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19.07.2011

Mit Kultur zur Metropole? Evaluation der Kulturhauptstadt

Foto: Matthias Duschner

Foto: Matthias Duschner

Das Zentrum für Kulturforschung - ZfKf (Bonn) und ICG Culturplan (Berlin) haben die Kulturhauptstadt RUHR.2010 evaluiert. Der Evaluationsbericht unter dem Titel: "Mit Kultur zur Metropole? Evaluation der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010" liegt nun vor.

Gegenstand der Evaluation sind das Programm und die Strukturen der Kulturhauptstadt. Dokumente und Studien der RUHR.2010 GmbH und Untersuchungen Dritter wurden ausgewertet. Das ZfKf hat Gespräche mit mehr als 35 Schlüssel-Personen, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der RUHR.2010 GmbH, Künstlern und Künstlerinnen, Kunstvermittlern, kommunalen Kulturverwaltern, Politikern aus Kommunen und Landesregierung, Journalisten und Verbandsvertretern, geführt.

Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH:
"Wir haben eine Evaluation von RUHR.2010 in Auftrag gegeben, um anhand empirischer Methoden ergründen zu lassen, ob die Kulturhauptstadt ihre gesetzten Ziele erreicht hat. Die Evaluation zeigt, dass RUHR.2010 eine Erfolgsgeschichte ist. Diese reicht weit über das Jahr 2010 und den Kulturbereich hinaus. Die Metropole Ruhr hat die Chance, nach der Internationalen Bauausstellung Emscher Park und der Kulturhauptstadt gestärkt in ein neues Dekadenprojekt einzutreten. Dafür bietet die Kulturhauptstadt den entscheidenden Treibstoff: Ein neues Bewusstsein vom Ganzen."

Die Evaluation kommt zum Ergebnis, dass das Kulturhauptstadtjahr für die Entwicklung der Metropole Ruhr wirksame Netzwerkstrukturen geschaffen hat. Dies kann Basis für ein gemeinsames Handeln der Ruhrstädte in Kulturpolitik und Strukturentwicklung sein, wenn die Netzwerke ausreichend verankert und weiter gepflegt werden.

Besondere Aufmerksamkeit richtet die Evaluation daher auf die Frage, ob die entstandenen Strukturen nachhaltig und dauerhaft sind. In der Programmentwicklung für Kultur muss weiter überkommunal agiert werden. Das Kulturmarketing muss in die Strategie zur Metropolenentwicklung eingebunden werden. Ressourcen sollten weniger für weitere Kulturereignisse und einmalige Events als vielmehr für die Arbeit von Netzwerken, in der kulturellen Infrastruktur und im Marketing eingesetzt werden.

Der Evaluationsbericht steht ab sofort als PDF zum Download bereit.

Eine CD mit dem Evaluationsbericht sowie weiterführenden Befragungen und Untersuchungen zur Kulturhauptstadt ist kostenfrei per E-Mail (info@ruhr2010.de) bestellbar.

Pressekontakt Zentrum für Kulturforschung / ICG Culturplan:
Prof. Dr. Dieter Haselbach
Tel: 0163 / 3633-105

Pressekontakt RUHR.2010:
Helen Weißenbach
Tel: 0201-888 2057
Mobil: 0171-8642256
E-Mail: helen.weissenbach@ruhr2010.de