Kein Wasser runterschütten
Großinszenierung im Center-Carrée
Die Inszenierung vereint Tänzer, Schauspieler, Musiker, Sänger und Anwohner, die das gesamte Areal und alle Gebäude im Center-Carrée zu ihrer Bühne machen: Gemeinsames Thema ist die Frage nach der Veränderung lokaler nachbarschaftlicher Verhältnisse im Wandel der Zeit. Zwei Schauspieler führen das Publikum durch eine verschrobene, eigenartige Welt, die sich im Wohnblock auftut, und erschließen dabei eine surreale Szenerie: der subtile Durchbruch der Fiktion in die Realität. Rolf Dennemann und artscenico performing arts setzen die Erprobung neuer Plätze für Darstellende Künste weiter fort und beweisen, dass jeder Ort ein Ort der Kunst ist.
Das Projekt wird im Rahmen des Essener Local Heroes-Kulturhauptstadtprogramms präsentiert. "Kein Wasser runterschütten" integriert Akteure der Steeler AG, bestehend aus Bürgerschaft und Handel vor Ort sowie freien Kulturträgern und Künstlern. In Kooperation mit artscenico e.V. gehen sie gemeinsam ein ungewöhnliches Experiment ein und verwirklichen eine Inszenierung weit jenseits gewohnter Sichtweisen einer Guckkastenbühne. Das Center-Carrée diente früher als öffentlicher Marktplatz und wandelte sich in den Siebziger Jahren zu einem Wohn- und Geschäftsquartier – nun wird es in einem neuerlichen Wandel zum Ort für ein einmaliges Kunst- und Kulturprojekt!
"Kein Wasser runterschütten" verwirklicht ein Kulturhauptstadterleben im eigenen Viertel und die aktive Partizipation daran – vom Öffnen des Balkons für Tanz bis hin zur Planung und Komparsenrolle ist alles möglich! Darüber hinaus bietet die AG Steele.2010 bereits seit über einem Jahr ein facettenreiches Programm von Ausstellungen und Matineen bis hin zu Musikprogrammen und bindet auf diese Weise unterschiedliche Stadtteilkünstler in das Gesamtprojekt ein.
Nach dem Auftakt in Steele mit "Kein Wasser runterschütten" wird das EU-Projekt "SANCTUARY" in ganz Europa die Lieblings- und Zufluchtsorte der Menschen aufsuchen und transformieren: In Zeiten allgemeiner Verunsicherung, auch wegen komplexer werdender gesellschaftlicher Probleme, nimmt europaweit der Rückzug ins Private, ins Idyll zu - ähnlich der Biedermeier-Zeit. „Cocooning“ ist ein Phänomen dieses facettenreichen Trends. An diesem Punkt der Veränderung setzt das Projekt "SANCTUARY" von artscenico performing arts an.
"Zufluchtsort", "Schutzgebiet", "Asyl", auch "Heiligtum" oder "Kultstätte" sind mögliche Übersetzungen des Wortes "SANCTUARY". So unterschiedlich sie auch sind, gemeinsam haben sie einen klaren Bezug zu einem Ort, einer geografischen Einheit. Der erste dieser Orte wird das Center-Carrée in Essen-Steele sein.
01.10.-03.10.2010
Jeweils 19 Uhr
Center-Carrée Steele
Kaiser-Wilhelm-Platz
10 Euro (VVK), 12 Euro (AK)
Ermäßigt: 5 Euro (VVK), 6 Euro (AK)
Kartenbestellung unter:
www.grend.de
Weitere Informationen unter:
www.steele2010.de
0177/9164650
info@steele2010.de
