Zwischen Kappes und Zypressen
Gartenkunst an Emscher und Ruhr
Die Metropole Ruhr zeichnet sich durch eine einzigartige Gartenkunst aus. Die in Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft konzipierte Schau wird erstmals in einem Museum die Gartenkunst zwischen Emscher und Ruhr vom Rokoko bis in die Gegenwart präsentieren.
Als Orte des Gedenkens und der Gemeinschaftsbildung sind Gärten seit ihrer Entstehungszeit immer auch Erinnerungsorte. Jede Gartenschöpfung ist ein performativer Eingriff in eine bestehende und durch die Neuanlage sich wiederum verändernde Kulturlandschaft. Damit stehen die Parks und Gärten stellvertretend für den Wandel des Reviers.
Die Ausstellung in der RUHR.2010-TV-
Sendung vom 24.02.10
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Immer wieder entstanden und entstehen hier neue dialektische Schwellenräume des Privaten und Öffentlichen, der Macht und der Teilhabe. Markieren die Gärten zunächst Leerstellen im Raster der die alte Kulturlandschaft überlagernden Industrielandschaft des Ruhrgebiets, kommt ihnen heute im Zuge der De-Industrialisierung eine identifikationsstiftende Funktion zu.
Über Stadtgrenzen hinweg, habituelle Mentalitätsgrenzen sprengend, bilden die Gärten die Ausgangsräume für das Projekt der geeinten grünen Metropole Ruhr. Die Musealisierung industrieller Brachflächen durch umgebende Grüngestaltung und die das Ruhrgebiet strukturierenden Landmarken sind somit der Versuch einer Kartografierung der vergangenen Kultur- und Industrielandschaft bei gleichzeitigem Anspruch der Gemeinschaftsbildung.
Ausstellungszeitraum:
21.2 - 30.5.2010
Ludwig Galerie Schloss Oberhausen
Weiterführende Informationen zu der Ausstellung im Rahmen von "Mapping the Region" der RuhrKunstMuseen finden Sie auf der Projektwebseite der RuhrKunstMuseen.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.ludwiggalerie.de
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