Areal Dortmund
Als Portalstadt ist Dortmund die touristische Drehscheibe für den östlichen Teil der Metropole. Von hier aus bieten sich für Kunstinteressierte zahlreiche Routen in die umliegenden Zentren an.
Das Karl Ernst Osthaus Museum in Hagen, dem das neu erbaute Emil Schumacher Museum angegliedert wird, bietet tiefe Einblicke in die Folkwang-Idee. Die hochkarätigen Sammlungen des Zentrums für Internationale Lichtkunst in Unna und des Gustav-Lübcke-Museums in Hamm sind zwei Anziehungspunkte einer aufregenden „Ostroute“ der 18 RuhrKunstMuseen, die sich eigens für RUHR.2010 zusammengeschlossen haben.
Darüber hinaus bindet das größte europäische Krimifestival „Mord am Hellweg“ auch kleinere Städte in das Programm von RUHR.2010 ein und macht sie für die Kulturhauptstadtbesucher interessant. Denn es sind auch die kleinen und auf den ersten Blick unscheinbaren Orte, die den unverwechselbaren Charme des Ruhrgebiets widerspiegeln.
Ruhr Kreativ – Musikwirtschaft und neue Medien
Weltoffen, kreativ, inspirierend – in Dortmund lässt man sich kein X für ein U vormachen.
Womit wir auch schon beim neuen Wahrzeichen der Stadt wären: dem „U“. Der denkmalgeschützte Turm der ehemaligen Union Brauerei aus dem Jahr 1927, auf dessen Dach weithin sichtbar das vierfache, neun Meter hohe, goldene „U“ steht, soll ein offener, lebendiger Ort für Kunst, Kreativität und neue Medien werden. Eine bedeutende Sammlung moderner Kunst trifft auf Aufsehen erregende Medienkunstausstellungen, den „Creative Bazaar“ und einfallsreiche Gastronomie.
Kreativität, Innovation und die Möglichkeiten neuer Medientechnologien werden im Dortmunder U die Kultur des 21. Jahrhunderts sinnlich erlebbar machen.
Die Entwicklung im und um das Dortmunder U ist eingebettet in eine starke Musikwirtschaft und ein eigenes Musikquartier rund um die Brückstraße im Stadtzentrum. 2002 wurde das Konzerthaus Dortmund mit seiner einladenden transparenten Fassade und herausragenden Akustik eröffnet. Das Orchesterzentrum Nordrhein-Westfalen folgte und die Brückstraße füllte sich mit Leben. Jeden Tag gibt es im Viertel Musik in unterschiedlichster Form, Konzerte im Jazzclub domicil, DJs in der Café Lounge chill’R, Livemusikprogramme in den Kneipen drum herum. Ab 2009 wird in Dortmund das Festival der 1.000 Stimmen „klangvokal“ veranstaltet, wo in spektakulären und attraktiven Konzertprogrammen selten gespieltes Repertoire, interessante Gegenüberstellungen verschiedenster Musikgenres und experimentelle Formen mit anderen Kunstgattungen präsentiert sowie neue Veranstaltungsdimensionen erkundet werden.
Heute wird in Dortmund keine Kohle mehr gefördert, kein Stahl mehr produziert. Dortmund produziert Ideen. Im erfolgreichen Wettbewerb mit München und Berlin profiliert sich die Metropole Ruhr mit dem internationalen Flair Dortmunds als immer bedeutenderer Standort für Software und Systemtechnik, für Informations- und Kommunikationstechnologien.
Auf dem Weg des Ruhrgebiets zur neuen Metropole vollzieht Dortmund konsequent den Paradigmenwechsel von der alten Schwerindustrie zum Kreativstandort einer diversifizierten, flexiblen und wissensbasierten Wirtschaft.
Nur fünf Kilometer von der Dortmunder Innenstadt entfernt auf dem ehemaligen Hochofen- und Stahlwerksgelände Phoenix entstehen rund 15.000 neue Arbeitsplätze in den Schlüsselbranchen der Zukunft – und zugleich ein attraktives Wohnviertel mit hohem Freizeitwert. Ein neu angelegter Stausee wird Phoenix zu einem ganz besonderen Anziehungspunkt im neuen Dortmund machen.
Hier ist es gelungen, aus den Monostrukturen der Montanära zu lernen und gemeinsam ein funktionierendes Zusammenspiel aus akademischer Ausbildung, Beschäftigung und internationaler Vernetzung zu schaffen. Dabei hilft, dass mit Fußball und Bier zwei traditionelle Identitätsträger der Stadt erhalten bleiben.
Na dann, auf die Zukunft!



