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26.11.2011

Ausstellungeröffnung "Niemandslicht"

Irak - 11 Foto: Ursula Schulz-Dornburg

Irak - 11 Foto: Ursula Schulz-Dornburg

Das Kunstmuseum Bochum zeigt von Samstag, 3. Dezember, bis Sonntag, 4. März 2012, die Ausstellung "Niemandslicht", Fotografien der Künstlerin Ursula Schulz-Dornburg. Die Ausstellung widmet sich Werken der Fotografin aus den Jahren 1973 bis 2011. Schulz-Domburgs Bilder leben von ihrer ruhigen, kontemplativen Wirkungskraft. Sie verweigern sich der Eindeutigkeit und fesseln den Betrachter durch ihre scheinbaren Schwebezustände.

Projekte zu kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Brennpunkten
Die Fotografin lebt und arbeitet in Düsseldorf, von wo aus sie ihre künstlerischen Projekte zu verschiedenen kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Brennpunkten führen. Die Bochumer Ausstellung spannt einen Bogen innerhalb ihres Oeuvres von den 1970er Jahren bis heute. An zwei Stellen in der Ausstellung tritt sie in den Dialog mit jeweils einem Werk der Künstler Mirosław Bałka und Lawrence Weiner

Komplexe Ambiguität
Ursula Schulz-Dornburg Bilder charakterisiert eine ruhige nahezu kontemplative Wirkungskraft. Wie ein Seismograph zeichnet sie atmosphärische Schwingungen auf, die von den Anfängen der Urgeschichte bis in apokalyptische Vorahnungen der Zukunft reichen. Obwohl die Fotografie ein Instrument der Präzision und Dokumentation sein kann, verweigert sie sich der Eindeutigkeit, verleiht den konkreten Situationen einen Schwebezustand. Die konzentriert komponierten Aufnahmen sind von einer komplexen Ambiguität. Sie zeigen einerseits konkret identifizierbare Orte und Architekturen und unterlegen ihnen andererseits eine eigene, schwer entzifferbare, aber immer deutlich zu spürende Bedeutung. Ihre Fotografie bringt Licht in Verborgenes, holt Vergessenes aus dem Dunkel des Vergehens, rücken immer wieder Zerstörung ins Bewusstsein.

Spurensuche innerhalb der Werke
Obwohl in der jeweiligen Sache engagiert, lässt sich eine Aussage oder Stellungnahme nicht auf der Oberfläche finden, sondern erfordert vom Betrachter die Bereitschaft, sich in die Tiefe subtil verborgener Assoziations- und Wissensräume zu begeben. Wie ein roter Faden zieht sich eine ganz spezifische, sehr persönlich geprägte Spurensuche durch ihr Werk.

Die Ausstellung umfasst ca. 14 Serien aus Ländern wie Armenien, Iran, Irak, Jemen, Ägypten oder Burma mit ca. 180 Fotografien.

Ausstellung "Niemandslicht"
Von Samstag, 3. Dezember, bis Sonntag, 4. März 2012
Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, 44787 Bochum
Di - So 10 - 17 Uhr, Mi 10 - 20 Uhr
Eintritt:1,50 - 3 Euro
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.bochum.de/kunstmuseum