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07.02.2012

Erklärung der RUHR.2010 GmbH in Liquidation vom 31. Januar 2012: Stiftung RUHR.20210 kann Nachhaltigkeit der Kulturhauptstadt fördern

Die Entscheidungsgremien der RUHR.2010 GmbH haben Ende des Jahres 2011 beschlossen, Restmittel in Höhe von rund 580.000 Euro auf die unselbständige Stiftung RUHR.2010 zu übertragen. Die treuhänderische Verwaltung des Stiftungsvermögens liegt bei der RUHR.2010 GmbH in Liquidation. Die Träger der RUHR.2010, Regionalverband Ruhr, Land Nordrhein-Westfalen, Initiativkreis Ruhr und Stadt Essen können damit entsprechend der Stiftungssatzung Nachfolgeprojekte der Kulturhauptstadt unterstützen. Entscheidungsgremium hierfür ist der mit dem Aufsichtsrat der GmbH personenidentische Verwaltungsrat der Stiftung, der Anfang März zu seiner ersten Sitzung in diesem Jahr zusammentrifft. Ihm gehören unter Vorsitz von Dr. Wulf Bernotat unter anderem Regionaldirektorin Karola Geiss-Netthöfel, Oberbürgermeister Reinhard Paß und Kulturministerin Ute Schäfer an.

Entsprechend den Zielen der RUHR.2010 können mit diesen Mitteln die kooperativen Strukturen der Städte, der freien Kulturinstitutionen, der Festivals und der regionalen Netzwerke gefördert werden, um so die Kulturmetropole Ruhr als Ganzes fortzuentwickeln. Auch in der Stiftungssatzung wird grundsätzlich die „Fortentwicklung der kommunalen und regionalen Kulturstrukturen“ als Zweck benannt.

Die RUHR.2010 GmbH befindet sich nunmehr in Liquidation. Je nach Verlauf ist es möglich, dass bis Ende des Jahres 2012 weitere Restmittel in Höhe von bis zu 400.000 Euro zur Verfügung stehen. Daher ist der Vorschlag entwickelt worden, dass nicht wie ursprünglich vorgesehen die Stadt Essen, sondern die 2009 gegründete Stiftung auch diese Restmittel erhält. Der entsprechende Vorschlag zur Änderung des Gesellschaftsvertrages ist im Dezember 2011 im Aufsichtsrat der RUHR.2010 erörtert worden und wird nunmehr auch in den Gremien der Stadt Essen beraten. Der Rat der Stadt wird hierüber im März 2012 befinden, auch im Lichte des bis dahin entwickelten Fördergerüstes der Stiftung. 

Die Gesellschafter haben schon bei der Gründung der RUHR.2010 GmbH auf eine nachhaltige Wirkung Wert gelegt und die Laufzeit im Gesellschaftsvertrag bis zum Jahr 2012 konzipiert. Als Ziel der RUHR.2010 wurde bereits 2007 im Gesellschaftsprofil „die Entwicklung von nachhaltig wirkenden Strukturen für die Kulturmetropole Ruhr und der effektive Einsatz der bereitgestellten sowie weiterer zu akquirierender Finanzmittel“ benannt. Dass jetzt zur Verwirklichung dieses Ziels Restmittel zur Verfügung stehen, hat mit folgenden Faktoren zu tun:

-          Mehrere Risikofaktoren, für die Rückstellungen gebildet worden sind (z.B. Großereignisse 2010 wie Stillleben, Abschlussfeier, mögliche Rückforderungsansprüche von Förderern), haben sich nicht realisiert.

-          Eine Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat früher als geplant neue Beschäftigungen gefunden.

-          Auch im Jahr 2011 konnten Förder- und Sponsorenmittel akquiriert werden, mit denen zuvor nicht sicher gerechnet werden konnte.

Der Verwaltungsrat wird im März erste Grundsatzentscheidungen über die bereits vorhandenen Mittel treffen. Für Ende August ist eine zweite Sitzung geplant.