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05.11.2008

RUHR.2010 präsentiert Programmplanungen in Brüssel

Prof. Karl-Heinz Petzinka, Direktor für das Themenfeld Stadt der Möglichkeiten

Prof. Karl-Heinz Petzinka, Direktor für das Themenfeld Stadt der Möglichkeiten

Die Kulturhauptstadt Europas 2010 ist eine Metropole im Werden. „Essen für das Ruhrgebiet“ ist bei den Planungen bereits weit fortgeschritten. Den Stand der Dinge mit den ersten 150 Projekten und 1.500 Veranstaltungen, zusammengefasst im druckfrischen Programm „Buch eins“, präsentieren Geschäftsführer Dr. h.c. Fritz Pleitgen und Prof. Karl-Heinz Petzinka als Künstlerischer Direktor beim Themenabend „Stadt der Möglichkeiten“ am Mittwoch, 05. November, in der NRW-Landesvertretung in Brüssel.

Unter dem Leitmotiv „So haben Sie Ihre Metropole noch nie gesehen!“ stimmt schon der von Zeitsprung (Deutscher Fernsehpreis für „Contergan“) produzierte Imagefilm in emotionalen Bildern auf die neue Kulisse des Ruhrgebiets ein. Einen Perspektivwechsel von der Vergangenheit zur Zukunft veranschaulichen auch ausgewählte Projekte. So trifft der Gasometer von Oberhausen die Hagia Sofia in Istanbul: Die Industrie-Kathedrale soll 2010 mit Kongress und Ausstellung zum Thema Weltreligionen ein „Tempel des Glaubens“ werden. Ein anderer Ort der Begegnung ist der Baldeneysee, seit nunmehr 75 Jahren Oase der Naherholung in Essen. Die zu Grunde liegende Verwandlung vom Fluss zum See ist Vorbild für die Lippe bei Dorsten, die im Bereich eines Auskiesungsgebiets gestaut werden kann zu einem „Tegernsee des Nordens". In Dortmund wiederum bricht der Phoenixsee auf zu neuen Ufern – als Musterbeispiel einer hohen ökologischen und ästhetischen Gestaltungsgüte beim Wohnen, Arbeiten und in der Freizeit. Im neuen Ruhrgebiet, so die Botschaft zur nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität, werden die Menschen ans Wasser gebracht und das Wasser an die Menschen. Noch ein unkonventioneller Beitrag zum Thema „schöner stauen“? In jeder Metropole gibt es eine Rush-Hour. In der Metropole Ruhr wird die Schönheit der Straße A40/B1 entdeckt: Die Hauptschlagader des Reviers soll zum Spielfeld für Künstler und Stadtplaner werden, um die urbanen Landschaften beispielhaft für Europa zu veredeln getreu dem Motto der Kulturhauptstadt Europas 2010: „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“.

Das Konzept der vielfältigen Visionen wird an diesem Abend auch künstlerisch umgesetzt: In Dauerschleifen projizieren die Videokünstler Impulskontrolle zum Sound von DJ Matthias Fleskes aktuelle Impressionen aus der pulsierenden Metropole Ruhr auf die Leinwand. Parallel werden alte Filmchen aus den Zeiten ausgestrahlt, als der Pott noch kochte. Wie gesagt: Alles eine Frage der Perspektive.

Pressekontakt:
RUHR.2010 GmbH
Marc Oliver Hänig
Telefon: 0201/8882099
E-Mail: marc.oliver.haenig@ruhr2010.de