Hacking The City in Buchform
Die Dokumentation zum experimentellen Ausstellungsprojekt "Hacking the City" des Museum Folkwang ist nun erschienen. "Hacking the City" fand im Sommer 2010 als Teil der RuhrKunstMuseen-Ausstellungsreihe "Mapping the Region" im Programm von RUHR.2010 statt. Mehr als 13 Aktionen wurden im öffentlichen Raum, dem Museum Folkwang und auf der projekteigenen Website auf hackingthecity.org realisiert.
Die reich bebilderte Publikation bietet eine vertiefende Betrachtung aller Interventionen und erweitertet das Projekt um Analyse und theoretische Reflexion.
Die Projekte waren beispielsweise: "Die städtische Überwachung als Ort künstlerischer Feldforschung", "Rückseite / Kehrseite", "Perfekte Würfe", "Macht Geschenke", "Remotewords", "Guerilla-Gardening", "Virale Pizza", "Zufällige Begegnungen", "Toiletten-Politik", "Augentrost-Ambulanz", "Sichtbarkeits- und Unsichtbarkeitsstrategien" und "Heftiger Niederschlag".
"Kulturelles Hacking" entlehnt die Idee der Umkodierung und Verfremdung bestehender kultureller Codes. Über Aneignung, Umschreibung, Manipulation und Umwertung werden alltägliche Situationen, Objekte, Regeln oder Routinen verändert. In den letzten Jahren hat sich ein breites Repertoire subversiver Strategien und künstlerischer Ausdrucksformen entwickelt, das sich durch alle Gattungen, Genres und Altersgruppen zieht.
"Kulturelle Hacks" können nicht angekündigt werden. Der geheime Zugang zu öffentlichen und kommunikativen Räumen der Stadt, das selbstverständliche Agieren in nicht künstlerischen Systemen, das nahezu "unsichtbare", nicht als Kunst definierte Eindringen in das Alltagsleben war Ausgangspunkt der Projekte. Dabei war es oft elementar für die Wirkung und Auseinandersetzung, dass sich die Arbeiten zunächst nicht als "Bildende Kunst" zu erkennen gaben, um Irritation, Schärfe und bisweilen auch Beiläufigkeit zu gewährleisten. "Kulturelles Hacking" bedeutet nicht nur, Kritik zu formulieren, Widerstand zu leisten oder gar einen Gegner bloß zu stellen, sondern auch Innovation zu schaffen.
Die Publikation ist eine Illustration aller Aktivitäten von "Hacking the City"
und enthält Textbeiträge von Künstlern und Theoretikern wie Boran Burchhardt, Brad Downey, Sabine Fabo, Matthew Fuller, Dagrun Hintze, Anke Hoffmann, Christin Lahr, !Mediengruppe Bitnik, Achim Mohné / Uta Kopp, Richard Reynolds, Felix Stalder, Annette Schemmel, Sabine Maria Schmidt, Jörg Steinmann, Michelle Teran, Annette Wehrmann und Georg Winter.
Hacking the City – Interventionen in urbanen und kommunikativen Räumen
Edition Folkwang / Steidl
Herausgeber: Museum Folkwang
Grafik: V2A.Net, Essen
deutsch / englisch
288 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Erste Auflage 2011
ISBN 978-3-86930-187-7
Preis: 25 Euro
Ab sofort im Museum Folkwang erhältlich, Bestellung möglich unter: www.museum-folkwang.de/de/buchbestellung.

