28. März 2010
Ein Stück Kulturhauptstadt Europas in der Kasseler Kunsthalle Fridericianum
28. März 2010
Der Europäische Stadtbrief, den RUHR.2010 gemeinsam mit elf ehemaligen Bewerberstädten schreibt, hat seine Wanderung fortgesetzt. Aus Görlitz wurde er am 02. März von der Stadt Kassel abgeholt, Kassel wiederum übergab ihn am 27. März an Münster.
Der Gastgeber, Kassels Oberbürgermeister Hilgen, betonte bei dieser Gelegenheit, dass die ehemaligen Bewerberstädte keine Gegner mehr seien, sondern in dem Netzwerk "National Heroes – Deutsche Kulturstädte" zu Partnern geworden sind: "Wir stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen uns." Hilgen beschrieb außerdem die positiven Effekte, die die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas in Kassel langfristig hinterlassen hat: Viele Kooperationen sind entstanden, ebenso ein stärkerer Zusammenhalt zwischen den kulturellen Institutionen. Das Schaffen von Zusammenhalt, das sei momentan eine der großen Aufgaben, die die Städte zu leisten hätten.
An demselben Tag konnten die Gäste zwei Projekte in Kassel erleben, die Bestandteil des RUHR.2010-Programms sind: Die Ausstellung von Thomas Zipp "(WHITE REFORMATION CO-OP) MENS SANA IN CORPORE SANO" wurde bereits am 13. März eröffnet und ermöglicht den Besuchern noch bis zum 13. Juni einen ungewöhnlichen Einblick in eine "psychiatrische Anstalt". Abends fand zudem der "Zauber der Nacht" statt, eine Einladung an die Kinder Kassels, in sieben Museen Kultur zu erfahren und zu erleben.
Aus Münster waren Bürgermeisterin Reismann, Kulturdezernentin Hanke sowie Kulturamtsleiterin Schnell angereist, um den Europäischen Stadtbrief in Empfang zu nehmen. Reismann kündigte das "KULTURGEBIET Münster 2010" an, ein Projekt, das etwa 200 Veranstaltungen umfasst. Bei dessen Eröffnung am 16. April wird der Europäische Stadtbrief von Münster an Halle an der Saale weitergegeben.


