Der Rhein-Herne-Kanal - Kanalwasser verbindet: 45.000 begeisterte Gäste auf dem KulturKanal
Es ist bestätigt: Der Rhein-Herne-Kanal hat kulturelles und touristisches Potential. Davon ließen sich 45.000 Besucher im Kulturhauptstadtjahr überzeugen. Das Konzept der zehn Anrainerkommunen unter der Federführung der Stadt Herne ging auf und die Veranstalter blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der KulturKanal gilt schon jetzt als eines der nachhaltigsten Projekte von RUHR.2010. Karl-Heinz Petzinka, künstlerischer Direktor Stadt der Möglichkeiten bei der RUHR.2010 GmbH, beschreibt den KulturKanal als "70 km Ausdruck von Kunst und Lebensfreude, eines der großen erfolgreichen Kommunalprojekte."
Über 90 Veranstaltungen wie das Auftaktfest in Recklinghausen, ZEHN FAHREN MIT, KanalGlühen: NON STOP CITY, !SING - DAY OF SONG: ChorKanal, Kinder am Kanal, rund 40 Kulturschiffe mit Lesungen, Kino oder Istanbuler Nächten an Bord, neun FilmSchauPlätze und die Outdoorausstellung "Bilder am Kanal" fanden großen Anklang bei den Gästen der Kulturhauptstadt. 45.000 Besucher genossen die größtenteils kostenlosen Ereignisse vom Duisburger Innenhafen bis zum Dattelner Meer. Das fünfteilige Kartenset des Radführers (Auflage 10.000) war schnell vollständig vergriffen und zusammen mit der Outdoor-Ausstellung "Bilder am Kanal" erreichte der KulturKanal in 2010 durch Schifffahrten und Tourenangebote noch zusätzlich mehrere 10.000 Besucher.
Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH, war begeistert: "Das Ruhrtal ist als Ausflugsziel schon lange bekannt. Der KulturKanal hat nun auch die nördliche Ost-West-Passage durch die Metropole Ruhr mit ihrer so abwechslungsreichen Lebendigkeit bekannt gemacht. Vor allem radfahrende Ruhris kommen hier voll auf ihre Kosten."
Auch der Nachwuchs wurde durch die Aktivitäten erreicht. "Kinder am Kanal" war mit seinem spielerischen und kreativen Konzept ein zukunftsweisendes Beispiel für außerschulische Bildung. Durch zahlreiche Workshops und gemeinsame Erkundungen in fünf Städten erschloss sich den Teilnehmern die unmittelbare Umgebung des Kanals als Teil ihres Lebensraumes. Durch Open-Air-Malerei, Landart, Foto, Film u.v.m. öffneten sich neue Sichtweisen auf bereits vorhandenes.
Seinen Abschluss feierte der KulturKanal gleich zweimal: Ende September im Duisburger Innenhafen mit einem Konzert der Duisburger Philharmoniker auf dem Wasser und am 1. Oktober mit dem wohl ungewöhnlichsten KulturKanal-Ereignis in Herne. Mit einem Hornkonzert und tanzenden Betonpumpen lud Christof Schläger zu der Industrieoper SCHWINGUNGEN im Hafen ein. Esentstand ein beeindruckender und einzigartiger Klangraum aus Schiffshörnern, Betonpumpen und Aluminium-Schrott, pyrotechnisch untermalt durch Feuerwerk und Funkenregen.
Damit endete ein erfolgreiches Kulturhauptstadtjahr. Horst Schiereck, Oberbürgermeister der Stadt Herne, zog ein positives Resümee: "Der Kanal wurde in diesem Jahr nicht nur zur Projektionsfläche für eine Vielzahl kultureller Erlebnisse, zugleich haben wir mit unserem Leitprojekt wichtige infrastrukturelle Neuerungen geschaffen, die unsere Region nachhaltig gestalten und über das Jahr 2010 hinausweisen. Darauf sind wir gemeinsam mit allen Anrainern sehr stolz."
Die kommunale Zusammenarbeit KulturKanal geht weiter
Die interkommunale Zusammenarbeit der Anrainerkommunen soll weitergehen und das Projekt KulturKanal langfristig ausgerichtet werden. Die Homepage www.kulturkanal.net bleibt bestehen und bietet für Gäste eine wichtige Informationsquelle zu Schifffahrten, Veranstaltungen und besonderen Ereignissen rund um den Kanal. Der beliebte Radführer KulturKanal ist zwar in Papierform vergriffen, steht aber allen Radbegeisterten als Download zur Verfügung.
Auch wurde der Rhein-Herne-Kanal als ein wichtiger Bestandteil für nachhaltige Entwicklungen in der Region erkannt. Als einer der bedeutendsten europäischen Kanäle durchzieht der Kanal zentral die Metropole Ruhr und den Emscher Landschaftspark und damit den größten Landschaftspark Europas. Auf 46 km Länge ist er die durchgängig befahrbare Wasserstraße des Neuen Emschertals und macht die Metropole vom Wasser aus durch zahlreiche Schiffsanleger zugänglich. Das Potenzial für zukünftige Entwicklungen dieser faszinierenden Stadtlandschaft hat der KulturKanal sichtbar gemacht und belegt. Neben Emscherkunst und Parkautobahn zählt der KulturKanal zu den drei zukunftsweisendsten (Kultur)Projekten im Emscher Landschaftspark (ELP). Dies hob auch Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH, beim Europäischen Zukunftskongress ELP am 30. September 2010 auf der Zeche Zollverein hervor. Er betonte, dass der große Erfolg des KulturKanals dafür steht, dass die Städte es verstanden haben, ihre Kräfte zu bündeln und dabei ihre eigene Identität zu waren. Der KulturKanal ist zudem außerordentlich gut von der Bevölkerung angenommen worden.
Die Erlebnispassage KulturKanal arbeitet mit starken Partnern wie dem Regionalverband Ruhr und der Ruhr Tourismus GmbH an neuen touristischen Plattformen für die kommenden Jahre. Insbesondere das Jahr 2014 wartet mit einem besonderen Ereignis auf: Der Rhein-Herne-Kanal wird 100 Jahre alt. Gemeinsam soll dieser Geburtstag groß gefeiert werden.
Pressekontakt:
FB Kultur / Stadt Herne / Kulturhauptstadtbüro
Regina-Dolores Stieler-Hinz
Willi-Pohlmann-Platz 1, 44621 Herne
Tel.: +49 (0)2323 162 132
regina.stieler-hinz@herne.de
Projektbüro KulturKanal / Go Between
Stefanie Thomczyk
Westring 303, 44629 Herne
Tel.: +49 (0)2323 925 201
thomczyk@go-between.net
Pressemitteilung und Pressefotos finden Sie unter:
www.kulturkanal.net/presse-und-medien
www.kulturkanal.net/pressefotos-unsere-favoriten
Daten und Fakten zum KulturKanal
Alle aktuellen Informationen unter: www.kulturkanal.net
KulturKanal, ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010
Künstlerischer Direktor: Prof. Karl-Heinz Petzinka
Zeitraum KulturKanal 2010: 20. März – 01. Oktober
Veranstalter:
Zehn Anrainerkommunen des Rhein-Herne-Kanals: Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Waltrop, Datteln. Die Stadt Herne agiert als Stellvertreterin für alle zehn Städte. Sprecherin: Regina-Dolores Stieler-Hinz, Kulturhauptstadtbeauftragte der Stadt Herne. Projektbüro: Go Between Net GmbH & Co. KG, Herne. Ziel aller Anrainerstädte ist es auch über 2010 hinaus, den KulturKanal als nachhaltige Erlebnis- und Touristenachse durch die Metropole Ruhr zu etablieren.
Förderer:
EU/Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ("Soziale Stadt" und "Kommunaler Radwegebau")
Kooperationspartner:
AG Neues Emschertal, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (NRW), Emschergenossenschaft, Filmstiftung NRW, LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Regionalverband Ruhr, Ruhr Tourismus GmbH / ExtraSchicht, Umspannwerk Recklinghausen / Museum Strom und Leben, Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich
Projektpartner:
Achim Kubiak, Agentur SehSternchen, Beate Matkey, Billie Erlenkamp, blicke. filmfestival des ruhrgebiets (Klack Zwo B e.V.), Christof Schläger, echtnahdran / Dr. Vera Bücker, EMSCHERKUNST.2010, EURO ROCK, Filmstiftung NRW GmbH, Jugend Architektur Stadt e.V., Stadt Recklinghausen / Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, Jugendhof St. Katharina, Jugendkunstschule Wanne-Eickel e.V., Kulturwerkstatt Bottrop, Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Kunststudenten vom Projekt BASIS EMSCHERKUNST.2010, raumlaborberlin mit Erik Göngrich, rocko e.V., Stadtteilbüros "Soziale Stadt" in Oberhausen-Lirich, Bottrop-Ebel, Herne-Bickern/Unser Fritz, Ziegenmichel e.V.

