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O-Töne in den Medien

Was Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, über die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 und die Metropole Ruhr sagen, lesen Sie hier:

Dezember 2010 (in Auswahl)

November 2010 (in Auswahl)

Oktober 2010 (in Auswahl)

    


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O-Töne Dezember 2010 (in Auswahl):


"Fußball ist Kult - und darum Kultur! Currywurst und Taubenschlag haben ihre Werte für die Gesellschaft, ebenso wie Mezzosopran und Tanztheater. Eine Kulturhauptstadt für alle: das ist mein Bier. Denn letztlich ist auch der Begriff der Kultur nichts anderes als eine Beschreibung des Miteinanderumgehens, des Zusammenstehens. Nach dem Schlusspfiff muss man sich die Hand reichen, was immer auch vorgefallen ist im Eifer des Gefechts. Denn nicht der Einzelne zählt, sondern das Gemeinschaftserlebnis. Fußball ist als Breiten- und Profisport Bestandteil der Kultur; eine Kunst für sich. Warum? Weil der Fußball nicht nur für Emotionen sorgt, sondern ohne jede Dialektik für Teamgeist und Vorbilder. Weil Woche für Woche soziale Fertigkeiten im Umgang mit Freund und Gegner trainiert werden. Zum Schluss lassen Sie sich eines von einem eingefleischten BVB-Fan sagen: Dortmund, Schalke oder Bochum - Hauptsache Ruhrgebiet!"

Fritz Pleitgen, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH. In: Der Westen Online / 16.12.2010
Weitere Informationen zum SuperPott 2010

"Herkules ist eine Figur, die Aufgaben bewältigt und Probleme löst. Für ein junges, aufstrebendes Ruhrgebiet ist er also die entsprechende Figur. Wir brauchen Helden. Es gibt fast keine bessere Zeit für Helden, als die unsere. Das haben wir dringend nötig."

Markus Lüpertz, deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. In: Hellweger Anzeiger / 08.12.2010
Weitere Informationen zu RUHR.2010 - Das Finale

"Ja, wir sind Gewinner der Kulturhauptstadt. Das hat unser Selbstbewusstsein gestärkt. Wir haben die Konzeption der RUHR.2010 ernst genommen und uns vernetzt. An vielen Projekten waren wir gemeinsam mit anderen Städten beteiligt. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass wir ein Strohfeuer verbrannt haben. Trotz Haushaltslage und Krise werde ich in diesen Chor nicht mit einstimmen. Wir können uns nicht mit Paris oder London vergleichen, wo es ein Zentrum gibt, wo die Metropole aus einer Mitte heraus gewachsen ist. Wir sind ein Städteschwarm, wo viele Städte auf Augenhöhe mit einander stehen. Unser Ziel muss sein, dass sich viele gute Zentren zukünftig befruchten. Ich setze meine Hoffnung da auch in die nachhaltigen Projekte der Kulturhauptstadt, wie der Nacht der Jugendkultur, den KulturKanal oder das Museumsnetzwerk. Die Freie Szene, die sich anfangs oft ausgegrenzt fühlte, ist an der Kulturhauptstadt gewachsen. Die haben sich aus ihrem Widerstand heraus neu formiert und etwas auf die Beine gestellt."

Volker Bandelow, Leiter des Kulturhauptstadtbüros Gelsenkirchen . In: wdr.de / 07.12.2010

"RUHR.2010 hat uns sicher über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Es kamen Reisebusse, um hier das Ruhrgebiet aus den Vollen zu schöpfen."

Winfried Labus, ein Künstler auf der Künstlerzeche Unser Fritz. In: WAZ / 06.12.2010

"Der Aufwärtstrend der Kultur- und Kreativwirtschaft zeigt, dass wir uns inmitten eines großen Transformationsprozesses befinden: Von einer industriellen hin zu einer wissensbasierten und kreativen Wirtschaft. In NRW haben wir diesen Wandel - vor allem durch das Wegbrechen der Montanindustrie - früh zu spüren bekommen, aber auch frühzeitig darauf reagiert. Wir haben neue Strukturen geschaffen und Initiativen ergriffen, die in den Fußstapfen der Industriekultur eine moderne Kulturindustrie entstehen lassen. Anpassungsfähigkeit und die Begeisterung für das Neue gehören hier zur Normalität. Regionen wie das Rheinland oder das Ruhrgebiet sind historische Schmelztiegel. Einflüsse von anderen Kulturen aufzunehmen hat hier Tradition. All das sind Voraussetzungen für das Entstehen von kreativen Schaffensprozessen und einer erfolgreichen Kreativwirtschaft. […] Gemeinsam zum Beispiel mit den Akteuren der RUHR.2010 unterstützen wir Kreativquartiere, wo immer dies sinnvoll ist. Das ist eine wichtige Chance, in- und ausländische Künstler und Kulturschaffende oder auch Absolventen von Kunst-, Design- oder Architektur-Akademien in der Region zu halten. Ganz konkret unterstützen wir im Rahmen der Städtebauförderung Kreativ-Quartiere zum Beispiel im Umfeld des Dortmunder U an der Rheinischen Straße. In Bochum zählt dazu das Viktoria-Quartier, und in Dinslaken haben wir den Umbau der Zeche Lohberg unterstützt. Aufgelassene Industriegelände, Häfen, alte Speicher oder leerstehende Ladenlokale sind oft sehr entwicklungsfähige Kreativräume. Arbeits- und Atelierräume oder auch temporäre Ausstellungsflächen lassen sich manchmal auch ohne großen Renovierungsaufwand nutzen. Man muss allerdings eingestehen: Kreative Orte sind nur sehr eingeschränkt planbar. Aber man kann die Akteure in den entsprechenden Milieus durchaus ganz praktisch unterstützen."

Harry Kurt Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW. In: Frankfurter Rundschau / 04.12.2010

"Dieses Projekt endet für uns nicht an diesem Tag. Wir betrachten es eher als Tür in die Zukunft, wollen die großartigen Entwicklungen aus 2010 mitnehmen ins nächste Jahr. Für mich bleibt das Ruhrgebiet die Kulturhauptstadt."

Fritz Pleitgen, Vorsitzender Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH. In: Westfälischer Anzeiger / 04.12.2010
Weitere Informationen zu RUHR.2010 - Das Finale

"Nachhaltigkeit heißt für mich, dass wir deutlich gemacht haben, welche Bedeutung die kulturelle und künstlerische Arbeit nicht nur in unserer Stadtgemeinschaft, sondern in der ganzen Region hat. Die Bilder gingen um die Welt. Und so sind die Ankunftszahlen in Essen um fast 50 Prozent gestiegen."

Andreas Bomheuer, Kulturdezernent der Stadt Essen. In: WAZ / 04.12.2010

"Es bestand das große Bedürfnis, sich mit sich selbst und der eigenen Geschichte und der eigenen Identität zu beschäftigen. Dafür war die Kulturhauptstadt der Motor. [… Das Highlight waren] die 20 Stunden Ruhr-Stillleben im Juli auf der A 40. Das war toll, in welch friedlicher Stimmung das alles abgelaufen ist. Im Prinzip haben wir da das gemacht, was wir sonst auch machen: Wir haben auf der A 40 gesessen und kamen nicht voran. Aber es hat diesmal sehr viel mehr Spaß gemacht. Das war ein Selbstvergewisserungsmoment, der bleiben wird. Diese Bilder werden noch lange in uns weiterleben. […] Ich bin jemand, der an so etwas mit einer großen Euphorie rangeht. Und die ist bei mir stark bedient worden. Deswegen bleibt das Ganze für mich unter dem Strich eine positive Sache. Es gibt nichts, wovon ich sagen würde: Das ist richtig doof gelaufen. […] Ich denke, dass man diese Leuchtturmprojekte immer braucht, um nach außen die entsprechende Wirkung zu entfalten. Wir hatten das Problem, dass die Kulturhauptstadt unterfinanziert war und man sich deswegen für eine Strategie entscheiden musste. Interesse auch außerhalb von Deutschland weckt man nur mit Dingen, die weithin sichtbar sind. Deshalb darf man die kulturelle Tagesarbeit nicht aus den Augen verlieren. Es wird spannend zu sehen, wie nachhaltig das Kulturhauptstadtjahr ist, wenn es vorbei ist. Das hat auch etwas mit den leeren Kassen der Kommunen im Alltag zu tun. Aber ich bin der Überzeugung, dass man die großen Projekte braucht, um dauerhaft etwas zu schaffen, dass das Ruhrgebiet interessant macht. […] Das Ruhrgebiet hat nur eine Chance, wenn es weiter zusammenwächst - außer beim Fußball, da müssen die Rivalitäten bleiben, da mache ich mir auch keine Sorgen. Die Kulturhauptstadt hat ein Beispiel dafür geliefert, was man erreichen kann, wenn man zusammenarbeitet. […] Ich würde sogar sagen, dass diese Annäherung in den Köpfen vieler Leute viel weiter fortgeschritten ist. Es gibt einen Grundstock an Gemeinsamkeiten, den alle begreifen. Und über die kleinteiligen Rivalitäten muss man sich keine Sorgen machen, wenn man sich Metropolen wie New York anguckt. Da gibt es sogar Rivalitäten zwischen einzelnen Vierteln. [… Das Selbstbewusstsein der Bevölkerung ist] auf jeden Fall [gestärkt worden]. Das hat man schon am Anfang gesehen, als der Startschuss fiel und die Leute auf die Zeche Zollverein in Essen strömten - bei einem Wetter wie jetzt mit Kind. Kegel. Schlitten und Hunden. Auch der Erfolg des neuen Ruhr-Museums sprengt alle Erwartungen. Da gehen ganz viele Leute hin. um sich ihrer selbst zu vergewissern. […] Kultur ist eben nicht nur was Lustiges, sondern ein knallharter Standortvorteil, ein Pfund, mit dem man hier wuchern muss. Wir sind arm, aber noch nicht so sexy wie Berlin. Da haben wir noch Luft nach oben. Wir müssen Bedingungen schaffen, damit junge kreative Leute nicht wegziehen. Hier liegen unendlich viele Geschichten auf der Straße."

Frank Goosen, Autor und Kabarettist. In: Kölner Stadt-Anzeiger / 03.12.2010

"Kultur wird in den nächsten Jahren sicher unter anderen Vorzeichen diskutiert. Kommunalpolitiker und Bürger haben gemerkt, dass mit den wenigen Geldern, die für Kultur ausgegeben wurden, große Effekte erzielt worden sind. Ohne die Kulturhauptstadt wäre zum Beispiel der Bahnhof in Essen nicht erneuert worden. Kulturprojekte lösen in anderen Bereichen Investitionen aus, man ist einfach attraktiver, auch für Ansiedlungen in der Kreativwirtschaft. Die Wechselwirkung zwischen Kultur und Wirtschaft ist ganz erheblich. Die Kulturhauptstadt hat dazu beigetragen, dass in Bezug auf die Kultur ein neues Bewusstsein entstanden ist."

Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH. In: Neue Osnabrücker Zeitung / 02.12.2010

"Das Ruhrgebiet hat sich Respekt verschafft."

Fritz Pleitgen, Vorsitzender Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH. In: dpa / 01.12.2010

"Den Menschen ist bewusst geworden, was Kultur vermag. Die kulturelle - soziale und ethnische - Vielfältigkeit des Ruhrgebiets wird längst als Normalität wahrgenommen. Da mutet es besonders anachronistisch an, wenn der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sagt, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei. Lustigerweise hat er sogar ein wenig recht: Wir sind derweil zum Auswanderungsland geworden. Gerade qualifizierte Deutsch-Türken ziehen hier weg. […] Was diese Region auszeichnet, ist ein normaler Umgang mit Migration. In der langen Geschichte von Einwanderung hat man hier pragmatisch zusammengearbeitet. Man konnte und musste sich aufeinander verlassen. Trotzdem musste nicht jeder mit jedem befreundet sein. Jeder nach seiner Fasson eben. Miteinander ist toll, aber manchmal ist entspanntes Nebeneinander auch okay. Den anderen so akzeptieren, wie er ist, und ihn auch so lassen - das ist oft die größte Kunst. […] Es würde mir schon reichen, wenn diese Region mehr zusammenwachsen würde. Ob das nun Metropole oder Stadt genannt wird, ist mir egal. Hauptsache, es entsteht eine gemeinsame Identität. Wir haben nun ansatzweise erfahren, was alles möglich wäre, wenn es mehr Netzwerke im Ruhrgebiet gibt und diese gelebt werden. […] Für die Region ist es wichtig, das fortzuführen, was im Rahmen der Kulturhauptstadt begonnen wurde. Wir müssen mehr Netzwerke knüpfen. […] Das Miteinander darf nicht aufhören. […] Es müsste klar werden, dass Kultur keine freiwillige Leistung sein kann. Eine Gesellschaft kann es sich nicht leisten, keine Bibliotheken mehr zu haben. Kultur ist ein Grundnahrungsmittel. Dieses Selbstverständnis wünsche ich mir für 2011."

Aslı Sevindim, Künstlerische Direktorin der RUHR.2010 GmbH. In: Trailer / 01.12.2010
    
    

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O-Töne November 2010 (in Auswahl):


"RUHR.2010 ist ein voller Erfolg und hat das Bild des Ruhrgebiets verändert."

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes NRW. In: BILD / 29.11.2010

"Von dem Projekt RUHR.2010 war ich auf Anhieb begeistert. Schon frühzeitig wurde die Bevölkerung mit eingebunden und es entstanden neue Kontakte und Netzwerke. […] Eine herausragende Aktion war für mich und meine Familie das Still-Leben auf der A40. So viele friedliche und unterschiedliche Menschen kamen an diesem Super-Sonnen-Tag zusammen und genossen unsere Hauptverkehrsader. Alle wollten die A40 erleben. Und das bei einer perfekten Organisation - Klasse! Die Aktion "SchachtZeichen", fand unweit unseres Agenturstandortes am Colani-Ufo am Technologiezentrum Lünen statt. Für mich, das Symbol für den gelungenen Strukturwandel im Ruhrgebiet. Hier habe ich mich 1995 selbstständig gemacht. Und hier wurden vorher 70 Jahre Steinkohle gefördert und in nur wenigen Jahren ist ein vielfältiger Dienstleistungspark mit neuen Arbeitsplätzen entstanden. Spannend fand ich die Local Heroes-Woche in Lünen: Ob bei Musik-, Theater- und Tanzveranstaltungen oder Kunstaktionen und Lesungen - das Engagement und die Begeisterung der Menschen war spürbar. Und während die Großaktionen der RUHR.2010 überregional für ein positives Presse-Echo sorgten, waren die kleineren Events aus meiner Sicht noch viel wichtiger. So hat die RUHR.2010 an vielen unterschiedlichen Orten, mit allen Menschen und Kulturen der Region gezeigt, wie gut wir uns im Ruhrgebiet verstehen. Das Projekt RUHR.2010 war und ist darüber hinaus grandios für die Imagebildung der Region und unsere Identität. Wir Ruhrpott-Westfalen waren immer schon stolz und selbstbewusst, wenn es um unsere Heimat ging. Was diesen Stolz ausmacht und wie viele ehrliche Gründe es dafür gibt, wurde - so glaube ich - gerade der Generation-Golf erst jetzt bewusst. Jetzt, wo man sich gemeinsam in Projekten engagiert, Inhalte für Fremde zusammenfasst und nicht mehr den planerischen Wandel, sondern die Ergebnisse präsentiert."

Maximilian Püschel, Geschäftsführer der Interemotion Werbeagentur Lünen. In: Westfälischer Anzeiger / 27.11.2010

"Eine Region, in der ausgeklügelte Zentren-Hierarchien von der regional agierenden Bevölkerung tagtäglich lässig außer Kraft gesetzt werden, hat eben andere raumstrukturelle Qualitäten und soziale Begabungen als eine konzentrische Metropolregion."

Dirk Haas, Dortmunder Raumplaner. In: WAZ / 22.11.2010

"Beeindruckend und motivierend zugleich war für mich, mit welchem Stolz die 'Ruhris' uns ihre neue Metropole näher gebracht haben. Ich glaube, dass diese Begeisterung auf uns übergegangen ist."

Sabine Schirra, Leiterin des Kulturamts Mannheim. In: Rhein-Neckar-Zeitung / 20.11.2010

"Das Jahr der Kulrurhauptstadt hat gezeigt, dass die Bevölkerung eine starke Verbundenheit mit dem Ruhrgebiet hat. Keine der Städte wäre alleine in der Lage gewesen, dieses Ereignis zu stemmen. Daran kann man mit einem guten Standortmarketing anknüpfen, das die unterschiedlichen Stärken der größeren und kleineren Städte in den Kern- und Randbereichen des Ruhrgebiets aufzeigt und vor allem auch zu deren Ausbau beiträgt."

Dr. Uwe Neumann, Wissenschaftler für Regionalforschung am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. In: Handelsblatt / 19.11.2010

"Manchmal muss erst jemand von auswärts kommen und uns zeigen, was wir hier im Ruhrgebiet für tolle Sachen haben."

Heinrich Peuckmann, Schriftsteller und Lehrer am Städtischen Gymnasium Bergkamen. In: wa.de / 16.11.2010
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"Dass die Stadt [Bochum; Anm.d.R.] jetzt so offen für kreative Projekte ist und sie unterstützt, ist eine Folge vom Kulturhauptstadtjahr. Viele Leute von hier können ihre Konzepte nun umsetzen. Das geschieht zwar nicht unbedingt mit Geld, aber oft dadurch, dass beispielsweise die IHK Ansiedlungspläne unterstützt. Die Wirtschaft hat erkannt, dass Handel allein nicht ausreicht, um die Leute in die Innenstädte zu locken."

Thomas Zehnter, Künstler und Kunstvermittler. In: Bremer Nachrichten / 13.11.2010

"RUHR.2010 hat definitiv einen Stein ins Rollen gebracht. Die Gemeinschaftsprojekte haben ein metropolitanes Denken angestoßen."

Prof. Karl Heinz Petzinka, Künstlerischer Direktor bei der RUHR.2010 GmbH. In: Bremer Nachrichten / 13.11.2010

"Ich habe immer ein eher widerständiges Milieu geschätzt und war froh, nicht allzu sehr in den Literaturbetrieb involviert zu sein. Diese Distanz, diese Randständigkeit ist ein Garant dafür, sich ein unabhängiges Urteil über Literatur zu bewahren. Insofern ist das Ruhrgebiet nach wie vor ein guter Humus für mich. […] In Essen gibt es in der Buchhandlung "Proust", im Kulturwissenschaftlichen Institut und im Folkwang Museum herausragende Lesungen, auf höchstem Niveau. Die können allemal mit dem Programm in Köln mithalten."

Norbert Wehr, Herausgeber der Literaturzeitschrift Schreibheft und Träger des diesjährigen Literaturpreises Ruhr. In: WAZ / 12.11.2010
Weitere Informationen zum Themenbereich SPrache Erfahren

"Poetry Slam ist eine Kunstform, die eine zusätzliche Dimension zur Literatur ermöglicht, nämlich die, der gesprochenen Sprache. Poetry Slam kann eine Begeisterung für Literatur hervorbringen, die dann hoffentlich auch über den Slam hinausgeht."

Sebastian Rabsahl, Poetry Slammer. In: wdr.de / 10.11.2010  
Weitere Informationen zu SLAM2010

"Zum Mythos Ruhr gehören vor allem die Menschen. Herbert Grönemeyer hat sie in seinem Kulturhauptstadtlied besungen. Er nennt sie urverlässlich, schnörkellos und geradeaus, von klarer und offener Natur. Natürlich haftet solchen Beschreibungen immer etwas Idealisierendes an, und doch hat der Sänger die Menschen im Ruhrgebiet für mich gut getroffen."

Dr. Michael Schlagheck, Beauftragter des Bistums für die Kulturhauptstadt RUHR.2010. In: Ruhr Wort - Wochenzeitung Bistum Essen / 06.11.2010

"Allein sind die Halbstarken der Region nichts. Jetzt geht es darum, die ausgeprägte Neigung zum Lokalpatriotismus dauerhaft zu überwinden."

Norbert Lammert, Bundestagspräsident. In: WAZ / 06.11.2010

"InnovationCity setzt auf die Kulturhauptstadt auf. Es ist nur eine Stadt geworden, aber die Region hat gewonnen."

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes NRW. In: WAZ / 05.11.2010

"MELEZ hat weit in die Zukunft der Metropole Ruhr geblickt. Diese ist interkulturell. MELEZ hat gezeigt, wie aus dem Zusammenspiel der Kulturen ein inspirierendes und attraktives kulturelles Milieu entsteht. Der MELEZ-Zug ist zu einem Symbol geworden, für den Aufbruch und die Ankunft von RUHR.2010 und für die Weiterfahrt in die kulturelle Vielfalt, die uns auszeichnet. Das Kulturhauptstadtjahr geht zwar seinem Ende zu, doch die multikulturelle Metropole Ruhr ist quicklebendig.""

Oliver Scheytt, Geschäftsführer von RUHR.2010. In: kuvi.de / 02.11.2010
     
   

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O-Töne Oktober 2010 (in Auswahl):


"Bemühungen, diesen einzigartigen Ballungsraum als eine Kultureinheit zu sehen, gibt es ja schon lange. Aber die Schwierigkeiten liegen in der Struktur. In Berlin hat man einfach nur Dörfer eingemeindet, hier dagegen hat man alte Städte, die ja zum Teil sogar der Hanse angehörten. Das steht einer notwendigen Einheit im Weg. Ich habe gehört, dass man im Ruhrgebiet kein Literaturhaus hat, wo doch selbst das knickrige Stuttgart über so etwas verfügt. Es müssten sich hier ein paar Städte zusammentun und ein solches Haus gründen. Ein Literaturhaus bringt Kontinuität. So etwas wäre wichtig, über das eine Jahr als Europäische Kulturhauptstadt hinaus."

Günter Grass, Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger. In: WAZ / 29.10.2010
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"Ruhr.2010 ist überall - im Ruhrgebiet. Wie viele andere Kulturschaffende war auch ich gegenüber dem Großereignis zunächst kritisch bis ablehnend eingestellt: Mehr Marketing als Kultur, zu wenig Reflexion über Geschichte, das Ruhrgebiet als Bühne, die Industriedenkmale als Kulissen, die Menschen als Statisten oder Laiendarsteller. Inzwischen hat sich meine Position gewandelt. Ich bin gelassener geworden, vielleicht, weil der Hype vorbei ist, vielleicht aber auch, weil doch viel bewegt wurde und sich erstaunlich viele Menschen für das europäische Ereignis engagiert und wunderbare Netzwerke gebildet haben, die ohne die RUHR.2010 nie zustande gekommen wären. Grenzen wurden vielerorts überwunden. Die einen brachten die Idee, die anderen das Geld und wieder andere den (Spiel)-Ort. (...) Im Ruhrgebiet ist die europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 inzwischen mehr als nur ein Begriff. Ob sie allerdings auch bis nach Sachsen oder bis ins Schwabenland gedrungen ist, möchte ich bezweifeln. Dabei könnte gerade Letzteres von der Ruhrgebietskultur im Hinblick auf sein infrastrukturelles Großprojekt profitieren: Hier wie dort geht es darum, den Vorteil von Dezentralität zu erkennen und neben aller Begeisterung für Fortschritt und Technik, menschliche Bedürfnisse und Maßstäbe nicht zu vergessen."

Dr. Marita Pfeiffer, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur in Dortmund. In: Westfälischer Anzeiger / 23.10.2010

"Interkulturalität lebt - gerade in der Metropole Ruhr."

Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH. In: Welt Kompakt / 22.10.2010

"Die Kunst hat das Haus und seine Bewohner wohl sehr verändert. Auch bei uns gibt es soziale Problem-Bezirke, in denen es nicht so schön ist zu leben. Durch die Menschen und ihre Kunst können diese Plätze - wie man hier sieht - aufgewertet werden."

Inge Sebregts, Projektmanagerin für die Bewerbung Brabants als Kulturhauptstadt Europas 2018, zum Projekt 2-3 Straßen. In: WAZ / 22.10.2010
Weitere Informationen zu 2-3-Straßen

"Das ist ein spezieller Kölner Beitrag zum Kulturhauptstadt-Jahr."

Georg Quander, Kulturdezernent der Stadt Köln, zur Eröffnung des Kölner Kulturquartiers mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum, dem Museum Schnütgen und dem Juniormuseum. In: Westdeutsche Zeitung / 22.10.2010

"Die Kulturhauptstadt vermittelt: Hier bewegt sich was."

Sigrun Späte, Pressesprecherin Dortmund Tourismus. In: Westfälische Rundschau / 20.10.2010

"Drei Welten, doch wir haben alle den gleichen Style."

Jasmine, Schülerin der Hauptschule Altenhagen und Teilnehmerin beim TWINS-Projekt ZÄUNE. In: Westfalen Post / 20.10.2010 
Weitere Informationen zu ZÄUNE

"Wichtig ist im großen Ganzen die Vielfalt, die das Ruhrgebiet ausmacht."

Einar Bangsunds, 68-jähriger Teilnehmer bei Mischa Kuballs "New Pott - 100 Lichter, 100 Gesichter". In: Halterner Zeitung / 20.10.2010
Weitere Informationen zu New Pott - 100 Lichter, 100 Gesichter

"Wir dürfen uns bei RUHR.2010 nicht nur an steigenden Tourismuszahlen orientieren. Was kommt danach? Wie geht das Ruhrgebiet mit nachwachsenden Künstlern um, wie kann es deren Abwanderung verhindern? Wir müssen uns doch von der Vorstellung lösen, dass nur, weil sie nicht im städtischen Kulturetat stehen, sie keine Kultur machen."

Dieter Gorny, Künstlerischer Direktor der RUHR.2010 GmbH. In: Der Westen online / 19.10.2010

"Stadtplanung von unten braucht nicht nur einen langen Atem, sondern setzt auch voraus, dass man sich ohne Schubladendenken auf kommunikative Prozesse mit den Menschen vor Ort einlässt, bei ihren Kreativpotenzialen ansetzt und über professionelle Begleitung deren Gestaltungsmacht stärkt. Heute würde dies als Empowerment bezeichnet werden."

Prof. Dr. Reiner Staubach, Mitbegründer des Planerladen e.V. In: WAZ / 15.10.2010
Weitere Informationen zu Urbanität gestalten - Stadtbaukultur im Ruhrgebiet 1900-2010

"Dieses Festival ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Stadt, freie Kunstschaffende und Unternehmen zusammen etwas auf die Beine stellen können, das einen Mehrwert für uns alle bedeutet."

Ercan Telli, Geschäftsführer des Integrationsrats der Stadt Oberhausen. In: Neue Rhein Zeitung / 13.10.2010
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"Die Marke Ruhrgebiet hat sich in den vergangenen Jahren klar positioniert, als Kulturhauptstadt 2010 einen enormen Imagegewinn verbucht. Die großen Revierstädte ziehen an einem Strang."

Karl-Martin Öbermeier, PR-und Marketing-Experte der FH Gelsenkirchen. In: BILD / 12.10.2010

"Wir sind mehr als zufrieden mit dem Zuspruch und den intensiven, aber friedlichen Auseinandersetzungen, die das Atoll auch bei den Menschen ausgelöst hat, die sonst eher wenig mit Kunst zu tun haben. Wir haben die Werke nicht weit in der Gegend verteilt, sondern dicht beieinander gesetzt. Damit haben wir an einem viel besuchten Ort zur Diskussion aufgerufen und eben auch provoziert. Die Menschen haben das verstanden und sich auf das Gespräch eingelassen. Die Gleichung ist aufgegangen, auch wenn wir natürlich gern mehr Kunstwerke auf's Wasser gebracht hätten."

Norbert Bauer, Projekt-Initiator Ruhr-Atoll. In: Neue Rhein Zeitung / 11.10.2010

"Es setzt sich doch zunehmend der Eindruck durch, dass Kultur mehr als die berühmte liebenswürdige Nebensache ist und überragende Bedeutung auch für das Zusammenwachsen Europas hat. (…) Allein die Entscheidung für das Ruhrgebiet als Europäische Kulturhauptstadt ist ein Politikum! Dies ist die erste erfolgreiche Bewerbung der Region für ein international renommiertes Ereignis, und weder Dortmund noch Bochum, Essen oder Duisburg hätte in der Konkurrenz mit Köln, Lübeck oder Regensburg allein eine Chance gehabt. Es ist eine wichtige politische Aufgabe, die damalige Einsicht auf Dauer zu setzen und sicherzustellen, dass der große Erfolg, den allein die Bewerbung darstellte, nicht am Ende dieses Jahres wieder dem jahrzehntelang eingeübten fröhlichen Lokalpatriotismus weicht. (…) Eine Reihe von kulturellen Infrastrukturmaßnahmen im Ruhrgebiet hätte es ohne die Kulturhauptstadt-Entscheidung nicht gegeben, oder jetzt noch nicht; jedenfalls nicht in dieser Ballung. Wir bekommen eine ganze Perlenkette neuer Museumsbauten, in Essen sind es gleich zwei mit Folkwang und dem Ruhrmuseum, Duisburg, Dortmund und Hagen, und nicht zuletzt das bescheidene, aber exquisite Stück Situation Kunst in Bochum. Es ist schön, aber nicht ausreichend, dass man im Kulturhauptstadt-Jahr eine möglichst große Zahl von möglichst eindrucksvollen Veranstaltungen organisiert. Der große Aufwand einer solchen Bewerbung ist - schon gar mit Blick auf die öffentlichen Kassen, die allesamt nicht unter Überschüssen und deren sinnvoller Verwendung leiden, nur zu rechtfertigen, wenn Strukturen nachhaltig verändert werden. Dass das gelingen wird, kann man schon heute mit sehr viel größerer Sicherheit voraussagen als die von mir für dringend notwendig gehaltene nachhaltige Überwindung des Lokalpatriotismus. (…) Für mich entscheidet sich die Ernsthaftigkeit des Anspruchs einer europäischen Kulturmetropole wesentlich durch die Bereitschaft der Mitgliedskörperschaften im Regionalverband Ruhr, die Beiträge, die sie für kulturelle Aktivitäten im Kulturhauptstadtjahr zur Verfügung gestellt haben, auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Die Kommunen haben in drei aufeinander folgenden Jahren jeweils 2,4 Millionen Euro aufgebracht - das ist eine wahrnehmbare, aber in Relation zu den Kulturetats der Kreise und Städte durchaus bescheidene Summe. Vor der Erwartung einer dauerhaften Unterstützung durch Land und Bund muss vor allem die Bereitschaft zur Eigeninitiative vorhanden sein."

Norbert Lammert, Bundestagspräsident. In: WAZ / 08.10.2010

"Es geht nicht mehr darum, woher wir einmal gekommen sind, sondern wohin wir in Zukunft gemeinsam gehen."

Aslı Sevindim, Künstlerische Direktorin RUHR.2010. In: BILD / 04.10.2010
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