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04.10.2010

Europa InTakt.2010 startet am 6. Oktober in Dortmund

Foto: Thomas Lange/herrlange.de

Foto: Thomas Lange/herrlange.de

RUHR.2010 ist Kulturhauptstadt von allen und für alle. Unter dem Motto "Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" sollen Impulse für den Brückenschlag in den Köpfen und Herzen der Ruhrgebietsbevölkerung ausgehen. Kultur kennt keine Barrieren: Musik, Konzerte, Theater, Feste, Gottesdienste und Sportveranstaltungen - sie alle verbinden die Menschen.

"Exklusiv Inklusiv" heißt das Motto vom 6. bis 9. Oktober in Dortmund, denn dann startet das Kulturhauptstadtprojekt "Europa InTakt.2010". Die Veranstaltung steht für Inklusion von Menschen mit Behinderung und für die aktive Teilhabe aller am Kulturleben der Gesellschaft.

Das gemeinsame Erlebnis baut Brücken zwischen den Menschen. Dies wird bei Europa InTakt.2010 zu erleben sein. In drei Bereichen befasst sich das Projekt mit dem Thema der musikalischen Kulturarbeit mit Menschen mit Behinderung:

In insgesamt 15 Workshops mit Dozenten aus Deutschland, England und Frankreich werden musikalisch-kreative und künstlerische Themen erarbeitet. Menschen mit und ohne Behinderung, künstlerische Laien und Profis arbeiten gemeinsam an musikalischen Prozessen, mit dem Ziel künstlerisch-ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen und die kreative Kompetenz aller Teilnehmer zu stärken.

Sechs Konzerte finden an vier verschiedenen Orten in Dortmund statt. Sie repräsentieren verschiedene Aspekte der musikalischen Arbeit, die den Facettenreichtum der musikalischen Arbeit von Menschen mit und ohne Behinderung verdeutlichen. Künstler mit Behinderung nehmen nicht nur am Rande von dem kulturellen Leben teil, sondern sie sind aktiver Teil.

Ein Konzert im Audimax der TU Dortmund eröffnet Europa InTakt.2010 am 6. Oktober. Hier wird das von dem jungen Hamburger Komponist Sascha Lino Lemke geschriebene Stück von der französischen Gruppe "Les Percussions de Treffort" uraufgeführt.

Ein Kongress mit hochrangigen Referenten wie Prof. Dr. Max Fuchs, Präsident des Deutschen Kulturrates und Prof. Ellen Dissanayake, Seattle reflektiert die Bedeutung der Kulturarbeit für Menschen mit Behinderung, die aktuellen Entwicklungen und die politischen Ziele der künstlerischen Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Der Kongress besteht aus zwei Elementen: Zum einen wird in Vorträgen die Positionierung über der Kulturarbeit von Menschen mit Behinderung in den derzeitigen gesellschaftlichen Diskussionen reflektiert. Zum anderen werden Fragen über die gesellschaftliche Verortung von künstlerischer Arbeit von Menschen mit Behinderung gestellt sowie die Entwicklung dieser Arbeit in den nationalen und internationalen Kontext gestellt.

Bereich 1: Laboratorien Musik: Workshops
In Workshops mit Teilnehmern aus sieben Ländern Europas treffen sich Musikerinnen und Musiker mit und ohne Behinderung, um mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern traditionell und experimentell an musikalischen Themen zu arbeiten. Beteiligte Künstler sind Wolfgang Stange, London; Alex Feng, Oakland; Jane Bentley, Glasgow; Timucin Gürer und Tugay Basar, Istanbul u.a.
Ein Abschlusskonzert im Rathaus Dortmund am 9. Oktober um 17.30 Uhr präsentiert die Ergebnisse im öffentlichen Raum.

Bereich 2: Konzerte der Sonderklasse
Sechs Konzerte an vier Orten in Dortmund zeigen musikalische Produktionen integrativer Musikgruppen aus verschiedenen Ländern Europas. Ungarn und Frankreich, Polen, und Litauen, Dänemark, Italien und Deutschland sind mit unterschiedlichen Musikstilen von Renaissance-Musik bis Rock vertreten.

Bereich 3: Internationaler Kongress - Inklusion: Kulturarbeit und Menschen mit Behinderung
Inklusion von Menschen mit Behinderung ist ein regionales, nationales und internationales Thema. Wie Inklusion durch und mit Musik in den Ländern Europas gedacht und gemacht wird - das wird im Rahmen des Kongresses zusammengetragen und reflektiert. Die Qualität künstlerischer Arbeit mit Menschen mit Behinderung ist dabei ein zentrales Thema. Insgesamt werden 8 Projekte präsentiert und diskutiert.
Der Kongress bringt Theorie und Praxis, Politik und Kunst, Hochschule und Berufsfeld, Musik und Gesellschaft zusammen. Filmpräsentationen von aktuellen künstlerischen Projekten  runden die Veranstaltung ab.

Die Veranstaltung "Europa InTakt.2010" wird durchgeführt vom Lehrstuhl Musikerziehung und Musiktherapie in Rehabilitation und Pädagogik bei Behinderung an der Fakultät Rehabilitationswissenschaften der Technischen Universität Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Weiterbildung der Technischen Universität Dortmund.

Partner des Projektes sind: Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, Technische Universität Dortmund, Lions Clubs International, Landschaftsverband Rheinland, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung BKJ

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite Europa InTakt.2010.


Downloads:

Europa InTakt.2010 Programmflyer Konzerte (PDF; 742 KB)
Europa InTakt.2010 Programmflyer Kongress (PDF; 729 KB)
Europa InTakt.2010 Broschüre (PDF; 3,41 MB)
PI Europa intakt.2010 Lions Club
(PDF; 546 KB)


Jede Vision braucht Menschen, die an sie glauben. Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 dankt ihren Hauptsponsoren:
Deutsche Bahn AG, E.ON Ruhrgas AG, HANIEL, RWE AG, Sparkassen-Finanzgruppe

Pressekontakt:

RUHR.2010 GmbH 
Marc Oliver Hänig
Telefon: +49 (0)201 888 2099
Fax:      +49 (0)201 888 2043
Mobil:    +49 (0)170 915 7891
E-Mail:   MARC.OLIVER.HAENIG@RUHR2010.DE

Europa InTakt.2010
Prof. Dr. Irmgard Merkt
Telefon: +49 (0)231 755 4583
Fax:      +49 (0)231 755 4584
E-Mail:   irmgard.merkt@uni-dortmund.de