Wie geht es weiter mit der RUHR.2010 GmbH?
Am 18. Dezember wird der Staffelstab von der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 an die nächsten Titelträger Tallin (Estland) und Turku (Finnland) übergeben. Das Programm von RUHR.2010 endet offiziell am 31. Dezember 2010. Damit geht der Titel, die RUHR.2010 GmbH wird aber 2011 weiter bestehen und handlungsfähig bleiben. Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Scheytt und das verbleibende Team werden die mehr als 300 Projekte evaluieren und dokumentieren und den Transfer der auf Nachhaltigkeit angelegten Programmbausteine für die künftige Organisation der Kulturmetropole Ruhr konzipieren und realisieren.
Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr hat am 13. Dezember 2010 Entscheidungen für die Nachfolge von RUHR.2010 getroffen. Auf der Grundlage der Eckpunkte zur Umsetzung des Masterplans Kulturmetropole Ruhr wurde die weitere Vorgehensweise beschlossen. Trotz der Finanznöte der Kommunen will der Regionalverband Ruhr (RVR) ab 2012 weiter bis zu 2,4 Mio. Euro jährlich für die künftige Organisation der Kulturmetropole Ruhr zur Verfügung stellen. Das Land NRW wird sich voraussichtlich im gleichen Umfang an der Finanzierung beteiligen.
Die Kernaufgaben von RUHR.2010 sollen bei der Kultur Ruhr GmbH gebündelt werden. Der Transfer der auf Nachhaltigkeit ausgelegten Programmbausteine auf die Kultur Ruhr GmbH soll von der RUHR.2010 GmbH gemeinsam mit dem RVR konzipiert und realisiert werden. Für die Zeit ab 2011 ff. sollen die Kultur Ruhr GmbH und die themennahen RVR-Gesellschaften fortsetzungswürdige Programmelemente der RUHR.2010 übernehmen. Die inhaltlichen Bausteine, die zur Kultur Ruhr GmbH transferiert werden sollen, sollen als eigene Sparte(n) neben der Ruhrtriennale geführt werden. Die Ruhr Tourismus GmbH wird sich um den Kulturtourismus kümmern und regionale Veranstaltungsformate wie die Extraschicht realisieren. Für das European Center for Creative Economy (ecce) wird ebenfalls eine langfristige Organisationsform angestrebt. Hier wird eine Trägerschaft des Landes NRW in enger Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr erörtert.
Die RUHR.2010 wird den gesamten Prozess gleich zu Beginn des Jahres 2011 konzipieren, um die Organisationsform in Gesprächen mit allen Gesellschaften und Partnern zu entwickeln.

