!SING

2010 ist ein gutes Jahr für eine neue Bürgerbewegung. Und !SING ist die dazu passende musikalische Bewegung, in der jede Stimme zählt. Ob Profisänger, Amateur oder blutiger Anfänger, !SING ist ein offenes Programm, das die aktive Beschäftigung mit Gesang fördern soll. Unterschiedlichste Initiativen und Projekte, Liederabende oder Chorevents animieren, allein oder gemeinsam die eigene Stimme zu erheben oder anderen Stimmen zuzuhören. Alles für das eine Ziel: Singen soll selbstverständlicher Teil des Alltags werden. 

Weiterführende Informationen finden Sie auf der neuen Projketwebsite von !SING unter: www.ruhr2010.de/sing

 

!SING - DAY OF SONG

Grafik: RUHR.2010Grafik: RUHR.2010

Grafik: RUHR.2010

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 gibt es viele Anlässe zum Feiern. Aber RUHR.2010 beschert der Metropole einen richtigen Feiertag: einen, an dem die ganze Metropole singt! Am Samstag, 5. Juni 2010, verwandeln tausende Sängerinnen und Sänger aus den 53 Revierstädten, zahlreichen benachbarten Städten sowie aus Chören der Partnerstädte der Metropole Ruhr die 4.435 qkm große Metropole zu einem singenden und klingenden Netzwerk unterschiedlichster Couleur.
Überall wird gesungen: Auf Straßen und Plätzen, in Parks, in Konzert- und Opernhäusern, in Kaufhäusern, Kindergärten, Kirchen und in der VELTINS-Arena. An diesem Tag schalten wir die Konservenmusik aus und unsere Stimmen ein!

Samstagmittag geben die Kirchtumglocken das Startsignal für !SING CITY. Nach dem Zwölf-Uhr-Läuten singen alle Chöre mit allen Menschen der Metropole Ruhr gemeinsam dasselbe Lied. Der Tag bietet originelle Gelegenheiten, mit einzustimmen.
Ein singender Schiffscorso passiert mit „Heldengesängen“ den Rhein-Herne-Kanal (siehe Meldung LWL, Chorkanal/KulturKanal), Karaoke-Inseln tauchen in Gelsenkirchen auf, Einkaufszentren werden zu Tonstudios, Gesangslehrer machen Hausbesuche. Jede Stimme ist willkommen – ob Unter-der-Dusche-Sänger oder Profis.

Am Abend erreicht !SING – DAY OF SONG seinen Höhepunkt. In der VELTINSArena auf Schalke singt der größte mehrstimmige Chor deutscher Musikgeschichte ein gemeinsames Abschlusskonzert – dirigiert von Steven Sloane, Regie führt Jonathan Eaton. Arena frei für mehr als 65.000 Sängerinnen und Sänger aus der Ruhrregion und den internationalen Partnerstädten. Ein unvergesslicher Abend mit dem international renommierten Musiker und Vokalkünstler Bobby McFerrin, den Wise Guys und anderen Gästen. Gesungen wird ein vielseitiges Programm: Deutsch, Englisch, Schlager, Volkslieder, Pop, Klassik oder Kirchenchoral. Solo oder im Kanon. "Don’t Worry, Be Happy" - Du bist ein Sänger!
Der Vorverkauf für das Konzert beginnt bereits am 5. Juni 2009.

Partner: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände, Deutscher Chorverband, Chor­Verband NRW, Cäcilienverbände der Bistümer Essen, Münster und Paderborn, Chöre der Evangelischen Landeskirchen im Rheinland und von Westfalen, Arbeitskreis Musik in der Jugend, Chorakademie Dortmund, Verband Deutscher Kon­zertchöre, Chöre der Neuapostolischen Kirche, ChorForum Essen, freie Chöre und Chöre der internationalen Partnerstädte und der 53 Städte und Kommunen

Aktueller Hinweis:

Die Anmeldephase für die Teilnahme als Spielfeldchor bei !SING EUROPE ist bereits abgeschlossen. Sie können sich jedoch gerne als Tribünenchor beteiligen, dafür beginnt der Vorverkauf am 5. Juni 2009. Gruppen erhalten einen Sonderpreis von 5 € pro Person.


Downloads zum Projekt !SING - DAY OF SONG:

Anmeldebogen für Chöre aus dem Ruhrgebiet (PDF; 76 Kb)

Anmeldebögen für Chöre aus den internationalen Partnerstädten des Ruhrgebiets und weiterführende Informationen:
Application form (PDF; 96 Kb)
Anmeldebogen International (PDF; 68 Kb)

Vorläufiger Zeitplan (PDF; 19 Kb)
Preliminary schedule (PDF; 18 Kb)

Liste der europäischen Partnerstädte (PDF; 124 Kb)

!SING CITY - Das Programm der Städte von A bis Z (PDF, 188 KB)
!SING - DAY OF SONG - Der Kulturkanal singt! (PDF, 127 KB)
!SING - DAY OF SONG - Heldengesänge (PDF, 88 KB)
!SING - DAY OF SONG - Hochschulchöre (PDF, 51 KB)


 

!SING Musica Enchiriadis

Handschrift „Musica Enchiriadis“
Handschrift „Musica Enchiriadis“

Handschrift „Musica Enchiriadis“
Foto: Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Fragment K03:H03,
Leihgabe der Stadt Düsseldorf an die ULB Düsseldorf

Um das Jahr 900 nach Christus wurde im Kloster Werden die „Musica et scholica enchiriadis“ niedergeschrieben. Die Handschrift reflektiert erstmals in der Musikgeschichte die Lehre und Praxis der vokalen Mehrstimmigkeit und stellt ein-und mehrstimmige Passagen bewusst gegenüber. Damit ist die „Musica Enchiriadis“ ein symbolisches Dokument für eine menschengeschichtliche und geistige Umbruchsituation, die ein neues Verständnis vom Ich einleitet. Sie zeigt eindrucksvoll, wie tief die kulturellen Wurzeln der Metropole Ruhr reichen und bietet den musikgeschichtlichen Fluchtpunkt für wissenschaftliche Symposien und ein interdisziplinäres Programm. Eine Konzertreihe spannt den Bogen von der klösterlichen Liturgie des Frühmittelalters bis zur Emanzipation der geistlichen Musik aus ihrem liturgischen Kontext.

Partner: Essener Domschatzkammer, Folkwang Hochschule, Katholische Akademie Die Wolfsburg/Bistum Essen, Philharmonie Essen

 

!SING Sinfonie der Tausend

Kraftzentrale, Landschaftspark Duisburg-Nord, Foto: Reinhart CosaertKraftzentrale, Landschaftspark Duisburg-Nord, Foto: Reinhart Cosaert

Kraftzentrale, Landschaftspark Duisburg-Nord, Foto: Reinhart Cosaert

Mit seiner 8. Sinfonie erschuf Gustav Mahler ein Drama in Tönen, deren Uraufführung sich im September 2010 zum 100. Mal jährt. Dieses monumental besetzte Werk variiert mit chorsymphonischer Wucht das große Mahler-Thema: die Erlösung des Menschen durch die Kraft einer überirdischen Liebe. An der Münchner Uraufführung der Sinfonie am 12. September 1910 waren 858 Sänger und 171 Instrumentalisten beteiligt. Nicht grundlos trägt die Sinfonie seither den Titel „Sinfonie der Tausend“. Von Adorno als „symbolische Riesenschwarte“ grob in Verruf gebracht, stellt jede Aufführung hohe Ansprüche an Klangmischung und Interaktion von Sängern und Instrumentalisten. 

RUHR.2010 und die RuhrTriennale planen mit den Orchestern und Chören der Metropole Ruhr die Rekonstruktion des Uraufführungskonzerts, das nicht in einem klassischen Konzertsaal stattfand, sondern in einer Halle ohne Bühne und Orchestergraben. Mit ihrer pathetischen Größe und abweisenden Rauheit ist die Duisburger Kraftzentrale ein kongenialer Aufführungsort. 

Partner: RuhrTriennale, Bochumer Symphoniker, Dortmunder Philharmoniker, Duisburger Philharmoniker, Essener Philharmoniker, Neue Philharmonie Westfalen, Philharmonisches Orchester Hagen, Chorakademie Dortmund, Philharmonischer Chor Bochum, Philharmonischer Chor Essen und andere