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29.10.2006

Ungarn zu Gast in Essen

Plakat: Essener Lichtwochen 2006

Zwischen dem 29. Oktober 2006 und 6. Januar 2007 wird mit dem Ungarischen Partnerland ein Kulturprogramm angeboten, das einlädt Ungarns Kultur, Geschichte, Gastronomie und Tourismus kennenzulernen. Auch die VHS Essen bietet Seminare an.

Am 29. Oktober starten die 57. Essener Lichtwochen. Gastland ist in diesem Jahr Ungarn, im Mittelpunkt steht die Partner-Kulturhauptstadt Pécs. In neun großformatigen Lichtbildern wird das Gastland vorgestellt. Motive sind z.B. Brauchtum oder Literatur, aber auch Darstellungen von Pécs oder Budapest. Hauptattraktion ist eine Lichtinstallation des Künstlers Peter Kozma, das den zentralen Veranstaltungsort, den Kennedyplatz, in ein 15.000 Quadratmeter großes begehbares Kunstwerk verwandeln soll.

Lichtinstallation von Peter Kozma ist Herzstück der Essener Lichtwochen

Acht Tage lang zeigt das Kunstwerk täglich wechselnde Themen. Die Lichtkunst-Installation ist ein Projekt der Kulturhauptstädte Europas 2010 Pécs und Ruhrgebiet. Zudem sind die Lichtwochen Bestandteil des Kulturjahres "Ungarischer Akzent". Das Logo der deutschlandweiten Programmreihe ziert das Eingangsbild des "Licht-Boulevards" in Essen.

Ungarische Literatur heute

Einladung zu einer Bekanntschaft im erweiterten Europa

Ungarn gilt als eine "verspätete Nation" im Kreise der abendländischen Völker. Die Bestimmung seiner Identität hat vor allem die Dichtung besorgt. Auch heute noch genießt ein Schriftsteller hohes Ansehen in Ungarn. Zumal die Autoren, die ihre Erfahrungen aus dem 20. Jahrhundert stellvertretend beschreiben (Konrád, Kertész). Ein besonders tragischer Fall ist Péter Esterházy mit seinem Vaterroman (Harmonia Caelestis). Aber auch das Erinnerungs- und Liebesbuch von Sándor Márai "Die Glut" darf beim Überblick nicht fehlen.
Kurs 061.16348 Johannes Krieger
Samstag, 21. Oktober, 15.00-18.00 Uhr, 8,00 EUR, VHS

Im Anschluss an das Seminar können Sie den Film „Der Bürgermeister, der Dichter und ein toter Held“ über den ungarischen Schriftsteller György Konrad des Dokumentarfilmers Dr. Michael Kluth aus dem Jahre 2003 sehen. Der Eintritt hierfür ist frei.

REDEN VON MORGEN

29.10 2006 ein Vortrag von György Konrad (ehemaliges Kulturhauptstadt Jurymitglied und bekannter ungarischer Autor).
In Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Essen, der Mayerschen Buchhandlung, der EMG Essen und mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Essen
Zur Eröffnung der Lichtwochen zum Thema „Ungarn“ spricht der Träger des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen (2001) und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (1991) über seine Sicht auf Europa, über Ungarn, über die „deutschen“ Erfahrungen, die er nicht nur als Präsident der Berliner Akademie der Künste, sondern auch als Schriftsteller gemacht hat.

Volksmärchen aus Ungarn

"Es war einmal irgendwo, jenseits des großen Meeres, ja noch hinter dem gläsernen Berg und hinter jenem ganz verfallenen Backofen..."

So kann ein ungarisches Märchen anfangen und uns mitnehmen in eine bunte Märchenwelt. Das ungarische Volksmärchen ist ein Produkt west-östlichen Kulturaustausches und wird an diesem Abend lebendig durch das Erzählen und die Musik, begleitet wird Ingeborg Bitterer am Piano durch Popi Malapani, Konzertpianistin. Ingeborg Bitter selbst ist Mitglied der europäischen Märchengesellschaft.

 


Downloads:
Programm der Lichtwochen 2006 (PDF; 8,37 Mb)