Augen-Blicke
Das Betrachten erzeugt die Bedeutung
Essen war nicht immer bildschön. Und Essen ist auch heute nicht überall bildschön. Aber Essen war schon immer fotogen. Große Fotografen, Sammlungen und Ausstellungen, Albert Renger-Patzsch und Otto Steinert als Beispiele großer Tradition - machen Essens Rang und Ruhm als europäische Fotostadt aus.
Da ist es nahe liegend, dass Studierende des Studiengangs Fotografie der Folkwang Universität die bildnerische Auseinandersetzung mit dem Stadtraum Essens nun eingehender erforschen. Nicht nur, dass die Stadt dabei Teil der Fotografie ist und umgekehrt - die Stadt wird nun auch zum Experimentierfeld für Fotografie.
Das öffentliche Erscheinen des Bildes, sei es als Plakat, Werbung oder Graffiti, ist heute allgegenwärtig: Politiker buhlen um die Gunst der Wähler und Werbung lockt die Verbraucher. Zugleich dienen Plakatwände auch als Sicht-, Wind- und Lärmschutz, bilden eine Barriere zu unansehnlichen Bereichen.
Im Jahr der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 wird diese Zweckgebundenheit nun jedoch aufgebrochen, wird junge zeitgenössische Fotografie im gesamten Essener Stadtraum auf großformatigen Plakatwänden präsentiert. Die Platzierung wird dabei sensibel auf unterschiedliche örtliche Gegebenheiten reagieren und diese thematisieren.
Das Ziel ist ein großräumiger Bilddialog, der junge Fotografie zugänglicher macht. Die Plakatwand im urbanen Feld wird zum "wandlosen Museum" - für jedermann sichtbar und zugänglich. Ganz ohne Eintrittsgeld.
Zeitraum: 10.09. - 20.09.2010
Exklusiver Projektsponsor Fotografie: Sparkassen-Finanzgruppe


