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19.10.2010

Kreativwirtschaft nachhaltig international vernetzen

Logo ecce

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Wer in der Kreativbranche arbeitet, findet seine Kunden meistens in der unmittelbaren regionalen Umgebung. Doch selbst wenn die eigene Arbeit längst internationales Niveau erreicht hat, bleibt der Aktionsradius oft lokal begrenzt. Anders gesagt: Wer als Kreativarbeiter auf europäischer Ebene die richtigen Kontakte knüpfen will, braucht auch ein entsprechendes Netzwerk und das nachhaltig. Genau dafür schafft ecce in Kooperation mit der Creative Industries Development Agency in Huddersfield und der Creative Factory Rotterdam jetzt im Herbst 2010 die Basis, auf der ab 2011 das European Creative Business Network (ECBN) starten soll.

Wie das konkret aussehen kann, darüber haben am vergangenen Wochenende mehr als 30 Personen von Organisationen der Kreativwirtschaft aus ganz Europa debattiert. Vertreten waren nicht nur die ebenfalls amtierende Kulturhauptstadt Europas Pécs und die zukünftige (2013) Kulturhauptstadt Košice, sondern eine Vielzahl von Institutionen, welche die Ziele und Vorhaben von ecce widerspiegeln und somit beste Bedingungen für Netzwerkarbeit auf europäischer Ebene schaffen: Hervorzuheben sind Creative Factory aus Rotterdam, Creativity Zentrum aus Bilbao, ADDICT Creative Industries Portugal aus Porto, South West Screen - Regional Development Agency aus Großbritannien, Generator Sverige National Agency aus Stockholm, CIS Creative Industries Styria aus Graz, Istanbul Koleksiyon und Developer creative quarters aus Belgrad.

Innerhalb eines Kickoff Workshops in Essen erarbeiteten die internationalen Vertreter die Funktion und Notwendigkeit von ECBN "European Creative Business Network" sowie die Hauptziele des Netzwerks und fassten drei wichtige Punkte als Arbeitsergebnis zusammen:

Firmen der Kreativbranche benötigen für internationalen Erfolg Serviceanbieter vor Ort für
- preiswerte Räume zum Arbeiten und Wohnen,
- schnellen Zugang zu Kunden vor Ort, um die Markterschließung zu vereinfachen und
- Know How bei Steuerabgaben und Verwaltungsregelungen vor Ort in dem noch fremden Markt.

"Wir freuen uns, dass ecce 30 Netzwerk-Partner aus ganz Europa begrüßen durfte und dass dieser Workshop zu einem konkreten Ergebnis geführt hat. Das generiert Nachhaltigkeit und neue Optionen für das Ruhrgebiet durch internationales Interesse auch nach der Kulturhauptstadt. Dieses Auslandsinteresse treibt die Aufbauarbeit vor Ort  weiter voran und erhöht die Anziehungskraft der Metropole Ruhr", so Bernd Fesel, Stellvertretender Direktor des European Centre for Creative Economy | ecce - ein Institut der RUHR.2010 GmbH.

Wichtig für  den Einstieg der Existenzgründer in ausländische Märkte ist, den Kostenfaktor und das Risiko niedrig zu halten. Gerade hier bietet sich das Ruhrgebiet für internationale Unternehmer aus der Kreativwirtschaft an. Denn die Stärke dieser Region, ist - der im Gegensatz zu anderen europäischen Städten und Ballungsräumen - vorhandene Raum, der zur Verfügung steht sowie die im europäischen Vergleich geringen Kosten.

Dazu Leon van Loon (Dutch Creative Residency Network - Rotterdam): "Im Hinblick auf den Strukturwandel der Schwerindustrie zur Dienstleistungsgesellschaft und webbasierten Wirtschaft, ist das Ruhrgebiet eine der führenden Regionen. Viele Regionen in Europa kämpfen mit Industrieabbau, aber die Metropole Ruhr handelt aktiv und baut innovative Strategien auf, um in den Wirtschaftsbereichen von morgen genauso leistungsstark zu sein, wie innerhalb der Schwerindustrie in der Vergangenheit."

Beispiele für Residenzen im europäischen Ausland gibt es unter anderem in Bilbao und Porto, Amsterdam, Luxemburg und Dublin, Graz oder Warschau. Ein konkretes Netzwerkbeispiel ist die Residenz in Košice. Die Kulturhauptstadt 2013 wird vom 31. Oktober bis zum Januar 2010 innerhalb des Kulturhauptstadt-Programms eine Künstlerresidenz für Künstler aus der Medienkunst sowie der Bildenden Kunst anbieten.

Der Theorie folgte die Praxis: Am zweiten Tag des Workshops erlebten die internationalen Teilnehmer bei einer Tour durch das Ruhrgebiet konkrete Beispiele für "Raum für Kreative". Angefahren wurden in Essen die Zeche Zollverein, in Bochum das Viktoria.Quartier sowie das Dortmunder U.

Beeindruckt vom Ruhrgebiet zeigte sich Anamaria Wills, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer der Creative Industries Development Agency (CIDA): "Die CIDA ist überaus erfreut über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ruhrgebiet. Nachdem wir schon vor über 10 Jahren mit großer Freude den Wandel der Zeche Zollverein beobachten konnten, sind wir heute tief beeindruckt von dem nachhaltigen Einsatz und der kreativen Erneuerung. Wir glauben, dass ECNB eine kreative und innovative Dynamik in die Bemühungen der Metropole Ruhr bringt, die wir erfolgreich für ganz Europa nutzen können."

Weitere Informationen und kreative Köpfe finden Sie auf der Homepage von ecce: www.2010lab.tv

Jede Vision braucht Menschen, die an sie glauben. Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 dankt ihren Hauptsponsoren:
Deutsche Bahn AG, E.ON Ruhrgas AG, HANIEL, RWE AG, Sparkassen-Finanzgruppe

Pressekontakt:

RUHR.2010 GmbH
Marc Oliver Hänig
Pressesprecher
Telefon: +49 (0)201 888 2099
Mobil:    +49 (0)170 915 7891
E-Mail: marc.oliver.haenig@ruhr2010.de

Medienkontakt ecce | european centre for creative economy 
Astrid Wellenberg
Radar Musik & Unterhaltungs GmbH
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ecce ist ein Institut der RUHR.2010 GmbH
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Fax +49 (0)231 222275 01
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