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02.07.2009

Trotz Randlage ist Hagen voll eingebunden in RUHR.2010

Milica Reinhardt/ Marjan Verkerk, Altenhagener Brücke, Hagen / Foto: MMund

(WP/WE) Hagen. "Trotz unserer Randlage im Ruhrgebiet sind wir nicht nur ein Lichtlein außerhalb, sondern voll dabei", versichert Kulturdezernent und Kämmerer Christoph Gerbersmann und spielt damit auf das Hagener Programm zur Kulturhauptstadt 2010 an. "Es wird eine Großveranstaltung, an der Millionen Menschen teilnehmen", betont Gerbersmann die Bedeutung von RUHR.2010 für Hagen wie auch für die sich in den nächsten Monaten aus 53 Einzelstädten entwickelnde Metropole Ruhr, in der 5,3 Millionen Menschen aus über 170 Nationen leben.

Über den aktuellen Stand der Planungen zum Hagener RUHR.2010-Programm informierte jetzt Rita Viehoff, Leiterin des Kulturbüros, und versprach, der Zusammenschluss der Ruhrgebietsstädte solle auch über 2010 hinaus weiter bestehen.

Eröffnet wird RUHR.2010 in Hagen am 16. Januar  2010 im Stadttheater mit der Verdi-Oper "La Traviata". Als Leuchttürme werden das Altenhagener Brückenprojekt Ebene 2 und die Einweihung des neuen Kunstquartiers (Eröffnung des Emil-Schumacher-Museums und Wiedereröffnung des Karl-Ernst-Osthaus-Museums Ende August 2009) vermarktet.
Auch beim TWINS-Projekt, an dem  insgesamt 250 Partnerstädte beteiligt sind, ist Hagen dabei. Mehr als 50 000 Euro an Fördermitteln seien der Volmestadt fest zugesichert, so Peter Mook , städtischer Marketing-Leiter. "Unabhängig vom Budget der Kulturhauptstadt", ergänzt Kämmerer Gerbersmamm und konkretisiert: "Die Kosten für das Hagener 2010-Programm werden ausschließlich durch die Landesförderung in Höhe von 387 000 Euro, die nach Hagen fließen, getragen." Städtische Gelder würden nicht eingesetzt, man hoffe vielmehr auf Sponsoren, die sich in Einzelprojekten einbringen würden.

Hagen wird zum "Local Hero"

Aber zurück zu TWINS - hier ist Hagen mit drei Beiträgen vertreten: Mit dem Projekt Zäune, bei dem Lutz-Leiter Werner Hahn Jugendlichen jüdischen, muslimischen und christlichen Glaubens zueinander führen will und mit ihnen in Hagens israelischer Partnerstadt Modi'in, in Berlin-Zehlendorf sowie in Hagen selbst ein Theaterstück zum Thema religiöse und gesellschaftliche Grenzen und Gemeinsamkeiten einstudiert (aufgeführt wird das Stück im Oktober 2010 in Hagen), außerdem mit dem Projekt "Wo ist zu Hause?" mit Hagens russischer Partnerstadt Smolensk sowie mit dem Ruhr-Chansonnale-Projekt, an dem sich eine Gruppe aus Hagens französischer Partnerstadt Montlucon beteiligt.
Eingebettet in die Sommerferien im nächsten Jahr - vom 18. bis 25. Juli - wird Hagen zum "Local Hero". "Unser Ziel ist es, uns bürgernah zu präsentieren und zum Beispiel einen Tag des Sports, einen Tag für die Jugend und eine Nacht der Museen zu organisieren", so Rita Viehoff.
"Und wir bauen 'Ebene 2' in diese Woche ein - mit Sperrung und Illumination der Altenhagener Brücke sowie Picknick und Straßentheater auf der Brücke." Außerdem werde man sich an von anderen Städten organisierten Netzwerkprojekten wie "Route der Wohnkultur" beteiligen.

Mit freundlicher Genehmigung von DER WESTEN. Den Artikel finden Sie hier: www.derwesten.de/nachrichten/staedte/hagen/2009/7/2/news-124300872/detail.html

Informationen zum Projekt "Sehnsucht nach Ebene 2" und zu "Local Heroes" finden Sie auf den Projektseiten: Sehnsucht nach Ebene 2 und Local Heroes.