Mehr als 1.800 Projektideen erreichen RUHR.2010 bis zum Ende der Bewerbungsfrist.
Zum Ende der Bewerbungsfrist am 31. Oktober sind bei der RUHR.2010 mehr als 1.800 Projektvorschläge eingegangen. In den letzten Tagen war der Ansturm unerwartet hoch.
Die Folge: Im Büro der künstlerischen Leitung stapeln sich die Mappen und Modelle, aber auch Pralinenschachteln oder meterlange Papier- und Stoffrollen. Denn zahlreiche Projekte haben mit ungewöhnlichen und neuartigen Präsentationsformen aufgewartet.
Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH: „Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Kulturinstitutionen, Künstler und Kulturschaffende an der Kulturhauptstadt beteiligen wollen. Uns wird die Auswahl sehr schwer fallen. Doch wir können nur einen geringen Anteil aller eingereichten Projekte realisieren“.
Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH: „Das Direktorium der RUHR.2010 hat für die Bearbeitung der Projektvorschläge drei wesentliche Kriterien vorgesehen: Die Kulturhauptstadtprojekte müssen nachhaltig sein, modellhaft für Europa stehen und das Ruhrgebiet verknüpfen. Letztlich geht es um die Entwicklung einer Gesamtdramaturgie, die für die Besucher aus nah und fern übersichtlich und verständlich ist“.
Die Projektvorschläge verteilen sich auf die verschiedenen Themenfelder der Kulturhauptstadt. An der Spitze liegt das Themenfeld Stadt der Möglichkeiten mit über 500 Einreichungen, gefolgt von der Stadt der Kulturen und der Stadt der Künste. Für die Stadt der Kreativität liegen mehr als 100 Projekt-Ideen vor.
Die von der RUHR.2010 ausgewählten Ideen werden daraufhin geprüft, ob sie mit den Großprojekten der Kulturhauptstadt (z. B. Schachtzeichen, Sperrung A40) oder auch untereinander in Verbindung gebracht werden können. Neben den Projekten, die von der RUHR.2010 eine endgültige Absage erhalten, wird es auch solche geben, die bei den städtischen Programmen zur Kulturhauptstadt Berücksichtigung finden können, etwa im Rahmen von Local Heroes oder von TWINS2010. Diese Vorschläge werden in Rückkoppelung an die Kulturhauptstadtbüros in den 52 Ruhrgebietsstädten weitergeleitet.
Nach der jetzt eingegangenen Fülle von Ideen oder Anfragen wird sich die Bearbeitung bis in das Jahr 2008 hinziehen. Doch schon ab November werden die Projekteinreicher nach und nach von RUHR.2010 hören.
