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Anmeldeschluss für !SING - DAY OF SONG verlängert!
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Wiederaufnahme: Tosca in Duisburg
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Mitsingkonzert "Vom Himmel hoch" / MEHR

TWINS

Finde deinen Twin!

Die Metropole Ruhr lädt ganz Europa zu sich ein. Mehr als 1.500 Partnerinstitutionen, Organisationen und Städte in Europa und weltweit bauen zum Kulturhauptstadtjahr ein kulturelles Netzwerk der Superlative auf. / MEHR

Local Heroes 52 Wochen – 52 Städte

Harun Farocki bei Dreharbeiten\nFoto: Matthias Rajmann

„Local Heroes“ gibt jeder Stadt der Metropole Ruhr die Möglichkeit, sich eine Woche lang als Mittelpunkt der Europäischen Kulturhauptstadt zu präsentieren. / MEHR

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Erweiterungsbau, Entwurf: Herzog & de Meuron

Peking, Hamburg, Duisburg: Nach dem Nationalstadion und der Elbphilharmonie bauen die berühmten Architekten Herzog & de Meuron bis 2010 einen überdimensionalen, gläsernen „Container“ auf dem Silo neben der Küppersmühle im Duisburger Innenhafen. / MEHR

Erzählen. Märchenfestival.

Foto: Robert Poorten

Foto: Robert Poorten

Es war einmal… Dieser oft zu unrecht belächelte Einstieg ist nur einer von vielen, mit denen Märchen und Fantasyerzählungen, Mythen und Sagen beginnen. Aber wer kennt schon die Mythen der Metropole Ruhr? Wer kann, außer den typisch deutschen Märchenklassikern, auch Märchen aus Osteuropa, Frankreich, Spanien oder der Türkei erzählen? / MEHR

Mehr Licht!

Gasometer Oberhausen, Innenansicht\nFoto: Manfred Vollmer

Gasometer Oberhausen, Innenansicht\nFoto: Manfred Vollmer

Die Aufklärung ist das zentrale Erbe eines humanistischen Europa – eine Kulturhauptstadt Europas ohne Bezug auf dieses Thema und die sich daraus ergebenden akuten Probleme und Perspektiven erscheint unvollständig. / MEHR

Programmlinien

Die Vision für RUHR.2010 lautet: Region lebt Stadt. Aus 53 Städten wird eine neue Metropole. Die Komplexität dieser Aufgabe übersteigt jede andere im Kulturmanagement in Deutschland um ein Vielfaches. Kommunikation, Kooperation, Koordination und Konsens sind unsere maßgeblichen Arbeitsfelder.

Zum einen geht es um die Vielfalt und die Authentizität der Kultur im Ruhrgebiet. Zum anderen sollen kulturelle Leuchttürme, Höhepunkte mit internationaler Strahlkraft geschaffen werden, die die Kulturmetropole Ruhr weithin sichtbar machen.

Die Gesamtkonzeption der Kulturhauptstadt RUHR.2010 hat vier Programmschwerpunkte:

 

Architektur, Stadtentwicklung und Bildende Kunst

Das Themenspektrum bietet viele Ansätze und Möglichkeiten zur Gestaltung des ‚neuen’ Ruhrgebiets. Mit vernetzten und unkonventionellen Projektideen sollen Bilder geschaffen werden, die Neugierde wecken, aber vor allen Dingen nachhaltige und visionäre Ideen einer europäischen Metropole widerspiegeln.

Nach dem Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie in den 1960er Jahren hat sich das Ruhrgebiet fast ebenso schnell vom verrußten Kohlenpott zur Dienstleistungsmetropole gewandelt. Aufbauend auf den Errungenschaften der Internationalen Bauausstellung (IBA Emscher Park 1989–99) will RUHR.2010 erneut Kunst und Baukultur als Motor der Veränderung nutzen. Ihr interdisziplinärer Ansatz erlaubt einen kreativen Umgang mit städtebaulichen Problemen wie schrumpfenden Städten und den damit verbundenen Leerständen. Das polyzentrische Revier mit seinen über fünf Millionen Einwohnern kann und will Pionierarbeit leisten, Visionen umsetzen und Vorbild für andere europäische Metropolen sein.

 

Darstellende Künste

Wo empfindet man die Seele einer Stadt? An Orten und in Momenten, wo sich die Stadt in ihr Innenleben zurückzieht: In Konzertsälen, Theaterräumen, Museen, Galerien, Bibliotheken – eben überall dort, wo man dem Regiment der Moderne zumindest augenblicksweise entkommt. Überall dort, wo ihre Kategorien nicht greifen, wo Geschwindigkeit, Effektivität, Flexibilität und Schematisierung noch keine Qualität an sich ist.
Wenn wir davon ausgehen, dass die Künste Mitgestalter von Zukunft sind, dass sie die Veränderung der Städte beeinflussen und prägen, dann müssen wir Formate entwickeln für Strukturen, die noch nicht vorhanden sind, die wir aber haben wollen. Wir müssen uns orientieren auf das was kommt. Für die Metropole Ruhr bedeutet das, Akteure und Institutionen zusammenzubringen. Es ist wichtig, zwischen den Theatern, Opernhäusern Konzertsälen und zahlreichen Festivals Verbindungen zu schaffen. Mit klaren Kommunikations- und Produktionsstrukturen kann sich Kunst als ein sozialer, öffentlicher Prozess besser bemerkbar machen.
Die Metropole Ruhr ist durch ihre Netzwerkstruktur und ihren unprätentiösen Charakter sehr anpassungsfähig und damit bestens gerüstet für eine neue, nächste Gesellschaft. RUHR.2010 nutzt die Möglichkeit, über bekannte Stadt- und Institutionsgrenzen hinaus zusammen zu arbeiten, Konkurrenz als Potential zu begreifen und gemeinsam zu experimentieren. Die Mittel werden vornehmlich lokal eingesetzt, in ortsbezogene Aufführungen und Projekte, um getrennte Kulturen und Kunstformen zusammenzuführen und daraus neue lokale, regionale und internationale Verbindungen und Resonanzen entstehen zu lassen. Es geht nicht um den Import von Ereignissen, sondern um deren Produktion. Die Aufmerksamkeit gilt weniger den globalen Akteuren der kulturellen Öffentlichkeit, sondern den lokalen Systemen: Ausdruck einer anwachsenden Entschlossenheit ein positives, zukunftsorientiertes Selbstbild für die Metropole Ruhr zu entwerfen.


Download:
Programmatik Darstellende Künste (Stadt der Künste - PDF, 62 KB)



Migration, Literatur und Geschichtskultur

Der Erfolg und die Beständigkeit der Kulturmetropole Ruhr wird in entscheidendem Maße nicht nur davon abhängen, was im Kulturhauptstadtjahr und den folgenden auf den Bühnen zu sehen und zu erleben sein wird, sondern wie die Kultur hinter den Bühnen, in den Intendanzen, in den Kulturämtern, in den Köpfen der Entscheider aussieht:
Wen sehen und berücksichtigen sie als Publikum? Welche Faktoren beeinflussen die Gestaltung ihres Repertoires? Welche Strategien entwickeln sie zur Gewinnung eines neuen, bislang vernachlässigten potenziellen Publikums – der Einwanderer?

Um nichts anderes als die Zukunftsfähigkeit der Einrichtungen in der Metropole Ruhr geht es in der Debatte, die mit „Interkulturelle Öffnung“ überschrieben wird – dass sich auch die Kultureinrichtungen des Landes auf die immer größer werdende kulturelle Vielfalt der Gesellschaft einstellen müssen, versteht sich von selbst. Woher sonst sollen die zukünftigen Besucher der Theater, Konzerthäuser und der soziokulturellen Zentren kommen, wenn nicht mitten aus unserer sozial, ethnisch und religiös heterogenen Stadtgesellschaft?

RUHR.2010 forciert diese Debatte von europäischer Dimension im Dialog mit den Akteuren der Kulturszene. Konkrete Programminhalte setzen erste Ideen dazu um.

 

Kreativwirtschaft

Warum integriert RUHR.2010 als erste Kulturhauptstadt Europas „Kreativwirtschaft“ als Thema und Handlungsfeld in ihr Programm?

Ganz Europa befindet sich im Transformationsprozess von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft. In diesem Prozess spielt Kreativität eine ausschlaggebende Rolle. Immer mehr Menschen entdecken ihre kreativen Fähigkeiten und werden von Konsumenten zu Produzenten. Und damit auch Antrieb spannender ökonomischer Innovationen. Diese weltweit tiefgreifenden Veränderungen bieten eine enorme Chance, die die Metropole Ruhr nutzen muss, wenn sie im weltweiten Reigen der kreativen Kulturmetropolen eine gewichtige Rolle spielen und die Aufbruchsstimmung auch im Sinne von Arbeitsplätzen und steigendem wirtschaftlichen Wohlstand nutzen will. Im Mittelpunkt der Wissensgesellschaft stehen Ideen, Informationen und Innovationen. Eine künstliche Trennung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur ist obsolet geworden. Stadtplanung und Architektur, Kunst und Kultur, kulturelle Vielfalt, Kultur- und Kreativökonomie, Wissenschaft und Bildung, das sind die Mosaiksteine für das Gesamtkunstwerk.

Die regionale Kreativ- und Wirtschaftskraft dauerhaft zu stärken und die Aktivitäten der in diesem Sektor in der Metropole Ruhr tätigen 20.000 Unternehmen überregional sichtbar zu machen und synergetisch zu bündeln: Was könnte für die Metropole Ruhr nachhaltiger sein, als ideale Bedingungen für die zukunftsträchtigen Branchen der Kreativwirtschaft zu schaffen?  


Download:
Programmatik Kreativwirtschaft (Stadt der Kreativität - PDF, 49 KB)