EMSCHERKUNST.2010
Eine Insel für die Kunst
Das größte Kunstprojekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 beginnt Ende Mai, dauert 100 Tage und hat sich unter dem Namen "EMSCHERKUNST.2010" als Ausstellungsort die Emscher-Insel gewählt. Ein Ausstellungsort, der ungewöhnlicher nicht sein könnte.
Entlang der Emscher zeigte sich lange Zeit die unschöne Kehrseite des Reviers. Und genau hier wird seit zwanzig Jahren in einem gigantischen Vorhaben zum Umbau der Emscher durch die Emschergenossenschaft ein Prototyp von kooperativer regionaler Planung verwirklicht.
Die Internationale Bauausstellung Emscher Park der 1990er Jahre setzte die Marken für den Landschaftswandel und die Neudefinition eines ganzen Landstrichs, des Emscher Landschaftsparks. Mit dem Projekt des Emscher-Umbaus wird der Prozess weitergeführt. Entlang der Emscher und ihrer Nebenläufe entstehen aus betonierten Abwasserkanälen renaturierte, lebendige Gewässer - derzeit das größte Renaturierungsprojekt der Welt. Schwer vorstellbar? Wer es heute noch nicht glauben mag, ist eingeladen, sich 2010 selbst vom "Wunder der Emscher" zu überzeugen. Die Emscher-Insel bildet dabei das Herzstück des Neuen Emschertals. Der schmale Landstrich zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal erstreckt sich 34 Kilometer lang zwischen Castrop-Rauxel und Oberhausen.
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Mit dem Projekt "EMSCHERKUNST.2010 " beginnt im Kulturhauptstadtjahr eine Ausstellung, die diesen Raum im Wandel für Besucher erlebbar macht. 40 Künstlerinnen und Künstler erschaffen 20 Werke unterschiedlichster Art. An den ungewöhnlichsten Stellen der Insel, zum Beispiel an Schleusen, im Kanal oder auf Industriebrachen, werden eine Hobby-Ornithologenstation ebenso zu finden sein wie ein "singender" Felsen, ein Community-Garden oder ein wanderndes Kasperletheater. International renommierte Künstler wie Rita McBride, Jeppe Hein, Tobias Rehberger oder Tadashi Kawamata und Studenten der Kunstakademie Münster haben die Aufgabe angenommen, sich intensiv mit der Region auseinanderzusetzen.
Kunst im öffentlichen Raum mit urbanen Schwerpunkten, aber auch Aspekte der Garten- und Landschaftskunst werden bei der durch Florian Matzner kuratierten Ausstellung eine Rolle spielen.
2010 entstehen beispielsweise ein monumentales Wandmosaik auf der Außenhülle eines ehemaligen Faulturms in Herne (Silke Wagner) und ein versunkener Garten in einem ehemaligen Klärbecken in Bottrop (Piet Oudolf und Eelco Hooftman). Viele Projekte laden nicht nur zum Anschauen, sondern zum Mitmachen und Mitgestalten ein. Die Ausstellung ist per Schiff, Fahrrad und mit dem Auto zugänglich.
Mit der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 beginnt eine Ausstellung, die als Biennale in den Folgejahren das gesamte Neue Emschertal im Zentrum der Metropole Ruhr mit qualitativ herausragenden Kunstprojekten auszeichnen wird. "EMSCHERKUNST.2010" wird auch über das Kulturhauptstadtjahr hinaus einen nachhaltigen Beitrag zum Strukturwandel in der Metropole Ruhr und zum Thema "Kunst im öffentlichen Raum" bieten.
Am 29. Mai 2010 wird die Ausstellung im Rahmen eines großen Eröffnungsfestes durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein Westfalen eröffnet.
Insel- Tour
Die Emscher-Insel ist kein unbewohntes Eiland - Wohnsiedlungen, Grünanlagen, Kleingärten, Sportstätten und vielfältige Erlebnis - und Erholungsmöglichkeiten bieten sich zur Erkundungstour an.
Dafür werden ab April 2010 bislang unentdeckte Inselgebiete zugänglich gemacht, vorhandene Angebote um neue Ruhezonen, Aussichtspunkte und von der Herner Künstlerin Beate Matkey gestaltete Picknickplätze ergänzt. Eine durchgehende, 44 Kilometer lange Wegeverbindung verknüpft die Erlebnisorte der Insel mit denen der Ausstellung "EMSCHERKUNST.2010" und des "KulturKanals". Eine Radwanderkarte und ein Leitsystem entlang des Weges sorgen für gute Orientierung.
Emscher-Insel
29.5. - 5.9.2010
Täglich durchgehend geöffnet
Weitere Informationen finden sie unter: www.emscherkunst.de
Partner: Emschergenossenschaft, Regionalverband Ruhr, Staatskanzlei NRW, MUNLV NRW, MBV NRW
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