Glück auf, good luck und Szczęść Boże
Traditionsfest auf Bergwerk West
Kamp-Lintfort zählt zu den wenigen deutschen Orten, an denen noch heute unter Tage Kohle gefördert wird. Seit 1907 wünscht man sich hier "Glück auf". Die sogenannte "Altsiedlung" in unmittelbarer Nähe der Zeche ist mit 2.300 Wohnungen die flächengrößte erhaltene Bergarbeiterkolonie der Metropole Ruhr.
2012, wenn das Bergwerk West voraussichtlich seine Tore schließt, endet ein prägendes Kapitel der Stadtgeschichte Kamp-Lintforts. Zuvor wird die lebendige Bergbaugeschichte zünftig zelebriert. Zum Höhepunkt der "Local Heroes"-Woche begegneten sich am 22. Januar 2010 Kumpel aus der Stadt am Niederrhein und ehemalige Bergleute aus den Partnerstädten Chester-le-Street und Żory bei einem Traditionsfest in der denkmalgeschützten Lohnhalle des Bergwerks West. In der Jugendstilkulisse bietet eine virtuelle Grubenfahrt einmalige Einblicke in die Arbeitswelt unter Tage, und das Geologische Museum Kamp-Lintfort zeigt, was außer Kohle noch im Boden schlummerte. In der Lohnhalle singen Bergmanns- und Kinderchöre; Geschichten und großformatige Fotos erzählen vom Leben der Bergleute. Wenn schon Traditionsfest, dann gibt es selbstverständlich Deftiges auf den Teller. Die Initiatoren versprechen Currywurst, Reibekuchen und Schwarzbrot mit Rübenkraut.
Termine:
22. Januar 2010: Bergwerk West, Lohnhalle / Kamp-Lintfort
Projekt:
Petra Niemöller, Leiterin des Kulturbüros der Stadt Kamp-Lintfort (D)
Partner:
Chester-le-Street (GB) / Żory (PL)


