Istanbul Filmwoche
Die Stellung der Frau, familiäre Werte und Verhältnisse, Gewissensnöte eines Mörders, Betrug, Verzweiflung und Rache - das türkische Kino greift die vielfältigen Facetten der türkischen Gesellschaft auf. Fünf zeitgenössische Kinofilme und Dokumentar- filme von international bekannten Regisseuren werden präsentiert. Das Programm umfasst türkische Autorenfilme, die fantastische Elemente mit faszinierenden Bildern mischen. "Nokta" (Der Punkt), "Kosmos", "Bal" und "Vavien" sind Filme, die soziale oder politische Fragen aufwerfen.
Der Film "Mahpeyker Kösem Sultan" hat in der Metropole Ruhr Weltpremiere. Der Film erzählt von der mächtigsten Sultanin des Osmanischen Serails. In der Rolle der "Kösem Sultan" sind die renommierte Schauspielerin Selda Alkor und die erfolgreiche junge Darstellerin Damla Sönmez zu sehen.
Die Dokumentarfilme, die im Katakomben-Theater gezeigt werden, zeigen Vergangenheit und Gegenwart Istanbuls, verborgene Orte und Geheimtipps der Metropole am Bosporus. Lichtburg Essen, Katakomben-Theater Essen 24.–28.10.2010, Beginn jeweils 19.30 Uhr.
Programm im Überblick:
Dokumentarfilme aus Istanbul Katakomben-Theater Essen
17.-20. Oktober 2010
Sonntag, 17.10. 19:00 Uhr Drei Tage in Istanbul
ISTANBUL’DA ÜÇ GÜN – 61’
Montag, 18.10. 19:00 Uhr Das Goldene Horn
HALIÇ-ALTIN BOYNUZ – 75’
Dienstag, 19.10. 19:00 Uhr Eine Linie der Zivilisation
BIR MEDENIYET ÇIZGISI – 52’
Und
Ifakat
IFAKAT – 45’
Podiumsdiskussion mit Regisseur Orhan Tekeoğlu
Mittwoch, 20.10. 19:00 Uhr Seelenspuren
ETEK IZLERINI SILMEDEN – 48’
Zeitgenössisches Türkisches Kino: Lichtburg Essen
24.-28. Oktober 2010
Sonntag, 24.10. 19.00 Uhr Eröffnungsgala
20.00 Uhr MAHPEYKER:KÖSEM SULTAN
In Anwesenheit der Schauspieler
Montag, 25.10. 18.00 Uhr COSMOS - Reha Erdem
20.30 Uhr VAVIEN - D. - Y. Taylan
In Anwesenheit der Schaupieler
Dienstag, 26.10. 18.00 Uhr NOKTA - Derviş Zaim
DER PUNKT
In Anwesenheit der Schauspieler
20.30 Uhr KARANLIKTAKILER - Çağan Irmak
IN DER DUNKELHEIT
In Anwesenheit der Schauspieler
Mittwoch, 27.10. 18 Uhr VAVIEN - D. - Y. Taylan
In Anwesenheit der Schauspieler
20.30 Uhr COSMOS - Reha Erdem
Donnerstag, 28.10. 18.00 Uhr KARANLIKTAKILER - Çağan Irmak
IN DER DUNKELHEIT
In Anwesenheit der Schauspieler
20.30 Uhr ANADOLUNUN
KAYIP ŞARKILARI - Nezih Ünen
LOST SONGS OF ANATOLIA
weitere Informationen zu den einzelnen Filmen finden sie auf der Web-Präsenz der Lichtburg Essen
Şahika Tekand
Studio Players Euridikes Schrei

Szene aus "Euridikes Schrei" / Foto: Ahmet Elhan
Das Stück "Euridikes Schrei", geschrieben und inszeniert von der bekannten türkischen Schauspielerin, Regisseurin und Schriftstellerin Şahika Tekand, ist inspiriert von antiken Stücken wie der Antigone des Sophokles und modernen Autoren wie Heiner Müller und Brecht, aber auch von alltäglichen Versatzstücken aus Zeitungen und Nachrichten. "Euridikes Schrei" ist der letzte Teil von Tekands "Ödipus-Trilogie", die sie in den vergangenen Jahren geschrieben und inszeniert hat. Das letzte Stück nach "Wo ist Ödipus?" (2002) und "Ödipus im Exil" (2004) beschäftigt sich mit Fragen nach dem Recht desjenigen, der "anders" ist, nach der Gedanken-, Meinungs- und Glaubensfreiheit, nach der gerechten Umsetzung von "Recht", nach Krieg und Diskriminierung.
Şahika Tekand, die selbst auf eine beeindruckende Schauspiel-Karriere zurückblicken kann, gründete 1990 ihr eigenes Theaterensemble, das Studio Oyunculari (The Studio Players). Sie entwickelte ihre eigene Schauspiel- und Regie-Methode und gibt sie in Workshops und Lehraufträgen an Unis weiter. Viele der Stücke, mit denen sie und ihr Ensemble bei internationalen Festivals in aller Welt gastieren, schreibt sie selbst oder inszeniert klassische und moderne Stoffe in einem eigenwilligen und bemerkenswerten Stil. Im Programm von RUHR.2010 war sie im Juli 2010 bei der Promethiade mit ihrer Interpretation des Prometheus-Stoffes "Vergessen in 10 Schritten" auf dem Welterbe Zollverein zu Gast. Im Mai 2011 inszeniert sie Brecht im Schauspielhaus Bochum. Schauspielhaus Bochum, 20 Uhr In Kooperation mit Schauspielhaus Bochum.
Het Huis van Bourgondië: Bon Appetit

Ilay den Boer / Foto: René den Engelsman
In seiner kulinarischen Performance thematisiert der niederländisch-israelische Theatermacher Ilay den Boer die Zerrissenheit seiner Herkunft. Die Inszenierung als Bar-Mitzwa-Feier ist dabei mehr als ein bloßer Kunstgriff: Den Boer gewährt den Zuschauern, denen er die Rollen seiner Verwandten zuweist, höchst intime und authentische Einblicke in seine Auseinandersetzung mit dem Jüdischsein - bis hin zum Ausbruch der "unausweichlichen politischen Diskussion".



