SCHÜLER VERSTEHEN
Improvisationen über Interkultur
Deutschland ist eine moderne multikulturelle Gesellschaft. Die Reaktion der hier Lebenden auf die Chancen und Gefahren kultureller Verschiedenheit ist für die Zukunft dieses Landes von entscheidender Bedeutung. Das führt zu der Frage, wie interkulturelles Verstehen in unserer Gesellschaft funktionieren kann.
Möglicherweise kann die Metropole Ruhr hier Antworten geben. Im Ruhrgebiet haben sich im Zusammenleben von mehreren Millionen Menschen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft alltagspraktische Formen interkultureller Kommunikation gebildet. Insbesondere die Schulen sind Orte, in denen Interkulturalität praktisch gelebt wird. Hier setzt das Projekt "SCHÜLER VERSTEHEN. Improvisationen über Interkultur" an, indem es Schülerinnen und Schüler der Metropole Ruhr als Experten für Interkultur ernst nimmt.
Können wir von Jugendlichen des Ruhrgebiets interkulturelles Verstehen lernen? Mit Mitteln des Improvisationstheaters zeigen die Schüler gemeinsam mit Wissenschaftlern und Künstlern im Rahmen eines zweitägigen Workshops, wie Gesellschaften mit kultureller Verschiedenheit umgehen können.
Drei Ruhrgebietsschulen nehmen an dem Projekt teil: Das Ricarda-Huch Gymnasium in Gelsenkirchen, die Ludgerus Hauptschule in Duisburg und die Frida-Levy Gesamtschule in Essen. Die in diesen Schulen praktisch gelebte Interkulturalität wird im Improvisationstheater spielerisch zur Schau gestellt.
Unterstützt von Künstlern, die durch die Yehudi Menuhin Stiftung vermittelt werden, können Jugendliche am ersten Workshoptag ihr Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen des Zusammenlebens von Menschen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft in künstlerischer Form zum Ausdruck bringen. Am zweiten Tag des Workshops findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Improvisation als Methode in Kunst und Wissenschaft statt.
Das Projekt "SCHÜLER VERSTEHEN. Improvisationen über Interkultur" steht im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) "Interkulturelles Verstehen in Schulen des Ruhrgebiets". Das Projekt wird am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen (KWI) durchgeführt.
06.02.2010, 18 Uhr:
Theatervorstellung: SCHÜLER VERSTEHEN. Improvisationen über Interkultur
07.02.2010, 11 Uhr:
Podiumsdiskussion: Improvisation als Methode in Kunst und Wissenschaft
Die Veranstaltungen sind kostenlos.
Aula der Frida-Levy Gesamtschule
Varnhorststr. 2, 45127 Essen
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.kulturwissenschaften.de/home/projekt-55.html


