Erklärung von RUHR.2010 zur Loveparade
Die Bestürzung über die Tragödie in Duisburg hält bei uns an. Wir hatten uns ein fröhliches und friedliches Fest junger Menschen vorgestellt. Es ist anders gekommen. Die Katastrophe, der so viele junge Menschen zum Opfer gefallen sind, legt sich wie ein schwerer Schatten auf die Kulturhauptstadt. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und allen, die durch das schreckliche Unglück körperliche und seelische Schäden davongetragen haben.
Die Loveparade trägt das Logo der Kulturhauptstadt. Veranstaltet wurde sie allerdings in Verantwortung der Lopavent in Duisburg. Schon 2007 und 2008 hat diese große Open-Air-Musikparty mehrere hunderttausend Besucher nach Essen und Dortmund gezogen. RUHR.2010 will zeigen, dass die Metropole Ruhr gerade auch für junge Menschen attraktiv ist und hat daher die Loveparade ideell unterstützt.
Beim nächsten Großereignis von RUHR.2010 am 12. September in Duisburg wird Mahlers 8. unter Beteiligung aller Chöre und Orchester des Ruhrgebiets in der Kraftzentrale aufgeführt. Dabei wird es eine würdige Form des Gedenkens geben. Im derzeit laufenden Kulturhauptstadtprogramm wird insbesondere bei Veranstaltungen von und für Jugendliche auf die Ereignisse in Duisburg eingegangen.
Im Mittelpunkt des Denkens, Handelns und Fühlens der Kulturhauptstadtorganisation steht jetzt das Schicksal der Familien der Angehörigen und Verletzten. Alle haben einen Anspruch auf lückenlose Aufklärung der Geschehnisse und Verantwortlichkeiten.
