Ruhrtriennale – Streuung des Mandala
Der Höhe- und Endpunkt der diesjährigen Ruhrtriennale findet vom 1. bis 3. Oktober und vom 6. bis 8. Oktober in der Jahrhunderthalle in Bochum statt: Ein großes Sandmandala aus der Drugpa-Kagyü-Schule des bhutanischen Buddhismus wird von sechs Mönchen aus Bhutan gestreut. Nach dem Judentum und dem Islam in den letzten beiden Spielzeiten beschäftigt sich die Ruhrtriennale in der aktuellen Spielzeit mit dem Buddhismus.
Das Mandala ist in der buddhistischen Tradition ein zentrales, zu visualisierendes, religiöses Meditationselement. Nicht nur seine Betrachtung, sondern – sofern es aus Sand gefertigt ist – vor allem das Streuen selbst ist eine wichtige Meditationsübung und -schulung.
Sandstreuen über mehrere Tage
Mit Mineralfarben vermischter Sand wird in großer Kunstfertigkeit in filigranste Formen ausgestreut. In nahezu reiner Gestalt vereinen sich so Spiritualität und Kunst. Der Vorgang des Streuens erstreckt sich über mehrere Tage. Die Mönche sitzen teils über viele Stunden am Tag in gebückter Haltung auf dem Boden und lassen mit bewegungsloser Hand den farbigen Sand durch ihre Finger rinnen.
Vorträge und Einführungen
In der Zeit, in der das Mandala entsteht, werden Vorträge und Einführungen das Mandala, den Buddhismus und das Königreich Bhutan erläutern und vertiefen. Die Ruhrtriennale lädt ihre Zuschauer herzlich dazu ein, die Mönche zu besuchen und auch ihren täglichen Ritualen der geistigen Reinigung des Ortes beizuwohnen. Der Eintritt ist frei.
Streuung des Mandala
1. bis 3. Oktober um 12.30 Uhr; 6. bis 8. Oktober um 18.00 Uhr
Jahrhunderthalle Bochum, An der Jahrhunderthalle 1, 44793 Bochum
Eintritt frei
weitere Informationen finden Sie unter www.ruhrtriennale.de/de/programm/2011/mandala.

