Das Rauschen im Medienwald
Stöbern Sie in journalistischen Schlagzeilen, Berichten und Kommentaren rund um die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 und die Metropole Ruhr:
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Medien-Rauschen März 2010 (in Auswahl):
"Allein im Januar haben sich die Anfragen bei Axel Biermann von der Ruhr Tourismus GmbH vervierfacht. Der oberste Fremdenführer des Reviers zählt auf: Die Kulturhauptstadt wird aktuell von den wichtigsten deutschen Städtetour-Anbietern beworben, zwölf Millionen Reisekataloge mit Hinweisen auf Ruhr 2010 sind unters Volk gebracht. (…) Die harten Zahlen dagegen verraten noch nicht, ob die Kulturhauptstadt am Ende mehr bewegt haben wird als die Herzen: Im letzten Jahr bekam die NRW-Tourismusbilanz einen Krisenknick, was allerdings vor allem an den Einbrüchen bei den Geschäftsreisen liegt, die im Revier nach wie vor rund 80 Prozent des Marktes ausmachen. Im November und Dezember sah es wieder nach Erholung aus. In Essen und Oberhausen machte, so Biermann, ein Plus beim Kulturtourismus das Minus bei den Geschäftsreisen sogar wett."
WAZ, Julia Emmerich / 12.03.2010Weitere Informationen zu Infos für touristen
"Das Kulturhauptstadtjahr bietet die Chance, zu punkten, das Angebot zielgenau zu vermarkten, Boden gut zu machen. Die Städteprospekte der Reiseveranstalter haben so viele Seiten fürs Revier reserviert wie nie zuvor. Ob das funktioniert, wird man in der Endabrechnung sehen. (…) Das Ruhrgebiet wird sich in Bayern, Thüringen oder Schleswig-Holstein noch lange mit einem Image herumschlagen müssen, das es nicht mehr verdient hat."
WAZ, Frank Preuß / 12.03.2010Weitere Informationen zu Infos für touristen
"Unsere Superstars. (…) Mit der "Helden"-Ausstellung präsentieren sich die acht Industriemuseen Westfalens neu. Dirk Zache, Direktor des Museumsverbunds, will Bildungspartnerschaften mit Schulen schließen, die über das Kulturhauptstadtjahr 2010 hinausreichen. 40 Schulklassen haben bereits in Hattingen mitgewirkt. Das Industriemuseum öffnet sich noch mehr und ist für Dirk Zache ein "außerschulischer Standort". Unterricht in Heldenkunde steht an. (…) Neu ist allerdings, dass Kurator Dietmar Osses nicht nur deutsche Helden in Position rückt. Weil im Ruhrgebiet rund 25 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund haben, wissen viele nicht, wer Siegfried und Hermann sind. Also erhalten die "germanischen Heroen" aus Nibelungenlied und Varusschlacht neue Kollegen. Der Dalai Lama, Papst Johannes Paul II und Mustafa Kemal Atatürk, der Vater des modernen türkischen Staates, zählen dazu. (…) Ein Stelldichein unserer Heldenbilder, die um Idole der Menschen mit Migrationshintergrund erweitert werden. Abwechslungsreich arrangiert."
Westfälischer Anzeiger, Achim Lettmann / 11.03.2010Weitere Informationen zu Helden
"The Zollverein industrial complex in Essen Germany is regarded as the most beautiful coalmine in the world and since being chosen as one of the centrepieces of the European cultural capital year 2010 its fame has spread. The same applies to the region as a whole and the cities which make up the industrial Ruhr area around Essen are keen to use this opportunity to shrug off the grimy image especially since coal-mining is no longer the dominant sector."
Bangkok Post / 11.03.2010"Den Mythos Ruhr begreifen - RUHR.2010: Die Vision einer neuen Metropole aus vielen Städten. Die größte Vision der drei Kulturhauptstädte hat das Ruhrgebiet formuliert. Alle klassischen Metropolen sind aus einem Zentrum heraus gewachsen. In der Region New York leben 18 Millionen Einwohner, aber die Besucher denken nur an Manhattan. Nicht anders ist es in London, Paris oder Rom. RUHR.2010 dagegen will eine Metropole neuen Typs sein, die aus vielen Städten zusammenwächst und ihren Besuchern 200 Museen, 120 Theatern, 19 Hochschulen - und gleich drei Bundesligavereine mit einer Million Fans bietet. Mit dem Leitthema "Mythos - Ruhr begreifen" stellt RUHR.2010 - mit Essen an der Spitze - die Metropole Ruhr in historische Zusammenhänge. In der Tat ist die Region von vielen Mythen geprägt. Sie erzählen von Kohle und Stahl, Solidarität und Fußball, Einwanderung und Heimatverbundenheit. Das Programm der insgesamt 53 Veranstaltungsorte zeigt aber auch, wie die vorindustrielle Zeit das kulturelle Erbe prägte: Das Mittelalter, in dem der weltberühmte Essener Domschatz zusammengetragen wurde. Oder die Herrschaft der Äbtissinnen und Stiftsdamen, die fast tausend Jahre lang große Ländereien der Region bewirtschafteten. Der Mythos prägt heute auch die Kultur: Konzerte finden in alten Zechen statt. Manufakturen dienen als Plattform von Kunstinstallationen. Und großzügige Mäzene finanzieren ganze Museen wie das neue Folkwang-Museum in Essen."
Berliner Zeitung / 09.03.2010"Ein neues starkes Stück Theater bei RUHR.2010. Das Ruhrgebiet macht Theater. Gerade hatten die regionalen Bühnen mit ihrer "Odyssee" einen starken Auftritt, jetzt präsentiert "Theater der Welt" sein ungewöhnliches Programm. Vom 30. Juni bis 17. Juli zeigen Künstler aus Taipeh und Budapest, Alexandria, Genf, Kapstadt und Manila 32 Produktionen, die Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst und Film mischen."
WAZ, Gudrun Norbisrath / 06.03.2010Weitere Informationen zu Theater der Welt
Weitere Informationen zu Odyssee Europa
"Die Impulse der IBA aufzunehmen und den Prozess der Urbanisierung zu befördern, kann ebenso wenig Aufgabe einer einzelnen Stadt sein wie der Ausbau eines Nahverkehrssystems oder das Herausbilden eines Images von globaler Ausstrahlung. In einem einzigen Jahr ist das nicht zu leisten, doch kann die Europäische Kulturhauptstadt dem Ruhrgebiet helfen, seine Identität zu stärken und zu einer polyzentrischen Großstadt zusammenzufinden. Dann könnte sich ändern, was Joseph Roth bereits im kritischen Blick hatte: "Jede Stadt hat ihr Theater, ihre Andenken, ihr Museum, ihre Geschichte. Aber nichts von diesen Dingen hat erhaltende Resonanz. Denn die Dinge, die historischen (sogenannten 'kulturellen') leben vom Echo, das sie nährt."
.de magzin - deutschland, Andreas Rossmann / Februar/März, Nr. 1 2010"Essen macht Spaß! Das gab's noch nie: eine Party mitten auf der Autobahn! Und das alles zu Ehren des gesamten Ruhrgebiets, das zur Kulturhauptstadt 2010 gekrönt wurde. Höhepunkt der Feiern rund ums Jahr wird am 18. Juli das Fest auf der A 40 sein. Zwischen Duisburg und Dortmund-Hörde wird auf der gesperrten Autobahn eine 60 km lange Tafel aus 20 000 Tischen aufgebaut und Deutschlands verkehrsreichste Straße für einen Tag zum autofreien Boulevard. (…) Mein lieber Scholli, ganz schön was los im Ruhrpott!"
Bild der Frau, Blacky Neubauer / 05.03.2010Weitere Informationen zu Still-Leben Ruhrschnellweg
"Kunst an "Starken Orten" - die Künstlerbünde des Ruhrgebiets haben sich zu einer großen Ausstellungsserie verbündet. (…) Ein Künstlerbund ist eine Unwahrscheinlichkeit mit Statuten, ein Paradox fast bis zum Himmel hoch. Maximalindiviualisten wie Künstler sollen als Mannschaft stürmen, das riecht nach zweiter Liga. Schließlich sind die Eifersüchteleien rund um die allfällige Jahresausstellung ihr herausragendes Merkmal. Aber diesmal ist alles ganz anders. Über ein Dutzend Künstlerbünde aus dem gesamten Ruhrgebiet haben sich zusammengeschmiedet für ein Kulturhauptstadt-Projekt, das erfüllt, was andere nur behaupten: Es bringt neuen Schwung in die Revierszene, die sich selber besser kennen lernt; und es zeigt mit heimischen Akteuren, wie kunststark die Region ist."
WAZ, Jens Dirksen / 04.03.2010Weitere Informationen zu Starke Orte
"Weltausstellung in Shanghai. Ein Stück Revier im Reich der Mitte: Unser schöner U-Turm wird bald auch die Chinesen begeistern. Marion Conrady (39), Sprecherin des Deutschen Pavillons: "Einer unserer Räume beschäftigt sich mit dem Thema Kultur. Dort wird auch das vier Meter große Modell zu sehen sein. Das haben wir mit der RUHR.2010 so vereinbart." (…) Der Deutsche Pavillon (6000 Quadratmeter) in Shanghai bietet bis zu 46 000 Besuchern Platz."
BILD / 02.03.2010Weitere Informationen zum Dortmunder U
"Olaf Metzel, der an der Akademie der Bildenden Künste in München Bildhauerei lehrt, hat im Vorfeld seines Projekts monatelang die Zeitungen des Ruhrgebiets abonniert, Artikel ausgeschnitten, Headlines markiert und daran seine Zeitdiagnose festgemacht. Die Schau spiegelt das Konzept dieser Recherche im Kontext des Kulturhauptstadt-Großprojekts: »Mapping the Region« - also eine Vermessung der Jetztzeit mit künstlerischen Mitteln. Metzel unternimmt sie so einfach wie wirkungsvoll, (…) Seine Installationen sind Zeitkapseln, Monumente der Vergänglichkeit - voller Gegenwart und daher auch etwas unberechenbar in ihrer Halbwertszeit."
Kunstzeitung, Astrid Mayerle / 01.03.2010Weitere Informationen zur Ausstellung Olaf Metzel. Noch Fragen?
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Medien-Rauschen Februar 2010 (in Auswahl):
"Warum denn in die Ferne schweifen? (…) Immer mehr Deutsche verbringen ihren Urlaub im Inland. Aus gutem Grund: Schließlich bietet Deutschland für Urlaubswillige viel Abwechslung. (…) Weit oben auf der Reiseliste steht für manchen beispielsweise das Ruhrgebiet. Als Kulturhauptstadt Europas bietet das ehemalige Kohlerevier viele Varianten, eine einst verschmähte Industrieregion auf eine völlig neue Weise kennen und lieben zu lernen."
Sonntag Aktuell, Ulrich Bethscheider-Kieser / 28.02.2010"Blühende Wiesen und legendäre Zechen. Die Ruhr-Region ist Europäische Kulturhauptstadt 2010. Auf dem Ruhrtal-Radweg, der seit Januar zu den vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zertifizierten Vier-Sterne-Routen gehört, kann man die Denkmäler der Industriekultur ansteuern. Grau, viel Industrie - so stellen sich viele das Ruhrgebiet vor. Doch wer auf dem Ruhrtal-Radweg unterwegs ist, trifft auf ein idyllisches Flusstal, und hinter Bäumen und Wiesen ragen noch die Schornsteine alter Industrieanlagen hervor. Sie erzählen die Geschichte vergangener Zeiten. (...) Der Wechsel von Natur und Industriekultur macht den Reiz des Radweges aus, vor allem auf der knapp 100 Kilometer langen Strecke zwischen Schwerte und Mülheim."
Wiesbadener Kurier, Karin Kura / 27.02.2010"Theater-Marathon zur RUHR.2010 (…) Odysseus als Chiffre des modernen Europäers. Die neue "Odyssee", ein Puzzle aus sechs unterschiedlichen "Gesängen", wird jetzt an sechs Theatern der Region im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 hör- und sichtbar. (…) Die Nacht zwischen den Tagen können die Besucher, falls sie sich dafür entscheiden, als Gäste privater Gastgeber verbringen: Statt Circe und Polyphem wartet moderne Gastfreundschaft an der Ruhr auf den modernen Odysseus."
Neue Osnabrücker Zeitung, Günther Hennecke / 26.02.2010Weitere Informationen zu Odyssee Europa
"Ein Kriminalfall als Annäherung an das Mittelalter im Ruhrgebiet (…) Eine große Mittelalter-Ausstellung erinnert im westfälischen Museum für Archäologie Herne an Zeiten, als das Ruhrgebiet ein Burgenland war: "AufRuhr 1225". (…) 800 Ausstellungsstücke auf 1500 Quadratmetern Fläche. Zwar kommen einige Schätze von weit her, doch drei Viertel der Exponate stammen aus der Region selbst - schlagender Beweis gegen das weitverbreitete Klischee, im Ruhrgebiet habe sich vor 1850 kaum Erinnernswertes abgespielt und es gebe im Boden nichts als Dreck und Kohle zu finden."
Süddeutsche Zeitung, Martin Kuhna / 26.02.2010Weitere Informationen zur Ausstellung AufRuhr 1225
"Als einer der schillerndsten Beiträge zum Projekt Kulturhauptstadt erweist sich das Projekt "Zeitinsel" des Dortmunder Konzerthauses. Der gefeierte türkische Pianist und Komponist Fazil Say wird sich hierbei in mehreren Konzerten von seinen verschiedenen Seiten darstellen: Als ausgezeichneter klassischer Pianist, als erzmusikantischer Jazzer und als Komponist von symphonischer Breite. Die Uraufführung seiner "Istanbul-Symphonie" am 13. März ist dabei sicherlich ein Höhepunkt."
Süddeutsche Zeitung, Helmut Mauro / 26.02.2010Weitere Information zu Zeitinsel Fazıl Say
"Dass das "Revier", wie die Industrieregion Ruhrgebiet einst genannt wurde, im Kulturhauptstadtjahr viel mehr zum Entdecken bietet als Führungen durch Zechen und Schachtanlagen, hat spätestens die ausgedehnte Eröffnung von David Chipperfields gelungenem Erweiterungsbau des Museums Folkwang in Essen bewiesen. Dass es neben den Museen aber auch abseits von Köln und Düsseldorf eine vielfältige vitale Galerienlandschaft gibt, lässt sich besonders gut in diesem für die Region so wichtigen Jahr entdecken. Viele der Galerien im Gebiet zwischen Alpen und Unna haben besonders engagierte Programme auf die Beine gestellt. (…) Es gibt noch viele Facetten der Kulturhauptstadt 2010 zu entdecken."
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Magdalena Kröner / 21.02.2010Weitere Informationen zu GrenzGebietRuhr.
Weitere Informationen zu Kunstvereinen in der Metropole Ruhr.
"Heuer fährt das Ruhrgebiet die Ernte seines Strukturwandels ein."
Der Standard, Michael Freund / 20.2.2010"Ruhrgebiet zeigt Vielfalt. Die kulturellen Schwergewichte reichen von A wie Aalto-Oper bis Z wie das Weltkulturerbe Zollverein. Nicht nur diese repräsentativen Einrichtungen werden Europa zeigen, was das Land zwischen Rhein und Ruhr an Kulturvielfalt zu bieten hat. (…) Die Region ist weder geschichts- noch gesichtslos. Die vielen Nuancen unvoreingenommen zu erobern, macht den Reiz aus. Der Besucher begibt sich 2010 auf eine Entdeckungsreise, die ihn erstaunen wird. Denn Stadt und Region sind nicht erst durch die Industrialisierung vor über 150 Jahren entstanden, sondern haben weitaus ältere Wurzeln, die über tausend Jahre zurückliegen."
Mittelbayerische Zeitung / 20.02.2010"Essen hat sich gemausert. Die Stadt an der Ruhr hat das Kohlenpott-Image abgelegt."
Märkische Allgemeine, Nicole Jankowski / 20.02.2010"Hier wird nicht gejammert. Aber es gäbe so viel Grund dafür: Das Ruhrgebiet feiert die Kulturhauptstadt, hat jedoch gar kein Geld mehr. Immer mehr Kommunen stehen vor dem Bankrott und legen in ihrer Not radikale, ja selbstzerstörerische Sparprogramme auf. Was bedeutet das für die Identität dieser Städte? Was sind sie noch, wenn man Kultur und Kunst einspart und die sozialen Leistungen zusammenstreicht? Und was bedeutet diese Krise für die Demokratie? Schließlich nehmen die Bürger den Staat vor allem vor der eigenen Haustür wahr. (…) "Abbau", das war im Pott früher ein fast schon romantisch umflorter Begriff, er stand für Arbeit, Kohle, Zechen. Heute hat das Wort einen Totengräberklang. Weshalb sie hier auch alle so froh sind um das Kulturhauptstadtjahr, dass man irritiert sein könnte. Ist das nicht ein Wanderzirkus? Ein kurzfristiges Feuerwerk? Alle, wirklich alle antworten dasselbe: bloß kein Spektakel. Bloß kein Schaulaufen. Man muss dieses Jahr für nachhaltige Veränderung nutzen. (…) Alle [Zeitungen] zitieren an diesem Tag Westerwelles Sätze von der spätrömischen Dekadenz. Rom ging unter anderem deshalb zugrunde, weil alle politischen und sozialen Strukturen über Jahrzehnte verwahrlosten. Noch mal zum Mitschreiben: Die kulturellen Ausgaben belaufen sich für Bund, Länder und Kommunen auf weniger als ein Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben. Bisher ist die kulturelle Landschaft der Bundesrepublik weltweit einmalig. Das dürfte, wenn die Entwicklung so weitergeht, in zwei Jahren Geschichte sein."
Süddeutsche Zeitung, Alex Rühle / 19.02.2010"Ganze Welt will zum Still-Leben"
BILD / 19.02.2010Weitere Informationen zu Still-Leben Ruhrschnellweg
"Vom Schmutze befreit sind Turm und Bleche. In Bottrop werden "Bergwerke und Hütten" von Bernd und Hilla Becher gezeigt. Ihr Werk tritt der aktuellen Tendenz zur Entwertung der Industriearchitektur entgegen. (…) Genau komponiert, wie die Aufnahmen den Blick für Konstruktionsweisen und Ordnungen schärfen, tritt die Ausstellung auch Trivialisierungstendenzen der Kulturhauptstadt, aus deren Programm sie herausragt, entgegen. Denn wie die Fotografien von Bernd und Hilla Becher einst die Industriedenkmalpflege angeregt haben, setzen sie heute, da sie zur Identität der Region gehören, ästhetische Maßstäbe. Klar und eindeutig stellen sie die Aussagekraft und Würde einer Architektur heraus, die in Gefahr ist, durch dekorative Aufsätze entstellt und entwertet zu werden."
FAZ, Andreas Rossmann / 15.02.2010Weitere Informationen zu Bergwerke und Hütten.
"Die Schimanski-Szenarien verschwinden so langsam im Fundus dieses Theaters namens Ruhrgebiet. (...) Die Bühne ist frei für neue Erzählungen, junge Familien in altem Bergarbeiterbackstein oder kühne Architektenhäuser hinter Hafenkaimauern, an denen eben noch die Pötte ankerten. Der Pott selbst trägt neue Kleider. Überrascht alle, die jetzt kommen, um doch wieder nur die alten Geschichten der Kumpel und deren Taubenschlägen zu hören. Diese klare Welt der kleinen Leute. Die Route der Wohnkultur spielt mit diesen Erwartungen, betritt sie durch den Haupteingang, um sie durch die Hintertür des Ungewohnten und Umgewohnten wieder zu verlassen. Das Ruhrgebiet als Patchwork der Wohn- und der Lebensentwürfe. Denn Wohnkultur (...) ist all das, was man gemeinhin Leben nennt. Und so ist die Route der Wohnkultur auch eine Allee des Alltäglichen. (...) Wer an den lokalen Führungen teilnimmt - üblicherweise werden vier oder fünf Projekte innerhalb einer Stadt besichtigt - begreift das Ruhrgebiet als einen Lebensraum im Auf- und Umbruch, ahnt seine Traditionslinien und merkt doch auch, wie sehr sich das Revier mit jedem und für jeden Bewohner verändert. (...) Das Ruhrgebiet als Megametropole voller Strukturwandelhallen also. Lauter Orte, so hofft man staunenden Auges, des lokalen Glücks."
Berliner Zeitung, Clemens Niedenthal / 13.02.2010Weitere Informationen zu Route der Wohnkultur.
"Stille Helden. Stell dir vor, es ist Kulturhauptstadt - und keiner bekommt's mit. So war's bisher nicht, zum Glück. Die ersten vier Wochen Heldentum sind gelaufen, vier Local Heroes vom Niederrhein kamen und gingen, die Veranstaltungen waren gut besucht. 15 000 Gäste besuchten allein die 89 Dinslakener Termine zum Auftakt der Local Heroes-Reihe. (…) Endlich standen auch Kommunen am Niederrhein, bei denen sich die Bezeichnung Kulturmetropole sonst nicht aufdrängt, im Zentrum der Kulturhauptstadt. Nur: Viele Menschen auf der Straße haben vom Heldenstatus ihrer Stadt gar nichts bemerkt."
WAZ, Anja Hasenjürgen / 12.02.2010"Das Revier der guten Ideen. Sie suchen noch ein Ziel für ein paar Urlaubstage? Verbringen Sie die schönste Zeit des Jahres doch mal vor der eigenen Haustür - statten Sie dem Ruhrgebiet einen Besuch ab. 2010 steht ganz im Zeichen der Metropole Ruhr. (…) Als offizieller Träger des Titels Kulturhauptstadt ist Essen natürlich Mittelpunkt des Geschehens. Doch eigentlich strotzt das gesamte Revier von Alpen bis Witten nur so vor guten Ideen. (…) eine Region lockt, die grüner, freundlicher und lebendiger ist, als viele glauben. Machen Sie sich selbst ein Bild!"
Echo der Frau / 10.02.2010"Das Wohnen in den Kerngebieten der Ruhrgebietsstädte hat seinen Reiz. Besser gesagt: wieder seinen Reiz. Denn lange Jahre fehlten zukunftsweisende Architektur-Ideen, um die eintönig wirkenden Innenstädte baulich aufzuwerten. Nun gibt es diese Ansätze, und schon kommen Stadtplaner und Architekten ins Revier, um sich anzuschauen, was wieder alles möglich ist. Das Revier mit architektonischem Vorbildcharakter - eine neue Erfahrung, an die vor wenigen Jahren nur wenige denken mochten. In diesem Jahr soll diese Wohnkultur nun einer großen Öffentlichkeit bewusster gemacht werden. (...) Die "Route der Wohnkultur" soll über das Jahr 2010 hinaus als ständige Besucherstrecke etabliert werden, verspricht Mirjam Flender, Pressesprecherin der Route der Wohnkultur. Somit könnte auch dieses Projekt helfen, den immer noch existierenden Revier-Klischees zu begegnen."
Süddeutsche Zeitung, Lars Bigge / 5.2.2010"Schön sieht, nach herkömmlichen Vorstellungen, anders aus, aber das Ruhrgebiet ist in Bewegung und dabei, sich neu zu (er-)finden."
FAZ, Andreas Rossmann / 5.2.2010"European Capital of Culture RUHR.2010 (...) Hundreds of highlights and events will reveal a surprising new side to die region."
The Times Malta / 5.2.2010"Maggie killed off our mining towns. The Germans used theirs to unearth new seams of culture and creativity. We celebrate the revival of a post-industrial region. (…) There is a whole industrial mythology in the Ruhr, and coal and the men who once extracted it symbolically underpin that mythology. Now that area is the subject of a massive development programme that will see it transformed into one of Europe’s most vital cultural centres. (…) I suspect the changes being undertaken in the Ruhr will have profound implications for former industrial landscapes and communities across not only Europe, but the world, from Duisburg to Detroit."
Time Out (London), Chris Waywell / 4.2.2010"Schon möglich, dass demnächst in London und New York öfter mal der Name Hagen fällt. Es wäre nicht der einzige Kunstort im Ruhrgebiet, der mehr internationale Beachtung verdient hätte. Im Duisburger Lehmbruck-Museum ist eine erstklassige Sammlung der Skulptur der Moderne zu sehen, das Josef-Albers-Museum in Bottrop hält die Bauhaus-Tradition wach, die Sammlung der Bochumer Ruhr-Universität hat eine ganze Kuratorengeneration mitgeprägt. Eine versteckte Perle ist das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna. Es wurde 2001 in einer ehemaligen Brauerei gegründet und kann neben einem Szeneliebling wie dem Berliner Boros-Bunker mühelos bestehen. (...) Eine ganze Region setzt der prekären Gegenwart große Pläne entgegen. In den kühnsten Träumen seiner Macher ist das Projekt RUHR.2010 für die 53 Städte und Gemeinden wohl das, was die Fußball-WM 2006 für ganz Deutschland war: Bühne für eine Aufhellung, eine fast magische Verwandlung, einen Identitätswechsel."
art - das kunstmagazin, Ralf Schlüter / 02/2010"Die Wunder von Essen. Vom mittelalterlichen Dom über Zeugen der Industrie bis zu modernster Museumsarchitektur: Eine Region präsentiert ihren Wandel. (...) Die Vergegenwärtigung der Vergangenheit ist das heimliche Motto der Kulturhauptstadt Essen und Ruhrgebiet. Das wird deutlich, wenn man in die Straßenhahn 107 steigt, die zur Kulturlinie erklärt wurde und in den Norden der Stadt fährt, wo einst der Reichtum der Kohle- und Stahlbarone erarbeitet wurde. Unterwegs schweift der Blick über endlose Reihen von Arbeitersiedlungen aus den 40er- 60er- und 80er-Jahen, für die sich noch kein Denkmalschützer interessiert. Dann kommt das zweite Wunder von Essen in den Blick: Die riesige Schachtanlage der Zeche Zollverein , die 1986 stillgelegt und 2001 von der Unesco zum Weltkulturerbe geadelt wurde. (...) Das riesige Gelände ist nur eine von vielen denkmalgeschützten Industrieanlagen im Ruhrgebiet: Vom Stahlwerk in Duisburg über den Gasometer in Oberhausen bis zu den Jugendstil-Maschinenhallen in Dortmund, Gladbeck und Bochum führt die Route der Industriekultur zu 25 Sehenswürdigkeiten. Ihnen allen soll mit Kultur neues Leben eingehaucht werden."
Die Presse, Eva Pfister / 3.2.2010"Zwei Kapitalen hat die Republik derzeit zu bieten. Mit einem kleinen Bindestrich, der zwischen West und Ost einen großen Unterschied markiert: die Kulturhauptstadt und die Kultur-Hauptstadt. Auf europäischer Bühne inszeniert sich Essen mit dem ganzen Ruhrgebiet als Vorzeigemetropole RUHR.2010. Deutschlands wahre Zentrale in Sachen Kunst, Theater, Musik, Design, Mode ist und bleibt jedoch mit Bindestrich Berlin. (…) Ob das viel beschworene Berlin-Prinzip auch andernorts Schule macht, muss sich erweisen. Fritz Pleitgen, Programmmacher der Kulturhauptstadt RUHR.2010, gibt sich optimistisch. Mit der Zeche Zollverein in Essen habe Nordrhein-Westfalen ein Exempel für die neue Branche statuiert. Das gigantische Gelände ist fest in der Hand Kreativer. Doch mitunter scheitern ihre hochfliegenden Pläne. Finanziell schnell am Ende war die private Zollverein School of Management and Design, für die das Tokioter Architekturbüro SANAA eigens einen extravaganten Neubau errichtet hatte. Die Luxusimmobilie übernimmt nun die Folkwang-Hochschule. Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist im Dortmunder U geplant. Das Kellerei-Hochhaus der alten Union-Brauerei wird gerade umgebaut. Der Medienkunstverein sowie Einrichtungen für kulturelle Bildung ziehen im Frühjahr ein, im September dann noch das Museum am Ostwall. Rund um das U sollen sich zudem Internet-Agenturen und hippe Companys gruppieren sowie das neue von Viva-Gründer Dieter Gomy geleitete European Centre for the Creative Economy."
Focus, Gregor Dolak, Gudrun Meyer / 1.2.2010/ nach oben
Medien-Rauschen Januar 2010 (in Auswahl):
"The driving forces in 2010 travel (...) Named one of three "European Cultural Capitals" for 2010, the city of Essen and the surrounding Ruhr region are awash in celebrations, festivals and new attractions that are expected to draw lots of tourists to Germany."
Philadelphia Inquirer, Shawna Vanness / 31.1.2010"Ruck in der Region. Düsseldorfer mal weghören: Wir sind Kulturhauptstadt! Und das ist gut so. In den Mauern der Local Heroes von Altenessen-Süd bis Xanten steppt der Bär und tobt das Kulturleben, durch die Region ist ein metropolitaner Ruck gegangen, und wenn der erste Tourist aus Paris oder Peking oder von den hawaiianischen Inseln uns Glasperlen hinschmeißt, werfen wir Strukturschlafwandler keine Briketts, sondern Mikro-Chips zurück. Ha! Obwohl... Egal. Wir sind unwiderstehlich. Fast der komplette Niederrhein, der zwar für einen richtigen Dortmunder die Hauptstadt Hollands ist, der schöne Niederrhein, wo ja bekanntlich die schönsten Schwarzbunten Deutschlands herkommen und man noch Kopfweiden anbetet, ist zum Ruhrgebiet konvertiert, weil es so strahlend schön ist. Und Kuhhauptstadt Europas Kleve kuschelt, und so exotische Orte wie Breckerfeld schmeißen sich an den European Hero ran, und das ist erst der Anfang. Wie die NRZ erfuhr, haben Tausende und durchaus namhafte große Bewerber fürs Kulturhauptstadt-Programm 2010 Abfuhren hinnehmen müssen. München weint, und Köln betrinkt sich vor Gram. Für gewöhnlich gut unterrichtete Kreise wollen erfahren haben, dass selbst die Alpen und die Nordsee an das Ruhrkulturgebiet hatten andocken wollen. Sie hatten keine Chance. Die Alpen blieben am Siebengebirge hängen und die Nordsee an einem Deich in Holland. Aber die Kulturhauptstadt hatte es sowieso nicht nötig."
NRZ, Kommentar von Jörg Bartel / 30.1.2010"Es war ein Kunstgriff, als sich Essen stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas beworben hat, und es war eine Sensation als Essen sich im April 2006 gegen den Mitbewerber Görlitz durchsetzte. Eine von der Industrialisierung geprägte und gezeichnete Region trug damit den Sieg davon vor einem städtebaulich-architektonischen Kleinod an der polnischen Grenze. (...) Die Verantwortlichen der RUHR.2010 GmbH, allen voran deren Geschäftsführer Fritz Pleitgen, werben seither unermüdlich um Kulturschaffende, Wissenschaftler, Personen der Zeitgeschichte und nicht zuletzt um Sponsoren. Mit großem Engagement haben sie sich darangemacht, der Welt in diesem Jahr das lebenswerte, vielseitige und zeitgemäße Gesicht des Reviers zu präsentieren - eines städtischen Großraumes, der in Fläche und Einwohnerzahl mit Los Angeles vergleichbar ist: In der Metropole Ruhr mit ihren 5,3 Millionen Einwohnern, vier Landkreisen und elf kreisfreien Städten wachsen neben Industriedenkmälern neue Branchen, innovative Unternehmen treten an die Stelle veralteter Technologien. Das Motto "Kultur durch Wandel, Wandel durch Kultur" ist das Leitmotiv des Programms, das sich durch das gesamte Jahr 2010 zieht. Die Veranstaltungen zielen nicht nur auf Hochkultur und Bildungsbürgertum, sie wollen die gesamte Gesellschaft abbilden. Alle Altersgruppen, alle Schichten, alle Kulturen."
Süddeutsche Zeitung / 29.1.2010"Der Neubau des Museums Folkwang in Essen ist fertig. Der britische Architekt David Chipperfield hat der Ruhrgebietsmetropole und Kulturhauptstadt 2010 damit ein Raumwunder beschert."
Frankfurter Rundschau / 29.1.2010"Das Ruhrgebiet: spannend, ehrlich, romantisch. Absolut verdient ist das Revier "Kulturhauptstadt 2010" geworden."
Gala / 28.1.2010"Quasi über Nacht ist das Ruhrgebiet zum "Place to go" der deutschen Kulturszene geworden. Wie ein hässliches Entlein sich in einen weißen Schwan verwandelt, so ist aus dem einst von Kohleruß überzogenen Ruhrpott längst ein herausgeputztes Dienstleistungszentrum geworden, das zudem in diesem Jahr als europäische Kulturhauptstadt mit dem Titel RUHR.2010 international auf sich aufmerksam macht."
Märkisache Oderzeitung / 27.1.2010"Metropolregion der Kunst. RUHR.2010 als Treibsatz: Rhein und Ruhr laden zur "Grand Tour 2010" der Museen und Ausstellungen. Nach dem fulminanten Start im Schneegestöber legt die Kulturhauptstadt RUHR.2010 jetzt mit einem nächsten Großprojekt nach: Unter dem Titel "Grand Tour 2010" formieren sich Ruhrgebiet und Rheinland als Metropolregion der Kunst."
Neue Osnabrücker Zeitung, Stefan Lüddemann / 26.1.2010"Auch Düsseldorf, Köln und Bonn wollen mitmachen - Jetzt übernimmt unsere Kulturhauptstadt das Rheinland! (...) Jetzt werden Kultur-Touristen aus ganz Europa in NRW auf "Grand Tour" geschickt von der Oper Dortmund über die Zeche Zollverein und das Schauspielhaus Düsseldorf bis hin zum Wallraf-Richartz-Museum in Köln und der Museumsmeile in Bonn. RUHR.2010-Chef Fritz Pleitgen (71) will den Eröffnungs-Schwung der Kulturhauptstadt nutzen: »Das ist eine geniale Idee, eine große Chance für ganz NRW. Die Kulturhauptstadt hat die lähmende Rivalität zwischen den Städten durch einen Geist der Kooperation abgelöst.«"
BILD / 26.1.2010"The Ruhr region is called the "Ruhrpott" in Germany, an affectionate and deprecating term that translates as something like "Ruhr Rust Bucket". It's known for mines and factories, slag heaps, huge shopping malls, housing estates, polluted rivers and jammed highways. Yet recently, as blizzards swept across the country, a former coal mine in the Ruhr city of Essen became a glamour destination. Media celebrities and politicians including German President Horst Koehler huddled in blankets and plastic capes in an outdoor theater at the mine's former coking plant. The occasion was the opening of the Ruhr's year as European City of Culture (...). Represented by Essen, the Ruhr isn't as farfetched a choice as it first seems. Since the demise of its coal industry, it has undergone a gradual yet radical metamorphosis into a home for services, education and the arts, its blackened industrial wastelands transformed into venues for culture and trade."
Staten Island Sunday Advance / Sunday Star Ledger, Catherine Hickley / 24.1.2010"Stadtplaner erkannten in dem polyzentrischen Gebilde an Emscher, Rhein und Ruhr schon in den siebziger Jahren eine in die Fläche ausgreifende Mega-City. Der Vergleich mit Los Angeles drängt sich auf, auch der Zuwanderung wegen, der beide Regionen ihr Wachstum verdanken. Allerdings ist in Los Angeles die Idee eines Schmelztiegels der Kulturen durch Rassenunruhen gründlich widerlegt, während im Ruhrpott noch immer der Mythos gepflegt wird, es sei egal, woher einer komme. (...) So stösst der Blick im Ruhrgebiet auf Sakralbauten von vielerlei Religionsgemeinschaften. Konfliktfrei ist deren Miteinander nicht, aber ein Minarettverbot wäre hier schwer vorstellbar."
Neue Zürcher Zeitung, Joachim Güntner / 21.1.2010"Europas faszinierende Kulturhauptstadt RUHR.2010"
Luxemburger Wort / 20.1.2010"Essen als Vorbild (...) Essen ist nun also Kulturhauptstadt - stellvertretend für das Ruhrgebiet. Dass die wenig reizvolle Industriestadt diesen Titel überhaupt zugesprochen bekam, ist in erster Linie einem außerordentlichen Kulturpolitiker zu verdanken. Er heißt Oliver Scheytt und brennt für die Idee, das Ruhrgebiet mithilfe von Kultur wieder hochzubringen. (...) Von Essen könnte Wien einiges lernen."
Der Standard, Thomas Trenkler / 15.1.2010"Keine 14 Tage ist das Jahr alt, und die Kulturhauptstadt 2010 Essen wurde schon sehr publikumswirksam ins Bild gerückt."
Kronenzeitung / 12.1.2010"Das war eine geile Kultur-Party (…) Am Wochenende startete die RUHR.2010 mit einem bombastischen Volksfest. Hunderttausende stürmten die Zeche Zollverein."
Bild / 11.01.2010"Ein phänomenaler Start ins Kulturhauptstadt-Jahr 2010"
Bild / 11.01.2010"Ruhris 'überrannten' die Kulturhauptstadt (…) Mega-Party auf Zeche Zollverein. Die RUHR.2010-Eröffnung - sie wurde zum größten Volksfest Europs!"
Bild / 11.01.2010"Das Revier ist jetzt Kühltur (…) Die RUHR.2010-Macher gingen volles Risiko - und gewannen. (…) die gut einstündige Schnee-Show wurde zur winterlichen Werbung für das Ruhrgebiet. (…) Und Grönemeyers neue Revier-Hymne 'Komm zur Ruhr' schoss in den MP3-Charts sofort auf Nummer 1. Was für ein Auftakt…"
Bild / 11.01.2010"Wintermärchen mit Schrubben und Salzen (…) am Samstag ist die Stimmung selbst auf den dank 'Daisy' gar nicht mehr besten Plätzen prächtig. (…) Gleich zu Beginn wischt Bundespräsident Köhler mit strahlendem Gesicht alle Bedenken weg. 'Es könnte gar nicht besser sein', sagt das Staatsoberhaupt (…). Köhlers Grußworte sind eine Hommage an die Menschen im Ruhrgebiet und die eigentliche Ruhr-Hymne des Tages."
FAZ, Reiner Burger / 11.01.2010"Dort, wo man nicht dem Schein erliegt (…) Es war richtig, vor Wind und Wetter nicht einzuknicken. Denn die Industriekulisse der Kokerei mit ihren Stahlgerüsten und -galerien ist für die Show (…) schon die halbe Miete, und auch Daisy spendet, indem sie kräftig nachpudert, ästhetischen Mehrgewinn. (…) Nichts Gelecktes, Prätentiöses oder gar Pompöses hat die Aufführung, auch wenn ihre Zeitreise, die so jung, rhythmisch, schroff und 'brut' begonnen hat, mit der Annäherung an die Gegenwart musicalglatter und mainstreamiger wird. (…) Das große 'Kulturfest', für das sich das Gelände anschließend öffnet, bringt, so die Veranstalter, etwa hunderttausend und damit sehr viel mehr Menschen auf die Beine, als die Zeche Zollverein in ihrem 'ersten Leben' je gesehen haben dürfte. (…) Das Ruhrgebiet ist, daran lässt die Eröffnung der Kulturhauptstadt keinen Zweifel, auf dem Weg und lässt sich von Wind und Wetter nicht bremsen."
FAZ, Andreas Rossmann / 11.01.2010"Wenn es typisch für das Ruhrgebiet ist, auch in ungemütlichen Verhältnissen sehr nett und munter zu sein, dann war die Eröffnung des Kulturhauptstadt-Jahres am Wochenende ein spektakulärer Beweis dieser Haltung. (…) Es passte einfach zur Industriegeschichte des Ortes, zum Angriff des Menschen auf die Elemente der Natur, dass jene Kulturschaffenden, die jetzt den Anfang machten für Tausende von Veranstaltungen in 53 Städten, der Kälte und dem Schnee vulkanische Energien entgegenzusetzen hatten. (…) Es liegt so viel Hoffnung, so viel Energie, so viel gekränkter Stolz in diesem Großprojekt "RUHR.2010" - Gefühle, die über das bürgerliche Interesse an den schönen Künsten weit hinausgehen. (…) Es geht eben nicht nur um industrielle Vergangenheit und kreative Zukunft. Es geht um Anerkennung."
Süddeutsche Zeitung, Johan Schloemann / 11.01.2010"RUHR.2010 gewinnt das Pokerspiel mit der Wetterlage und singt den Grönemeyer (...) Strahlende Schönheit gibt es selten in dieser Region. Wer ihre Poesie entdecken will, muss auf die Feinheiten achten, das Kantige, Raue, Schrundige genießen können. Deshalb war es eine richtige Entscheidung, die Eröffnung auf der Zeche Zollverein zu feiern. (...) Das ganze Gelände war spektakulär beleuchtet, farbige Parcours leiteten die Zuschauermassen durch eine Fülle an Konzerten, Parties, Aktionen, Installationen, Rezitationen und Diskussionen. (...) Die Bereitschaft zur Begeisterung ist da, dass die RUHR.2010 eine riesige Chance für die problembeladene Region ist, sickert langsam auch in skeptische Gemüter. (...) Wenn es in diesem Jahr nicht gelingt, das Fundament für eine Ruhr-Identität zu schaffen, muss man die Idee wohl begraben. Aber einige erste Schritte sind nun getan. So seltsam es klingt: Schnee schweißt manchmal zusammen."
Frankfurter Rundschau, Stefan Keim / 11.01.2010"Zeit für Hymnen (…) Es hätte dem Ruhrgebiet zur Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres nichts Besseres passieren können als das Schneetreiben, das Tief 'Daisy' brachte. Es hat die Veranstaltung unvergesslich gemacht. (…) Das Ruhrgebiet ist (…) eine Region, die sich mutig gewandelt hat und weiterhin wandelt. (…) Der Leuchtturm der Kreativwirtschaft beginnt seine Signale zu senden. (...) Beim Eröffnungsakt wurde die Vergangenheit in eindrucksvollen Bildern beschworen: Wir waren Kohle, wir waren Stahl, aber die Flamme sie lodert noch."
DIE WELT, Eckhard Fuhr / 11.01.2010"Happening für alle (…) Am Anfang war der Mut. (…) Und Pleitgen, Scheytt und Mehmert hatten Glück: Zwar fror Bundespräsident Horst Köhler im Schnee genauso wie EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und die Bürgermeister der 53 Städte (…), doch Zehntausende nutzten am Wochenende die grandiose Kulisse der Zeche Zollverein für ein Volksfest: Auf Zollverein (…) präsentierte RUHR.2010 Musik und Film, Theater, Kabarett und Tanz. Wunderschön seien die fantastisch beleuchteten gigantischen Industrieanlagen, hauchte ein berührter Anwohner aus dem angrenzenden Arbeiterstadtteil Katernberg in sein Handy - und fluchte gleichzeitig: »Und ich Idiot habe natürlich die Kamera vergessen.«"
taz, Andreas Wyputta / 11.01.2010"Ja, es war ein tolles Fest"
WAZ, Gudrun Norbisrath / 11.01.2010"Zollverein, ein Wintermärchen (…) Am meisten strahlte in allem die Neugier der vielen Besucher, die übers weite Gelände strömten und sich anziehen ließen von Operngesang, von Kunstinstallationen und Filmprojektionen an einem Ort, an den sie eigentlich nicht hingehören. Die Offenheit für das Abseitige, das Ungewohnte, das Neue: Im Revier ist das ideale Publikum zu Hause, auch jenseits der Fußballstadien. Zollverein war ein Wintermärchen. Und ja: Wir sind liebend gern dabei gewesen."
WAZ, Jens Dirksen / 11.01.2010"Kulturgestöber (…) Samstag voll, Sonntag voll, die Leute strömen zusammen (…) Keine Frage: Das Ruhrgebiet drückt an diesem Wochenende die Kulturhauptstadt an sein Herz. Es ist das Wunder von Essen! (…) Für die Öffentlichkeit ist das geplante Open Flair zu sehen. Das belegen soll: Das Ruhrgebiet lässt sich von nichts unterkriegen. Die können auch Wetter. (…) Stapfen und Staunen, es herrscht eine sehr schöne Stimmung (…). RUHR.2010 hat 'Guten Tag' gesagt, 'Ich bin das Neue', und die Menschen haben eindeutig geantwortet: 'Komm doch rein!' (…) 'Heute geht ein Traum in Erfüllung', sagt Oliver Scheytt, auch er RUHR.2010-Geschäftsführer. Wenn alles gut geht, irrt er sich. Der Traum fängt gerade erst an."
WAZ, Hubert Wolf, Kai Süselbeck / 11.01.2010"Revier im Sturm erobert (…) Sonntag wohnt die Euphorie in Essen. (…) Der Grund: Nach Schätzungen der Stadt haben sich Samstag und Sonntag zusammen 200 000 Menschen auf die Beine gemacht, um die Kulturhauptstadt auf dem Zechengelände zu feiern, doppelt so viel wie erwartet."
WAZ, Gudrun Norbisrath, Hubert Wolf, Kai Süselbeck / 11.01.2010"Revier im Glück"
Rheinische Post / 11.01.2010"Die Zeche tanzt"
Neue Westfälische / 11.01.2010"Und doch stellt sich die Frage, ob wir auch Metropole sind oder werden und wozu. Diese Region riecht immer noch nach der Vergangenheit, die ihr die Identität gestiftet hat. (...) Das Problem des Reviers ist: Wie lässt sich aus dem Geruch der Vergangenheit Zukunft gewinnen? (...) Gesetzt den Fall, dieses Wunder (die Identifikation mit der Kulturhauptstadtidee) geschähe und das Revier würde sich in 2010 von innen als Kulturmetropole erkennen und nach außen als solche erfahrbar werden. Dann bleibt immer noch die Frage, ob Kultur, wie immer wieder postuliert, Dienstmagd des nächsten Aufschwungs sein soll."
Neue Rhein Zeitung, Stephan Hermesen / 11.01.2010"Schnee Eis Kälte und viel gute Laune"
Neue Rhein Zeitung / 11.01.2010"Herz und Schnauze im Revier"
Westfälische Rundschau / 11.01.2010"Im Westen ganz viel Neues. Im Ruhrgebiet ist man härter: Entschlossen und rechtzeitig hat man dort die Chance ergriffen, als Kulturhauptstadt Europas in neuem Glanz zu strahlen. Jetzt wurde der Start gefeiert mitten in der Krise. Kultur wird hier als Chance zur Sicherung der Zukunft begriffen."
Hamburger Abendblatt, Joachim Mischke / 11.01.2010"Der "Pott" ist grau und langweilig? Ganz falsch. Seit Sonnabend ist das Ruhrgebiet offiziell für ein Jahr Europäische Kulturhauptstadt - und die Macher der "RUHR.2010" haben ein Programm auf die Beine gestellt, das auch Besucher aus dem fernen Hamburg anlocken wird."
Hamburger Morgenpost, Simone Pauls / 11.01.2010"Ein Volksfest mit Märchenerzählern, Massen-Gesängen (Griechischer Wein), kuriosen Perfomances, Lesungen und prächtigen Illuminationen der stählernen Dinosaurier aus der Zechenzeit. Die erzählten ihr ganz eigenes Märchen: Es war einmal die Kohle. Und jetzt gibt es die Kultur. Ja, den Winter hat RUHR.2010 merkwürdigerweise nicht verhindern können. Aber ein Volksfest zur Eröffnung - das ist ihr geglückt."
Kölner Stadt-Anzeiger, Martin Oehlen / 11.01.2010"Flockentanz auf der Zeche. Essen zeigt sich wetterfest und erlebt als Kulturhauptstadt einen furiosen Auftakt. (…) Das Ruhrgebiet hat am Samstag in der einst größten Zeche Europas eine Eröffnungsfeier hingelegt, die zum Charakter der Region passt: ungerührt von großen Namen und von der drohenden Schneewalze des Tiefs "Daisy" - eben "wetterfest", "schlicht" und "stur", wie es Herbert Grönemeyer in seiner für die Eröffnung komponierten "Ruhr-Hymne" beschrieb. (…) Der Mut wurde durch ein einmaliges Ambiente belohnt. Die Bühne direkt neben der stillgelegten Kokerei bot genau den Kontrast, den Pleitgen sich erhofft hatte: Vor den Überbleibseln der harten Industriearbeit des "alten" Ruhrgebiets präsentierten Schauspieler Tänzer, Rapper und Bochumer Symphoniker die Kultur, die dem Revier den Weg in die Zukunft erleichtern soll. (…) Es war eine rasante Eröffnungsgala, die einiges von der kulturellen Kraft der Region mit über 200 Museen und einer Fülle von Musik- und Sprechtheatern zeigte. Auch Barroso war begeistert: "Absolut bemerkenswert", schrieb er auf dem Heimweg in einer SMS an Pleitgen. Direkt nach der Abfahrt der Prominenz öffnete Zeche Zollverein die Tore für kostenlose Musik, Kabarett, Kunst und Theater für alle - und wurde von Besucher schier überrannt. "Der Bahnhof ist schwarz vor Menschen. Essen stürmt Zollverein", schrieb ein Besucher im Internetdienst Twitter. (…) "Wir wollen eine Kulturhauptstadt zum Mitmachen", sagte Pleitgen. Dass ließen sich die Bürger nicht zwei Mal sagen."
Kölnische Rundschau, Rolf Schraa, dpa / 11.01.2010"Die andere Hauptstadt. Blendend weiß statt rußig schwarz - schon seit Jahren setzt das Ruhrgebiet mit geballtem Kulturangebot auf einen Imagewandel. Vorläufiger Höhepunkt ist das Programm zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, das am Samstag von Bundespräsident Köhler in der Zeche Zollverein eröffnet wurde - und schon am ersten Tag 100 000 Besucher anzog."
Augsburger Allgemeine / 11.01.2010"Frische Politur gegen die alten Klischees (...) Von Komik bis zur "Tatort"-Spannung, von progessiven Tanzperformances bis zu avantgardistischen Experimenten erhielt man einen Eindruck vom kreativen Potential des Reviers."
Aachener Zeitung, Pedro Obiera / 11.01.2010"Starker Start für RUHR.2010"
Neue Osnabrücker Zeitung / 11.01.2010"Im Schneegestöber wird Feuer gespuckt (...) Die schlotternden Gäste auf der Tribüne dürfen sich als Teil eines ebenso grotesken wie wagemutigen Gesamtkunstwerks empfinden. Open Air geht auch im Januar, wenn das kulturelle Feuer nur intensiv genug sprüht."
Stuttgarter Zeitung, Michael Werner / 11.01.2010"Gute Menschen im Schmelztiegel. Ein Lauscher vom Mars könnte nach all den Eröffnungsreden der Europäischen Kulturhauptstadt tatsächlich glauben, das Ruhrgebiet bestünde aus einer Ansammlung guter Menschen, die nichts sehnlicher erwarten als die kulturelle Befruchtung aus der großen weiten Welt."
Stuttgarter Zeitung, Michael Werner / 11.01.2010"Statt Schloten qualmen die Ideen"
Passauer Neue Presse / 11.01.2010"Überleben mit Kultur (...) Überleben war schon öfters das Motto im Kohlenpott, allerdings nicht von Ehrengästen, die kamen und wieder gingen, sondern von den Menschen, die dort leb(t)en und arbeit(et)en. (...) Eine Überlebensstrategie ist auch das Motto "Wandel durch Kultur, Kultur durch Wandel". Denn der Ruhrpott wird nur zu einem neuen Image kommen, indem er sich wandelt. (...) Ja, die Entscheidung war mutig und gut, weil sie einer untergehenden Region mit 20 Prozent Arbeitslosigkeit eine Chance zum Überleben bietet. Und hoffentlich Besucher aus aller Welt in eine ihnen unbekannte Region lockt. Auch aus Niederbayern!"
Passauer Neue Presse, Dr. Edith Rabenstein / 11.01.2010"Punktlandung im Schnee"
Allgemeine Zeitung / 11.01.2010"Das Ruhrgebiet wird zum Hit"
Neue Presse / 11.01.2010"Die Ruhr vor dem Sturm. Das Ruhrgebiet will beweisen, dass es mehr kann als Kohle und Stahl. Mit 2500 Konzerten und Ausstellungen präsentieren sich die Kommunen des Kohlenpotts als Europäische Kulturhauptstadt. Am Wochenende war Eröffnung."
Financial Times Deutschland / 11.01.2010"Essen machte Appetit auf Wandel durch Kultur"
Tiroler Tageszeitung / 11.01.2010"Phantasialand für Bildungsbürger"
ARD titel thesen temperamente / 10.01.2010"Feuer und Eis (...) Und während Köhler dann vom Wintermärchen um ihn herum sprach und davon, dass die Kultur helfe, die Würde zu bewahren, dort, wo früher 'die Schlote qualmten', sammelte sich auf seiner Krempe malerisch der Schnee. (…) Was man beim Essener Festakt zu sehen bekam, war die Transformation öffentlicher Figuren, die sonst bei solchen Veranstaltungen im Anzug auftreten, in Privatmenschen, die frieren."
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung / 10.01.2010"Party im Pott"
Frankfurter Rundschau / 10.01.2010"So hot ist der Pott. Längst nicht mehr grau in grau, getupft mit Königsblau, sondern ganz viel Grün, ganz viel Buntes. Der Ruhrpott, vornehmer gesagt das Ruhrgebiet, ist jetzt Europäische Kulturhauptstadt."
Express / 10.01.2010"Ansturm beim Kulturfest der RUHR.2010 (…) Straßenbahnen waren bereits am frühen Abend überfüllt, vor den Hallen bildeten sich lange Schlangen. Auf dem Gelände wartete dann eine phantastische, stimmungsvolle Lichtinszenierung."
RuhrNachrichten online / 10.01.2010"Frostiger Start für die Kulturhauptstadt (…) Auch der andauernde Schneefall kann die Stimmung der Besucher des Festakts der europäischen Kulturhauptstadt in Essen nicht schmälern."
Rheinische Post online / 10.01.2010"Industrial rust turns to gold dust (...) The 52 entities that make up the metropolitan Ruhr Valley offer an impressive number of cultural outlets: 120 theaters, 100 concert halls and 200 museums. Moreover, Essen has learned how to capitalize on its lunar landscape of industrial sites and manmade mountains of mining waste. The decommissioned factories, blast furnaces and industrial canals are rapidly becoming Essen's museums and tourist venues. What was a once-dying steel town is now a vibrant cultural center."
Baltimore Sun, J.D. Brown, Margaret Backenheimer / 10.01.2010 (Daily Press, Sun Sentinentel / 3.1.2010; Erstveröffentlichung: Chicago Tribune / 31.12.2009)"Culture vultures flock to Essen. The German city of Essen has formally launched a year of concerts, performances and exhibitions as the Ruhr, the former heartland of German heavy industry, begins it's year as European Capital of Culture."
euronews / 10.01.2010"European focal point parallels Pittsburgh (…) Fritz Pleitgen would get along well in Pittsburgh. He's eager to point out that he shares his home, the Ruhr region, of which Essen is part, with four symphonies, people of 173 nationalities and more theaters, concert halls and museums than any German state. He expresses some frustration that despite the growth in higher education and high-tech industries, the region's symbol -- the image with which it is most often associated -- is a coal mine. Sound familiar? Ruhr's selection as the European Union's cultural capital for 2010 drew the same bemused confusion as the White House's selection of Pittsburgh to host the Group of 20 Summit. Pleitgen spent the last three years planning a party he hopes will begin to open a few eyes."
Pittsburgh Tribune Review / 10.01.2010"Kerniger Auftakt im Schnee (…) Das Ruhrgebiet hat am Samstag in der einst größten Zeche Europas eine Eröffnungsfeier hingelegt, die zum Charakter der Region passt: ungerührt von großen Namen und von der drohenden Schneewalze des Tiefs 'Daisy' - eben 'wetterfest', 'schlicht' und 'stur', wie es der im Ruhrgebiet aufgewachsene Pop-Sänger Herbert Grönemeyer in seiner für die Eröffnung komponierten 'Ruhr-Hymne' beschrieb. (…) Es war eine rasante Eröffnungsgala, die einiges von der kulturellen Kraft der Region mit über 200 Museen und einer Fülle von Musik- und Sprechtheatern zeigte."
Spiegel online / 9.1.2010"Es ist einer der Höhepunkte der Kulturhauptstadt RUHR.2010, mit der die Region das Malocherimage abschütteln und sich als Metropole ganz eigener Art präsentieren will. Bodenständig und weltläufig, mit Galaglanz und Rostromantik. Viel wurde bereits in den vergangenen Jahren investiert, um an die internationale Spitze anzuknüpfen. Die RUHR.2010 soll den Wandel der Region vorantreiben, die kurz vor dem Bankrott steht. Mit Erfolg. (...) Ein Geist der Gemeinsamkeit soll entstehen, eine regionale Identität, die Stadtgrenzen überwindet."
Frankfurter Rundschau, Stefan Keim / 9.1.2010"Es könnte gar nicht besser sein"
Süddeutsche Zeitung online / 9.1.2010"Kunst und Musik zwischen alten Zechen"
Die Zeit / 9.01.2010"Kulturhauptstadt: Revier haut auf die Pauke"
heute.de / 9.01.2010"Das Ruhrgebiet drückt die Kulturhauptstadt an sein Herz"
DerWesten.de / 9.01.2010"Es wäre wunderbar, wenn [aus dem Leitmotiv "Kultur durch Wandel"; A.d.R.] noch mehr würde: Nämlich die eine 'Metropole Ruhr', die dieser großartigen, dieser geschundenen und immer wieder aufgestandenen Region eine bessere, eine großstädtische, eine europäische Zukunft geben würde."
Die Welt, Wolfgang Clement / 9.01.2010"Das Ruhrgebiet feiert sich als Kulturhauptstadt (…) Dass es fast die ganze Veranstaltung über feinen Pulverschnee schneite, gab der Feier etwas Ungezwungenes."
Welt online / 9.01.2010"Die Welt ist mein Revier (…) Sie haben es tatsächlich durchgezogen: Die offizielle Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres auf der Essener Zeche Zollverein, unter freiem Himmel, bei Schnee, fünf Grad Minus und scharfem Nordostwind."
Der Tagesspiegel online / 9.01.2010"Festakt zur Kulturhauptstadt begonnen - »Traum in Erfüllung«"
Bild.de / 9.01.2010"Weltstadt Ruhrgebiet! Kohle, qualmende Schlote, krachende Stahlhämmer - das alles war gestern. Heute kocht der Pott fast über vor Lebenslust, Kunst und Kultur."
Bild.de / 9.01.2010"Riesenandrang bei Eröffnungsfest der Kulturhauptstadt. Die Zeche Zollverein in Essen ist zur Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt 2010 geradezu überrannt worden. 100 000 Besucher seien bis zum späten Abend zu dem kostenlosen Kulturfest gekommen, (…) So viele waren eigentlich für das ganze Wochenende erwartet worden."
Kölner Stadt-Anzeiger online / 09.01.2010"Das Glück der anderen. Köln schaut zu während das Ruhrgebiet seinen Ruf poliert. (...) Das Revier feiert ein Jahr lang mit seiner Kultur den Strukturwandel. Das klingt - trotz der Programm-Kürzungen und Bau-Verzögerungen vor Ort - nach Aufbruch und Fortschritt. Das klingt nach einem Freudenfeuer, von dem Köln bestenfalls träumt."
Kölner Stadt-Anzeiger, Martin Oehlen / 9.01.2010"Die Eröffnung der Kulturhauptstadt - Ein Wintermärchen."
RuhrNachrichten online / 9.01.2010"Ruhris auf der Suche nach Identität. In nur sieben Generationen verwandelte sich das Ruhrgebiet dreimal: Erst idyllisches Bauernland, dann der Kohlepott und heute Kulturhauptstadt Europas."
Wiener Zeitung, Markus Kaufmann / 9.01.2010"Romantisches Ruhrgebiet (...) Der Bergbau hat sich inzwischen längst wieder zurückgezogen; wo einst die Pütts das Panorama prägten, bezaubern heute Wiesen und Wälder. Zudem bietet wohl keine andere deutsche Region eine derart dichte Kulturlandschaft. Nicht umsonst wurde das Ruhrgebiet zur Kulturhauptstadt Europas 2010 ernannt."
Salzburger Nachrichten / 9.01.2010"Es weht ein frischer Wind im Ruhrpott. (...) Das Ruhrgebiet, einst Inbegriff von Dreck und Lärm, hat sich für Urlauber zu einer der spannendsten Metropolen Europas gemausert. Die heutige Kulturregion überrascht durch grüne Oasen und die kreative Nutzung alter Industriegebäude. Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier - die Metropole Ruhr hat viele Namen. Wo der eine Ort endet, beginnt gleich der nächste. (...) Wohl kein anderes Ballungsgebiet hat in den vergangenen Jahrzehnten einen solch beeindruckenden Wandel von der Industrie- zur Kulturregion vollzogen."
Oberösterreichische Nachrichten / 9.01.2010"Die Visitenkarte, die der Held [der erste "Local Hero" Dinslaken; A.d.R.] in der nächsten Woche den Besuchern in die Hand drückt, soll nicht nur bis in den letzten Winkel der Metropole Ruhrgebiet (...) glänzen. Auch die die nationale und internationale Öffentlichkeit hat ein Auge auf die Kommune (...). Der Erwartungsdruck ist entsprechend hoch. Er sollte nicht so hoch werden, dass Dinslaken aus Angst vor der eigenen Courage den Start verstolpert. (...) Es geht um Nachhaltigkeit, um die Stärkung des Wir-Gefühls. Das sind die Grundvoraussetzungen, um die Idee, eine Metropole neuen Typs zu schaffen, umzusetzen. (...) Jede Vision braucht Menschen, die an sie glauben. Der Slogan der RUHR.2010 ist keine Feststellung. Er ist ein Appell. Befolgen wir ihn. Erst wenn uns das gelingt, sind wir Helden."
RP, Ralf Schreiner / 9.01.2010"Ruhr inaugurated as European Capital of Culture. The Ruhr area in western Germany, with its 53 cities and 5.3 million inhabitants, has been officially inaugurated as European Capital of culture 2010 - the first time an entire region was chosen for the title. German President Horst Koehler said Saturday at the opening ceremony in Essen that in the Ruhr area, which is known for its history of coal mining and steel production, "culture is not an elite event, but it is providing vivid strength for everybody." Thousands of art and cultural events are planned for the year and more than five million visitors are expected."
The Washington Post / 9.01.2010"»A dream has come true« said the Premier of North Rhine- Westphalia Juergen Ruettgers at the opening ceremony. The title of Culture Capital was a lucky strike for Essen and the region, he added."
Earth Times / 9.01.2010"Ruhr region inaugurated as European Capital of Culture 2010 (…) German President Horst Koehler said Saturday at the opening ceremony in Essen that in the Ruhr area, which is known for its history of coal mining and steel production, "culture is not an elite event, but it is providing vivid strength for everybody."
ABC News / 9.01.2010"Ya ha comenzado la Capital Europea de la Cultura RUHR.2010 (…) Ruhr es la Capital Europea de la Cultura 2010. El año de la capital cultural comenzó oficialmente ayer en el sitio Zeche Zollverein de la UNESCO World Cultural Heritage, el famoso monumento de la región, con la presencia del presidente alemán Horst Köhler y el presidente de la Comisión Europea, José Manuel Barroso, además de la asistencia de otros pesos pesados políticos. Más de 100.000 residentes en Ruhr elevaron la temperatura de la ciudad con el fin de celebrar la gran apertura hasta primeras horas de la mañana…"
Europapress / 9.01.2010"Entdecken Sie Deutschlands neue Hauptstadt"
Spiegel online / 8.1.2010"Die Kulturhauptstadt öffnet sich. 50 Inszenierungen, eine Revier-Hymne und ein Feuerwerk. Ob es stürmt oder schneit: Das Kulturfest auf der Zeche Zollverein steigt!"
wdr.de / 08.01.2010"Art showcase springs from old coalmine. A former industrial wasteland in Germany has been transformed into the 2010 European cultural capital. It's already a magnet for artists and designers and a showcase of economic renewal. The Ruhr. It doesn't sound much like a capital and it doesn't sound very cultural. It's Europe's third largest urban conglomeration after London and Paris and represents 53 cities and 5.3 million inhabitants - bigger than New Zealand. (...) Once considered a total outsider among cities vying for recognition, the Ruhr has been designated the 2010 European cultural capital and it will host a feast of events and performances throughout the year. (...) With 300 cultural projects and 2500 events culture fans can expect an action-packed programme this year. (...) The organisation and logistics are formidable. (...) Once an example of the worst environmental effects of industry it is becoming a showcase for best-practice design and co-operation across industry sectors. For other parts of the world blighted by industrial decay the "Ruhrpot" is an object lesson in how to rebuild and re-energise for the future."
The Press, David Killick / 8.1.2010"Risen from the ashes. A programme of vibrant events and performances will make RUHR.2010 Europe's cultural capital this year's place to be."
The Press, David Killick / 08.01.2010"Vielleicht sollten wir in unserem Hauptstadtjahr wenigstens den einen guten Vorsatz fassen: Dass wir zwischen Hauptstadt-Größenwahn und dem „das ist doch alles Kokolores” den Mittelweg finden. Man muss nicht jeden Kappes der Kulturhauptstadt zur großen Kunst erheben. Manches wird dem einen zu belanglos, dem anderen zu barock, dem dritten zu bildungsbeflissen erscheinen. Aber in den 2500 Veranstaltungen steckt soviel Ideenreichtum, Liebe zur Kunst und zu den Menschen, dass es sich lohnen wird, auf Entdeckungsreise zu gehen in dieser Kulturhauptstadt der Widersprüchlichkeiten und Kontraste zwischen Misthaufen, Malakowturm und Musiktheater. Was bleiben wird von diesem einen Jahr Kulturhauptstadt hängt im Wesentlichen von uns, den Bewohnern ab. Davon, dass wir uns anstecken lassen von dieser Chance, das eigene Revier zu erkunden. Weil wir dann ab dem Jahr 2011 umso mehr wissen, welche Schätze wir zu verteidigen haben, wenn statt der Reviertouristen der Rotstift durch die Kulturlandschaft zu marschieren droht."
NRZ, Stephan Hermsen / 02.01.2010"Brushing off the coal dust. The Ruhr area's designation as the capital of culture is intended to show that the region's assets have been wrongfully overlooked. "Ruhr 2010" presents the Ruhr region as a metropolitan area with vision and a creative approach to the myth of the monochrome "Ruhrpott" tag. (...) It is an invitation to Europe to get to know a region in flux, and appreciate it for its cultural diversity. The Ruhr conurbation presents itself as a trailblazer in a Europe driven by ideas, a place that adopts a creative approach to its past. The people of the Ruhr Valley have proven over past decades that structural crises can be overcome. And the role played by culture in this process should not be underestimated."
The Asia Pacific Times / The Atlantic Times / The African Times / The German Times, Klaus Grimberg / 1.1.2010/ nach oben
Medien-Rauschen 2009/2.HJ (in Auswahl):
"Der Wind fegt, die Autobahn rauscht, ferne Dämpfe wallen. Am Horizont glimmt es zuweilen rötlich auf - fast romantisch. (...) Und auch wenn inzwischen die Wäsche auf dem Balkon nicht mehr schwarz wird und Hügel aus Bergwerksschutt mit Wiesen und Birkenhainen ansehnlich begrünt wurden, so wäre es für Oberschwaben doch absurd, im Revier ausgerechnet die von den Einheimischen heftig gepriesene Natur zu suchen. Viel spannender ist sowieso die Erforschung der alten Industrieanlagen, die jetzt extravagant genutzt werden."
Schwäbische Zeitung, Aalener Nachrichten, Birgit Kölgen / 30.12.2009"Kulturhauptstädte schaffen Lebensqualität: Bevor im Ruhrgebiet das Programm RUHR.2010 startet, macht eine neue Studie über den Erfolg der Vorgängerstädte Mut. (…) Das Jahr 2010 kann für das Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen zu einem ausgewachsenen "Sonderkonjunkturprogramm" führen. Die Kulturhauptstadt RUHR.2010 in Verbindung mit Wachstum im Tourismus, in der Kreativwirtschaft und in benachbarten Branchen verspreche "beachtliche Effekte". Davon ist Stefan Höffinger überzeugt, Geschäftsführer der internationalen Unternehmensberatung Arthur D. Little Austria in Wien. Mit Blick auf RUHR.2010 hat er die erste Studie über "Art Cities - Kunst und Kultur als Strategie zur Schaffung standortpolitischer Vorteile" erarbeiten lassen. Bedeutende Kulturereignisse, wie sie zum Programm der Kulturhauptstädte gehören, können kurzfristig und nachhaltig sehr positive Effekte haben (…), sagt die Studie. "Es ist möglich, mit Investitionen in Kunst und Kultur standortpolitische Vorteile zu erreichen, wenn man professionell vorgeht", unterstreicht die Studie von Arthur D. Little: Mehrumsätze der Kultureinrichtungen und benachbarter Wirtschaftszweige, zusätzliche Steuereinnahmen durch steigende Besucher-, Kunden- und Gästezahlen könnten direkt verwirklicht werden. Hinzu kommen ebenfalls wachsende Beschäftigung und Investitionen in die Kultureinrichtungen und deren Umgebung. Indirekt und längerfristig wirkt das internationale Medienecho als Magnet für Gäste, die sonst nicht kämen. Die weltweit wachsende Kreativwirtschaft liebt eine kulturell anregende Umgebung - es kommt in funktionierenden Kulturhauptstädten also auch dort zu zusätzlichen Ansiedlungen. Werden die Anwohner und die Menschen in der näheren Umgebung klug einbezogen, wächst zudem die Lebensqualität. So entsteht "soziales Kapital". (…) "Das Ruhrgebiet als größte Metropolregion zwischen Paris und Moskau hat alle Chancen, dem Beispiel nachzueifern", sagt Stefan Höffinger. Für Beachtung werde sorgen, dass hier erstmals eine Region dieser Größe gemeinsam auftrete. "Wenn das Ergebnis überzeugt, kann das unbezahlbar sein.""
Welt am Sonntag, Peter Lamprecht / 6.12.2009"Kaum eine Region Deutschlands ist so mit Klischees zugekleistert wie der Kohlenpott: Malocher, Brieftauben, Fußball, Bergmannschor, Staub, Kohle, Schimanski, Rheinhausen, Stahl und Arbeit, immer wieder ehrliche und harte Arbeit. Das alles stimmt irgendwie und stimmt doch nicht. Oder nicht mehr. Das Ruhrgebiet des 21. Jahrhundert hat seine Bilder noch nicht gefunden und muss sich deswegen mit den Alten begnügen. Daran wird auch die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 nicht viel ändern können. Zu gewaltig ist die Aufgabe, Europas drittgrößtem Ballungsraum neue, wahrhaftige und zeitgemäße Bilder zu schenken. Dennoch darf man gespannt sein, wie tief sich die Schächte der RUHR.2010 in das Kulturleben des Ruhrgebiets hinein graben und vor allem was sie zu Tage fördern werden."
newsletter - Der Brancheninformationsdienst der Filmstiftung NRW, Rüdiger Bertram (Chefredakteur), Ausgabe November 2009"Gemeinhin vergibt die EFA den Saisonhöhepunkt der Preisverleihung an klassische Metropolen wie London, Paris, Rom oder Warschau. Allerdings ist das Ruhrgebiet keineswegs bloß ein erfrischender Exot im Konzert der Etablierten. Einerseits ist es nach London und Paris der drittgrößte Ballungsraum Europas und von entsprechender Vielfalt geprägt; nicht von ungefähr ist in den internationalen Publikationen von der Metropole Ruhr als Veranstaltungsort die Rede. Außerdem hat die Region mit der Ausrichtung der Ruhrtriennale hinreichend bewiesen, dass sie in der Lage ist, große Kunst- und Kulturereignisse zu stemmen und somit den Wandel des Ruhrgebiets weg von der Industrielandschaft hin zur Industriekultur zu dokumentieren."
newsletter - Der Brancheninformationsdienst der Filmstiftung NRW, Uwe Mies zur Verleihung des 22. Europäischen Filmpreises in der Metropole Ruhr, Ausgabe November 2009"Die Website www.ruhr2010.de ist die erste und beste Anlaufstelle, um sich über das umfangreiche Programm zu informieren. Schauen Sie rein, es lohnt sich."
newsletter - Der Brancheninformationsdienst der Filmstiftung NRW, Ausgabe November 2009"Mit dem Mythos Ruhr ins Morgen. (...) Es dürfte schwer sein, 2010 im Ruhrgebiet der Kultur zu entkommen."
NRZ, Jörg Bartel / 31.10.2009"Aber freuen wir uns erst einmal auf das Kulturhauptstadtjahr. Zünden wird es, wenn es gelingt, die Menschen der Region neu für die Region zu begeistern und sie so nicht nur zum Publikum, sondern zum Motor der Kulturhauptstadt zu machen durch Teilhabe. Vielleicht gelingt ja sogar ein Ganzjahres-Sommermärchen nach Art der Fußball-WM."
WAZ, Jens Dirksen / 31.10.2009"Das Ruhrgebiet zieht diesmal wirklich an einem Strang."
RuhrNachrichten, Bettina Jäger / 31.10.2009"De culturele revolutie van het Ruhrgebied - De bezoeker geniet hier van een bloeiende "Industriekultur".
Het landschapspark Duisburg-Nord - een betonnen en stalen sprookjesland - baadt nu in rood, groen, geel en blauw licht. (...) Dit is geen vervallen, deprimerend oord, maar een paradijs voor fotografen. Nog een verplicht nummer staat in Oberhausen: de Gasometer. (...) De Gasometer is een juweel, (...) Overal waar ik kom in het Ruhrgebied, van Oberhausen in het westen tot Hagen en Unna in het oosten, staat de Industriekultur in bloei.
Ik verwacht natuurlijk geklaag over instanties, over geld en over kunsthaters, maar als Stutzinger (Jürgen Stutzinger, Gelsenkirchener Künstler; A.d.Red.) losbarst bezingt ook hij de plaatselijke kunstacademies, de musea, de concertzalen, de culturele sfeer. "Het Ruhrgebied is geweldig! Er wonen hier 5,3 miljoen mensen. Je moet niet naar Keulen of Berlijn gaan. Hier gebeurt het, in Essen, Dortmund en Bochum."
(Die kulturelle Revolution des Ruhrgebiets - Der Besucher genießt hier die blühende "Industriekultur".
Der Landschaftspark Duisburg-Nord - ein Märchenland aus Beton und Stahl - badet jetzt im roten, grünen, gelben und blauen Licht. (...) Das ist kein verfallener, deprimierender Ort, sondern ein Paradies für Fotografen. Noch eine obligatorische Nummer steht in Oberhausen: das Gasometer. (...) Der Gasometer ist ein Juwel, (...) Überall wo ich im Ruhrgebiet hinkomme, von Oberhausen im Westen bis Hagen und Unna im Osten, steht das Ruhrgebiet in der Blüte.
Ich erwarte natürlich Klagen über Behörden, über Geld und Kunsthasser, aber als Stutzinger (Jürgen Stutzinger, Gelsenkirchener Künstler; A.d.Red.) aus sich rausplatzt, besingt auch er die örtlichen Kunstakademien, Museen, Konzertsäle, die kulturelle Atmosphäre. "Das Ruhrgebiet ist großartig! Hier wohnen 5,3 Millionen Menschen. Man muss nicht nach Köln oder Berlin. Es passiert hier, in Essen, Dortmund, Bochum.")
"Trendy Ruhrgebied culturele hoofdstad - Het is dan ook al lang niet meer zo dat het Ruhr-gebied een grauw industriegebied is, wat velen nog steeds denken. In tegendeel, het heeft een opvallende metamorfose ondergaan waar allerlei spannende culturele uitingen plaatsvinden, van bijzondere exposities tot een nacht lang dansen in een hoogoven. (...) Steeds meer jongeren reizen af naar Duitsland en is het trendy Ruhr-gebied met vele nieuwe uitingen op het gebied van mode en kunst, en ook op shopgebied, daarbij aantrekkelijk." ("Das Ruhrgebiet ist schon lange kein graues Industriegebiet mehr, wie viele noch immer denken. Im Gegenteil hat es eine ungeheure Metamorphose erfahren, in der viele spannende kulturelle Projekte stattfinden, angefangen von besonderen Ausstellungen bis zur ExtraSchicht. (…) Immer mehr junge Menschen reisen nach Deutschland, und insbesondere das Ruhrgebiet ist anziehend mit den vielen neuen Äußerungen auf dem Gebiet der Mode und Kunst und auch durch seine Shoppingmeilen.")
De Telegraaf, Ron Peereboom Voller / 02.09.2009"Dass solche Klischees im Rest Deutschlands verschwinden, auch dafür ist RUHR.2010 wichtig."
RuhrNachrichten, 11.09.2009. Ronny von Wangenheim zur Idee des neu in der Metropole Ruhr angesiedelten Webradios ByteFM, eine "Heavy-Metal-Sendung aus dem Pott" zu senden."Vor allem die Kirche und der Adel hatten »die Barbaren« einst kultiviert, und das heißt latinisiert. Die Reichsabtei Werden und das adelige Damenstift in Essen, das vornehmste im Heiligen Römischen Reich bis zu dessen Ende, greifen schon im 10. und 11. Jahrhundert Anregungen aus ganz Europa auf – auch aus Byzanz – und wirken ihrerseits auf Europa ein. Deshalb war es überhaupt nicht abwegig, das Ruhrgebiet zur Kulturhauptstadt Europas für 2010 zu erwählen. Das Ruhrgebiet erhält dadurch seine Chance, sich als alter europäischer Kulturraum vorzustellen."
Die Zeit, 09.07.2009/ nach oben
Medien-Rauschen 2009/1.HJ (in Auswahl):
"Nun - auf dem letzten Stück des Weges vom verrußten Kohlenpott zum Hochofen der Kultur - ist die Finanzkrise da und könnte den gemeinsamen Auftritt von 53 Städten des Ruhrgebiets als europäische Kulturhauptstadt 2010 vermasseln. Tut sie aber nicht. Zwölf Monate lang wird sich die Kulturhauptstadt mit insgesamt 2500 Veranstaltungen einem internationalen Publikum präsentieren - und zwar nicht nur in Museen, Konzert- oder Opernhäusern, sondern überall dort, wo Menschen sind."
Financial Times Deutschland, Claudia Eicke-Diekmann / 22.06.2009"Wegen großen Erfolgs: Kulturhauptstadt verlängert bis 2020"
WAZ, Gudrun Norbisrath, auf die Frage, von welcher Schlagzeile sie träume / 20.06.2009"Spar-Programm: Christo verhüllt Kulturhauptstadt"
WAZ, Martina Schürmann, auf die Frage, von welcher Schlagzeile sie träume / 20.06.2009"53 Kommunen schließen sich zur Ruhrstadt zusammen"
WAZ, Frank Meßing, auf die Frage, von welcher Schlagzeile er träume / 20.06.2009"Ruhrgebiet einig: Wir sind doch keine Metropole"
WAZ, Thomas Mader, auf die Frage, von welcher Schlagzeile er träume / 20.06.2009"Das Ruhrgebiet als diesjährige Partnerregion der ITB (Internationale Tourismus-Börse Berlin; Anm.d.R.) war ein Glücksgriff - welchen Symbolwert diese Wahl eines Tages haben würde, ahnte Ende 2007 niemand, als die Entscheidung gefällt wurde: Kaum eine andere Region hat in den vergangenen Jahren besser bewiesen, wie man eine Krise kreativ nutzen kann, wie sich stillgelegte Produktionsstätten, auf denen einst die Hoffnung eines gesamten Industriezeitalters ruhte, nach dem Absturz in Orte der kulturellen Begegnung verwandeln lassen, wie also eine einstige Industrielandschaft sich touristisch umdeuten lässt."
FAZ, Karen Krüger / 18.03.2009/ nach oben
Medien-Rauschen 2008 (in Auswahl):
"Das Revier war lange Zeit der Schmutzfink in der Landschaft. So jedenfalls war die Außensicht. Im Zuge der Vorbereitungen zur Kulturhauptstadt hat sich die Wahrnehmung verändert - das Revier ist eine Perle."
WAZ, Martin Spletter / 19.10.2008"Das Ruhrgebiet ist nicht grau. Das Ruhrgebiet ist nicht schwarz. Das Ruhrgebiet ist grün."
Süddeutsche Zeitung, Johann Schloemann / 17.10.2008"Wir sind Weltmeister im Wandel."
Stern, Uli Hauser und Michael Streck / 09.10.2008"Deutlich erkennbar entsteht eine neue Dynamik in der Stadt (Essen; Anm.d.R.). Ein Hauch Berlin. Maler nageln Bilder an die Wände leerer Fabrikhallen, DJs stellen ihre Plattenspieler in einen alten Kriegsbunker, Theaterleute verwandeln eine U-Bahn-Haltestelle in eine Oper. Aufbruch weht durch Essen."
Spiegel Extra, Christoph Scheuermann / Oktober 2008/ nach oben
Medien-Rauschen 2005 (in Auswahl):
"Eine ganze Landschaft enthüllte sich in drei Stunden als Bühne eines umfassenden Trauerspiels, dessen Besetzung - unscheinbar oder spektakulär - den Untergang verweigerte. Wo immer wir hinkamen, waren Häuser, Siedlungen, Industriedenkmäler mit dem Umlernen im größten Stil beschäftigt, und die neue Sprache war nicht nur diejenige einer spezialisierten »Kultur«: Sie schlug Brücken über den ebenso monumentalen wie unvermeidlichen Bruch mit der industriellen Vergangenheit. Was die Zeit schon abgeschrieben hatte, war ihr, als urbanistische Avantgarde, plötzlich wieder voraus. Das ehemalige Revier atmete nicht mehr Staub, sondern Zukunft."
Die Zeit, Adolf Muschg / 17.03.2005
