichen Kontext ein, und entfalten so ihre irritierende Wirkung. Die übergroße Darstellung alltäglicher Gegenstände am Wegesrand oder die Projektion einer Schrebergartenanlage auf die Werbeflächen in der Gewerbeagglomeration am Dückerweg unterscheiden sich lediglich durch Motiv und Sprachlosigkeit von den Werbeträgern in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Die benachbarten Milieus entlang der A40, die sich durch die Zäsur kaum unterschiedlicher hätten entwickeln können, tauschen sich in der Arbeit fast unmerklich aus und entfalten aufs Neue eine geheime Verbindung.
Ein Projekt von: Peter Piller
